Economics

Fachkräftemangel: 50 Milliarden Verlust für Wirtschaft

Schwierige Stellenbesetzung bremst deutsche Wirtschaft: IW warnt vor zunehmenden Verlusten in der Zukunft.

Eulerpool News 13. Mai 2024, 17:00

Die deutsche Wirtschaft sieht sich mit einer erheblichen Bremse konfrontiert: dem zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln könnte die Volkswirtschaft in diesem Jahr Güter und Dienstleistungen im Wert von zusätzlichen 49 Milliarden Euro produzieren, wenn der aktuelle Bedarf von etwa 573.000 Fachkräften gedeckt wäre. Dies würde das Produktionspotenzial um 1,1 Prozent steigern. Bis 2027 könnte der zusätzliche Mehrwert sogar auf 74 Milliarden Euro anwachsen.

Das IW nutzt für diese Prognosen konservative Annahmen und geht davon aus, dass jeder qualifizierte Arbeitslose eine Stelle findet – eine Annahme, die in der Realität selten zutrifft. "Die tatsächlichen Kosten des Fachkräftemangels dürften noch deutlich höher ausfallen", so die Autoren der Studie, die betonen, dass die Lücke seit 2010 stetig wächst.

Um den Fachkräftemangel zu mildern, empfehlen die IW-Experten eine Erhöhung der qualifizierten Zuwanderung, die durch das überarbeitete Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert wird. Zusätzlich könnten mehr Kinderbetreuungsangebote und steuerliche Änderungen bei der Besteuerung von Ehepaaren mehr Frauen in den Arbeitsmarkt integrieren. Auch eine vereinfachte Beschäftigung älterer Menschen könnte helfen, die Lücke zu schließen.

Diese Herausforderungen und Lösungsansätze werden insbesondere im Kontext der bevorstehenden Parlamentswahlen und der globalen wirtschaftlichen Veränderungen intensiv diskutiert.

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