AlleAktien Qualitätsscore

Qualitätsaktien definiert man in Deutschland als Aktien mit einem AAQS von 9 oder 10 Punkten. Diese erreichen gem. Bloomberg eine Rendite von 16% p.a. Besonders Buy-and-Hold-Investoren legen großen Wert darauf, sich nur Qualitätsaktien in das Depot zu holen, die man guten Gewissens 10 Jahre halten kann, oder länger.

AlleAktien Qualitätsscore

Qualität filtern. Am Anfang der Investition in Aktien stehen Anleger vor schwierigen Entscheidungen, denn es gibt eine sehr große Auswahl an Aktien. Um nicht alle Unternehmen vor dem Investieren analysieren zu müssen, hat AlleAktien den AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) entwickelt, um die erstklassigen Qualitätsaktien mit ordentlichen fundamentalen Daten zu finden.

Qualität führt zur Outperformance. Der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) spart zum einen enorm viel Zeit und zum anderen hat man eine gute Grundlage, um diese Unternehmen dann genauer zu analysieren. Aktien mit 9/10 oder 10/10 Punkten weisen oftmals auf die besten Unternehmen der Welt oder künftige Outperformer hin, wodurch sich eine nachweisliche Überrendite erwirtschaften lässt. Diese Aktien wollen wir euch mit dem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) zeigen.

Langfristiges Denken. Bei dem ganzen Konzept hat sich AlleAktien von Warren Buffett inspirieren lassen: Es ist langfristig viel besser, ein wunderbares Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein mittelmäßiges Unternehmen zu einem Billigpreis. Langfristige Investitionen basieren auf Unternehmen, die auch über 10 oder 20 Jahre hinweg existieren und immer noch absolute Qualitätsunternehmen darstellen.

1. Qualitätsunternehmen filtern: Eine überwältigende Auswahl an Aktien steht Investoren zur Verfügung. Um hier nicht eine nach der anderen analysieren zu müssen, bietet uns der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) einen guten Vorfilter, um dann eine aufwändige Analyse zu betreiben, welche oftmals mehrere Wochen oder Monate dauern würde.

2. Vier Kernpunkte definieren Qualität: Bewertung, Wachstum, Rentabilität und Risiko zeigen in den meisten Fällen bereits, wie ein Unternehmen einzustufen ist. Anhand uder Checkliste im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) mit 10 individuellen Punkten lässt sich sofort erkennen, ob es sich beim vorhandenen Unternehmen um ein Qualitätsunternehmen handelt oder nicht.

3. Wissenschaftliche Grundlage: Um die These und die Punkte zu prüfen, hat AlleAktien den AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) natürlich mit Hilfe von Bloomberg und Factset geprüft und kam zu dem Ergebnis, dass Aktien mit einem hohen Score eine deutliche Überrendite erzielen konnten, wohingegen niedrige Scores zu einer Unterredite führten. So schafft der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) auch eine Basis, um eine Renditeerwartung zu erstellen.

4. Die Qualitätsaktien auf einen Blick: In diesem Artikel haben wir die Aktien mit den höchsten Ratings im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) herausgesucht und aufgelistet, wodurch jeder direkt mit seiner tiefgründigen Analyse starten kann, um eine Überrendite zu erzielen.

Qualität braucht Zeit. Bei AlleAktien fließen pro Analyse zwischen zwei bis vier Wochen Arbeit in die Analyse und Recherche, um das Geschäftsmodell und die Branche hervorragend zu verstehen. Aber welche Unternehmen schaffen es überhaupt in eine Analyse? Hier dient der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) als nützliche Hilfe, welcher von AlleAktien selbst entwickelt wurde. Dieser hilft dem Anleger, eine gewisse Vorauswahl zu treffen, welche Unternehmen als absolute Qualitätswerte einzustufen sind. Unter 1.000 Aktien in Deutschland und über 85.000 weltweit hat man quasi die Qual der Wahl, jedoch ist nicht jedes Unternehmen ein Qualitätsunternehmen.

Der AlleAktien Qualitätsscore hat eine klare Mission: Langfristige Unternehmensbeteiligungen finden und halten. Langfristig bedeutet hier über 10 Jahre. Man möchte Unternehmen finden, die langfristig sowohl Umsatz als auch Gewinn stetig steigern können, einen tiefen Burggraben aufzeigen und die Dividenden regelmäßig erhöhen.

Einzigartige Unternehmen. Hier sollte man besonders auf die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens achten, sodass es für andere Unternehmen schwer wäre, diese Marktposition zu übernehmen. Spekulative Aktien, Turnarounds oder Unternehmen mit einer unklaren Position sind nicht das Ziel, denn hier kommt es schnell zu heftigen Kursveränderungen und oftmals auch zu einer deutlichen Unterrendite. Um diese zu vermeiden, nutzen wir den quantitativ konzipierten AlleAktien Qualitätsscore (AAQS). Dieser ist das beste Werkzeug, um spannende Unternehmen in kurzer Zeit zu identifizieren. Der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) basiert auf objektiven Kennzahlen, wodurch dieser eindeutig bestimmbar wird und auch historisch überprüft werden kann (Backtest).

Ziel: Höhere Renditen, geringeres Risiko. 2018 hat AlleAktien sich gefragt, wie die Qualität eines Unternehmens überhaupt bestimmt werden kann. Hier ist man auf vier Eigenschaften gekommen, welche mit 10 Kriterien zu messen sind. Die Punkte: Bewertung, Wachstum, Rentabilität und Risiko sind dabei am wichtigsten gewesen, um ein Unternehmen wirklich tiefgründig zu verstehen und einschätzen zu können. Für jedes erfüllte Kriterium wird ein Punkt vergeben, wodurch am Ende eine Punktzahl entsteht. Ab 9/10 Punkten spricht man von einem Qualitätsunternehmen.

Die AAQS Rendite ist nachgewiesen. Bei AlleAktien steht man für wissenschaftlich fundierte Aktienanalysen. Um die Erkenntnisse, Aussagen und Modelle zu überprüfen, hat man diese einem wissenschaftlichen Test unterzogen. Für den AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) wurde ein Backtest durchgeführt, damit das Modell auch mit Indizes verglichen werden kann. Die Strategie wurde mit Hilfe der historischen Rendite überprüft. Nur auf diese Weise kann man sichergehen, dass der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) langfristig funktioniert.

Um einen erfolgreichen Backtest durchführen zu können, hat sich AlleAktien Unterstützung von Christian W. Röhl geholt. Er hat bei der Konzeption und Auswertung geholfen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen. Hierbei war es wichtig, dass Unternehmen, die aufgekauft worden oder bankrott gegangen sind, mit einbezogen wurden.

Bevor der Score aufgestellt wurde, musste zunächst ein Benchmark definiert werden, an dem man sich messen kann. Dafür hat AlleAktien sich die Dax-Familie, bestehend aus DAX, MDAX und SDAX genommen. Da Banken, Versicherungen und Immobiliengesellschaften nicht mit dem AAQS bewertet werden können, wurden diese außen vor gelassen.

Der Backtest startete im Jahr 2006, mit einer Gleichgewichtung aller Aktien. Diese Gleichgewichtung wird immer am 1. Juli eines Jahres wiederhergestellt. Zur Erstellung wurde das Bloomberg-EQS Tool verwendet.

Der AAQS-Benchmark hat bei dem Backtest deutlich besser als der DAX performt mit einer durchschnittlichen Rendite von 8,43 % p.a seit 01.07.2006 gegenüber einer Rendite von 5,88 % p.a im gleichen Zeitraum.

Risikominimierung bei hoher Rendite. Hierfür wurde ein Portfolio erstellt, welches ausschließlich Unternehmen mit 9 oder 10 Punkten beinhaltet. Sollte ein Unternehmen einen oder zwei Punkte verlieren, wird es zum 1. Juli verkauft. Das Portfolio hat im gleichen Zeitraum wie der Benchmark eine durchschnittliche Rendite von 12 % pro Jahr erzielt. Somit haben die Qualitätsunternehmen aus dem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) über 3 % mehr Rendite eingefahren, als die Dax-Familie.

Nun fragt man sich natürlich, ob die Überrendite am AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) liegt oder vielleicht doch an einem anderen zufälligen Faktor. Diese Frage muss man ehrlich beantworten: Es lässt sich nicht zu 100 % beweisen. Jedoch lässt sich sagen, dass das ganze Konzept von Grund auf selbst konstruiert wurde und erst danach ein Backtest durchgeführt wurde.

AlleAktien hat sich also vorher Gedanken gemacht, was ein Unternehmen wirklich zum Qualitätsunternehmen macht und was nicht. Hierbei haben sie sich zehn einzigartige Kriterien herausgesucht, die hervorragend zu den vier Haupteigenschaften passen. Der darauf basierende Backtest war erfolgreich. Aus diesem First-Principles-Approach geht AlleAktien stark davon aus, dass sich der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) in den kommenden Jahren wiederholen lässt.

Deutlicher Renditeunterschied in beide Richtungen. Zuletzt hat man sich die 10 besten und die 10 schlechtesten Aktien angeschaut und beide Portfolios mit dem Benchmark verglichen. Hierbei hat man auch nochmal geschaut, ob die 10/10 Punkten eine Überrendite zu den 9/10 Punkten bringen. Überraschenderweise hat das Portfolio 16,4 % erwirtschaftet. Im Portfolio mit den schlechtesten Aktien gab es eine negative Rendite von -3,4 %. Hier lässt sich also eine klare Tendenz abzeichnen - der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) vermeidet schlechte Investments.

1. Umsatzwachstum 10J > 5 % p.a.

Die grundlegendste Kennzahl. Diese Kennzahl betrachtet das durchschnittliche Umsatzwachstum der letzten 10 Jahre (CAGR). Langfristig gesehen werden Unternehmen immer wertvoller, wenn die Umsätze und Gewinne kontinuierlich gesteigert werden können.

Beispiel Microsoft: Im Jahr 2010 hat das Unternehmen 62 Mrd. USD an Umsatz erwirtschaftet. 2020 lag der Umsatz bei 143 Mrd. USD. Microsoft hat somit ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 8,7 % pro Jahr erwirtschaftet. Die Hürde von 5 % ist damit überschritten und es gibt einen Punkt im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS).

2. Umsatzwachstum in den kommenden 3 Jahren

Die Zukunft sollte sich aus der Vergangenheit ableiten lassen. Hier betrachtet man die durchschnittliche Wachstumsrate in der Zukunft, basierend auf Konsensschätzungen bei FactSet. Natürlich sollte man kein Investment auf den Einschätzungen der Analysten aufbauen, jedoch haben diese meistens eine gute Wahrnehmung und geben in etwa an, was der Markt erwartet. Hier betrachtet man die drei zukünftigen Jahre, denn der Unternehmenswert wird von den zukünftigen Umsätzen regelrecht abhängen.

Im besten Fall gelingt es einem Unternehmen, sowohl im Durschnitt der letzen 10 Jahre als auch in den Erwartungen der kommenden Jahre ein jährliches Umsatzwachstum von über 5 % zu erreichen. Auch hierfür gibt es einen Punkt im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS). Wichtig ist jedoch, dass ein stetig steigender Umsatz nicht viel wert ist, wenn die operativen Gewinne nicht auch stetig wachsen.

Beispiel Microsoft: 2020 hat das Unternehmen 143 Mrd. USD Umsatz erzielt. Die Analysten Schätzungen belaufen sich für 2023 auf 198 Mrd. USD. Daraus lässt sich ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 11,5 % ableiten. Auch das liegt über der 5 % Hürde und wird mit einem Punkt erfasst.

3. EBIT-Wachstum 10J > 5% p.a.

Profitabilität bei hohem Umsatz. Wie auch schon beim Umsatz schaut man sich jetzt die letzten 10 Jahre an, diesmal jedoch den operativen Gewinn (EBIT). Im Idealfall schafft es ein Unternehmen, auch das Gewinnwachstum stetig mit dem Umsatz zu steigern.

Oftmals sieht man bei noch unprofitablen Software Unternehmen, dass sie ein enorm hohes Umsatzwachstum haben, jedoch nur Verluste einfahren, da sie ihr Produkt mit hohen Rabatten anbieten. Bei den Aktionären kommt dann vom Wachstum und dem Kundenansturm recht wenig an.

Beispiel Microsoft: 2010 erzielte man 24 Mrd. USD als operativen Gewinn, 2020 waren es dann 53 Mrd USD. Daraus errechnet sich ein durschnittliches Gewinnwachstum von 8,2 %. Auch das gibt einen Punkt.

4. EBIT-Wachstum in den kommenden 3 Jahren

Gewinn sollte mit dem Umsatz wachsen. Diese Kennziffer betrachtet das durchschnittliche jährliche erwartete operative Gewinnwachstum in den kommenden drei Jahren.

Wie auch beim Umsatz, bringt eine Schätzung ein deutlich besseres Bild über die Erwartungen des Marktes. Denn der Wert einer Aktie ergibt sich aus allen zukünftig erwirtschafteten Cashflows, abgezinst auf den heutigen Tag.

Beispiel Microsoft: Im Jahr 2020 erzielte das Unternehmen einen operativen Gewinn von 53 Mrd. USD. Die Schätzungen für 2023 belaufen sich auf 78 Mrd. USD, was ein durchschnittliches Wachstum von 13,7 % bedeutet.

Mit diesen Punkten hat AlleAktien eine solide Grundlage geschaffen und man kann bereits die Unternehmen aussortieren, die nicht kontinuierlich durch alle Marktphasen hinweg gewachsen sind.

5. Verschuldung < 4x EBIT

Verschuldete Unternehmen eliminieren. Hier wird ein Punkt verteilt, wenn die Nettofinanzverschuldung des Unternehmens geringer als der vierfache operative Gewinn ist. Die Berechnung läuft wie folgt ab:

Alle zinstragenden Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig laufende Anleihen, Kredite,…) abzüglich dem Cashbestand des Unternehmens.

Der Vorteil dieses Kriteriums ist es, die Unternehmen herauszufiltern, die sehr hoch verschuldet sind. Sollte das Unternehmen nicht mehr mit den angehäuften Schulden umgehen können (z.B. durch steigende Zinsen), kann es schnell gefährlich für Aktionäre werden.

Um bei dem Beispiel zu bleiben. Microsoft hatte im Jahr 2020 lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 82 Mrd. USD. Der Cashbestand lag bei 137 Mrd. USD, wodurch Microsoft nicht nur schuldenfrei ist, sondern zusätzlich über eine Nettoliquidität von 55 Mrd. USD verfügte. Das ist ein wirkliches Vorzeigebeispiel und verdient somit den nächsten Punkt.

6. Gewinnkontinuität 10J

Sicheres Geschäftsmodell in sämtlichen Marktphasen. Für den nächsten Punkt muss das Unternehmen in den letzten 10 Jahren jedes Jahr einen Gewinn verzeichnet haben. Sollte ein Unternehmen in einem Jahr einen operativen Verlust erzielt haben, so bekommt es keinen Punkt. Auch hiermit werden Unternehmen bestraft, die nicht in jeder Marktphase gut aufgestellt waren.

Auch hier holt sich Microsoft den nächsten Punkt. Alle Jahre wurden mit einem positiven Ergebnis absolviert.

7. EBIT Drawdown 10J < -50 %

Krisenfest. Der operative Gewinn (EBIT) darf in den letzten 10 Jahren niemals um mehr als 50 % gegenüber dem vorherigen Rekordgewinn in der 10-Jahres-Periode eingebrochen sein. Nur wenn das gelungen ist, gibt es einen Punkt.

Beispiel Microsoft: Den höchsten Drawdown hat das Unternehmen im Jahr 2016 gesehen. Der Gewinn war um 26,1 % niedriger gegenüber dem vorherigen Rekordstand. Der Wert lag unter 50 %, wodurch Microsoft (US5949181045) den nächsten Punkt bekommt.

Mit den letzten drei Kriterien möchte der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) Unternehmen “bestrafen”, die sehr zyklische oder riskante Geschäftsmodelle haben. Damit fokussiert man sich auf ein solides Umsatz- und Gewinnwachstum, was durch eine ordentliche Finanzierung und stabile Erträge gestützt wird.

8. Eigenkapitalrendite > 15 %

Für weiteres Wachstum ist eine hohe Eigenkapitalverzinsung notwendig. Sollte es dem zugrunde liegenden Unternehmen gelingen, das Eigenkapital mit einer Rendite von mehr als 15 % zu verzinsen, dann gibt es einen weiteren Punkt.

Wenn ein Unternehmen wächst, müssen neue Grundstücke gekauft werden, Immobilien müssen gebaut werden, Maschinen und Ausrüstung müssen bezahlt werden und Mitarbeiter müssen eingestellt werden. Für die Finanzierung dieser Ausgaben ist eine hohe Eigenkapitalverzinsung notwendig.

Zur Berechnung: Microsoft: hatte 2020 ein Eigenkapital von 118 Mrd. USD, davon wird der Goodwill abgezogen (- 43 Mrd. USD) und man erhält das greifbare Eigenkapital von 75 Mrd. USD. Jetzt dividiert man den Nettogewinn durch das greifbare Eigenkapital und erhält die Eigenkapitalrendite (44 Mrd. USD / 75 Mrd. USD = 58,7 %).

Hiermit erhält Microsoft: einen weiteren Punkt, da das Unternehmen sehr profitabel ist und deutlich über der Schwelle von 15 % liegt.

9. ROCE > 15 %

Wenig Fremdkapital. Um einer Manipulation der Eigenkapitalrendite zu entgehen, schaut man sich noch die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital an (ROCE, Return on Capital Employed). Diese ähnelt zwar der Eigenkapitalrendite, kann jedoch nicht durch eine hohe Verschuldung manipuliert werden. Arbeitet das Unternehmen also mit sehr viel Fremdkapital, benötigt es nur wenig Eigenkapital, was in guten Zeiten mit niedrigen Zinsen gut funktionieren mag, in schlechten Zeiten jedoch schnell zum Problem werden kann.

Bei der Betrachtung der gesamten Kapitalverzinsung wird der operative Gewinn in Verhältnis zum dafür eingesetzten verzinslichen Kapital gesetzt. Das eingesetzte Kapital ist die Summe aus dem Eigenkapital (Eigenkapital abzgl. Goodwill) und den Nettofinanzschulden. Mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital erhalten wir eine aussagekräftige Kennzahl zur operativen Rentabilität eines Unternehmens, unabhängig von dessen Kapitalstruktur.

Bei Microsoft: ziehen wir also die Nettoliquidität (55 Mrd. USD) vom Eigenkapital (75 Mrd. USD) ab und erhalten 20 Mrd. USD als eingesetztes Kapital. Nun dividieren wir das EBIT (53 Mrd. USD) durch das eingesetzte Kapital und erhalten ein ROCE von 265 %.

Auch hier liefert Microsoft: einen absoluten Spitzenwert, wodurch ein weiterer Punkt erzielt wird. Grund für dieses beeindruckende Ergebnis ist die konservative Finanzierung.

10. Renditeerwartung > 10 %

Eine gute zukünftige Rendite. Sollte die Renditeerwartung über 10 % liegen, erhält das Unternehmen den Punkt für das zehnte Kriterium. Das ist die einzige Kennzahl, welche von der vergangenen Kursentwicklung abhängt.

Die Renditeerwartung wird nach dem IRR-Modell berechnet. Dabei gibt es zwei Hauptkomponenten: die Free Cash Flow-Rendite und das EBIT-Wachstum pro Jahr.

Um die Free Cash Flow-Rendite zu berechnen, dividiert man den Free Cashflow des laufenden Jahres durch die Marktkapitalisierung. Der Free Cashflow ist der Betrag, der am Ende des Jahres erwirtschaftet wurde und zur freien Verfügung steht.

Die zweite Renditequelle ist das EBIT-Wachstum. Das Modell nimmt an, dass die Aktie mit dem gleichen Multiplikator in der Zukunft bewertet wird. Somit muss der Aktienkurs dem steigenden Gewinn folgen, damit das KGV und die Bewertung konstant bleiben.

Microsoft: hatte 2020 eine Free Cash Flow-Rendite von 2,8 %. Das Ebit Wachstum der nächsten drei Jahre (13,7 % p.a. (Erwartung)) wird nun auf die Free Cash Flow-Rendite addiert und man erhält eine Renditeerwartung von 16,5 % pro Jahr. Damit erhält Microsoft (US5949181045) 10 von 10 Punkten und ist aus Sicht des AlleAktien Qualitätsscores (AAQS) ein absolutes Qualitätsunternehmen.

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