Japan Aktien

Japan ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Eulerpool hat für euch eine Liste der Aktien aus Japan zusammengestellt.

Japan Aktien

Japan ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die japanische Wirtschaft ist im letzten Jahrhundert auf eine beachtliche Größe angewachsen. Mit viel Kapitalismus, Fleiß und Innovationskraft schaffte es Japan, gegenüber den USA aufzuholen und von einem Schwellenland zu einer Weltmacht zu werden und hat einiges aufzuholen. Bei deutschen Investoren ist Japan jedoch nicht so bekannt bzw. beliebt.

Wieso ist dies der Fall und weshalb hat Japan einiges aufzuholen? Der Japan Crash 1986 und der Dauerkrisenzustand seit 1990 sind die Ursache. 1986 begann eine Zeit, die Japan seitdem schwer belasten sollte.

Japaner sowie ausländische Investoren sahen sehr viel Potential im japanischen Markt und begannen alle Vermögenswerte dort zu kaufen. Es entstand eine gewaltige Blase an Vermögenswerten. Gewöhnliche Unternehmen wurden mit KGVs von 100 und höher gehandelt. Der Nikkei 225 stieg auf einen Kurs von fast 39.000 Punkten. Diese Blase konnte sich fünf Jahre lang halten.

1992 kam es zum großen Crash in Japan und eine Menge Anlegergelder sind verloren gegangen. Nachdem erst starken Wirtschaftswachstum ist Japan in eine sehr lange Stagnation verfallen. Ein langanhaltendes geringes Produktionswachstum begann. Die Gesellschaft wurde immer älter, die Gehälter in Japan sind kaum gestiegen.

Heute ist Japan ein anderes Land. Shinzo Abe von der LDP wird 2012 der Ministerpräsident Japans. Er führt die sogenannten „Abenomics“ als wirtschaftliches Programm ein. Unter seiner Regierung schafft es Japan, wieder zu wachsen. Der Konsum nimmt zu. Wichtige Arbeitsplätze können wieder besetzt werden. Eine neue Ära für Japan beginnt.

Der Ministerpräsident Shinzo Abe hat folglich einen wirtschaftlich neuen Weg eingeschlagen, um wieder mehr Kapitalismus zu wagen. Die alte Bevölkerung in den Arbeitsmarkt zurückbringen und das Humankapital erhöhen. Japan entwickelt sich außerdem auch technologisch weiter. In der Vergangenheit war Japan bereits für Industrie und Technologie bekannt. Heute will Japan zu altem Glanz zurück. Es wird unter anderem in Roboter, erneuerbare Energien und Wasserstoff investiert.

Japan ist eine liberale Marktwirtschaft, die teilweise noch staatlich gelenkt wird. Im Verhältnis zu Deutschland sind die Steuern niedriger und Gesetze für Arbeitnehmer weniger strikt. Im September 2020 ist Abe in den Ruhestand gegangen. Obwohl er nur acht Jahre im Amt war, war das die längste Zeit, die ein Ministerpräsident in Japan jemals das Volk geführt hat.

Sein Nachfolger ist Yoshihide Suga. Er hat angekündigt, dass er mit Abes Politik nicht brechen möchte. Die Furcht der Politik sitzt tief, dass man das zarte Wachstum der japanischen Politik wieder beenden könnte. Das japanische Volk hat zu lange unter der schlechten wirtschaftlichen Lage gelitten. Die fehlenden Arbeitskräfte haben jedoch dazu geführt, dass Japan zu einer Hochburg für Industrieroboter wurde und die Automobilhersteller Japans konzentrieren sich auf Wasserstoffmobilität als Lösung gegen den Klimawandel, sehr innovativ.

Itochu, SoftBank, Nintendo und Sony sind die großen bekannten Firmen in Japan. Itochu ist ein eigenständiges Unternehmen und heute als eines der größten Handelsunternehmen der Welt aktiv. Dabei beschränkt man sich auf folgende Segmente: Nahrungsmittel, Maschinenbau, Energie & Chemikalien sowie Aktivitäten rundum Metalle, Rohstoffe, Textilien und Immobilien.

Softbank ist der größte Startup-Investor der Welt. Sie investieren in Startup-Geschäftsmodelle, die sich schon viele Jahre auf dem Markt etabliert, aber gleichzeitig noch enormes Potential nach oben haben. SoftBank investiert als klassischer „Venture Capitalist“ relativ spät innerhalb der Startup-Phase.

Nintendo ist vielleicht das bekannteste Gaming-Unternehmen der Welt. Und eines der ganz wenigen, die wirklich viele Jahrzehnte Bestand haben. Ähnlich wie Disney hat es Nintendo geschafft, Figuren und Marken zu schaffen, die unsere gesamte menschliche Kultur prägen: Super Mario, Donkey Kong, Legend of Zelda, Animal Crossing, Super Smash Bros und natürlich Pokemon. Das Medium ist beinahe egal: Spielkarten, Gameboy, Wii, Nintendo DS, Nintendo Switch oder eine App (Pokémon GO).

Sony ist der größte Elektronikkonzern Japans und ein echtes Konglomerat im Elektronikmarkt. Sony stellt Elektronikprodukte wie Kameras, Fernseher oder Smartphones her, hat ein großes Finanzierungsgeschäft, einen Musikverlag und ist eine der größten Gaming-Firmen der Welt. Sonys Playstation ist jedem auf der Welt bekannt.

Die Tokyo Stock Exchange. Sie ist die größte Börse Japans und der drittgrößte Börsenplatz der Welt, bezogen auf die Marktkapitalisierung der dort notierten Aktien (nach der New York Stock Exchange und der NASDAQ).

Die Osaka Exchange ist die zweitgrößte Wertpapierbörse Japans. Hier werden vor allem Derivate wie Futures und Optionen gehandelt. Die zweitgrößte Börse für Aktien ist die Nagoya Stock Exchange. Der Handel in Japan konzentriert sich jedoch überwiegend auf die Tokyo Stock Exchange.

Der Nikkei 225 ist der bekannteste Index aus Japan. Er wird meistens als Leitindex in Japan behandelt. Seine Berechnung basiert darauf, dass die einzelnen Aktien im Index mit ihrem Preis gewichtet werden, statt der Marktkapitalisierung. Das heißt, je höher der Kurs ist, umso mehr trägt dies zur Indexentwicklung bei.

Dieses Gewichtungsverfahren ist heutzutage recht unüblich, weshalb der Nikkei-Index in der Kritik steht, die japanische Wirtschaft nicht richtig zu repräsentieren. Der japanische Leitindex Nikkei konnte auch nach der Japankrise langfristig kaum Renditen erwirtschaften. Aktuell steht der Index bei über 27.000 Punkten.

Der Topix-Index wird von der Börse in Tokio herausgegeben und gilt als großer Konkurrent zum Nikkei. Er misst die Performance von über 2.000 Unternehmen und wird nach der Marktkapitalisierung gewichtet. Dadurch repräsentiert er die japanische Wirtschaft deutlich besser.

Der Börsenhandel in Japan läuft relativ kurz. Zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr wird gehandelt mit einer Stunde Mittagspause. Folglich wird zwischen 01:00 Uhr und 07:00 Uhr MEZ gehandelt.

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