Schweizer Aktien

Die Schweiz ist ein eher kleines Land, inmitten der Alpen, jedoch in der Welt für ihren Wohlstand bekannt. Eulerpool hat für euch eine Liste der Aktien aus Schweiz zusammengestellt.

Wohlstand in mitten der Alpen. Das Bruttoinlandsprodukt betrug rund 762 Mrd. USD in 2020. Die Schweiz hat jedoch nur 8,5 Mio. Einwohner aus 26 verschiedenen Kantonen.

Die Schweiz hat eine beachtliche Wirtschaftskraft. Die Wirtschaft ist in der Schweiz sehr gesundheits- und finanzlastig. In diesen Sektoren arbeiten die vermehrt größten und bekanntesten Unternehmen in der Schweiz, wie z.B. Roche oder die UBS.

Bei vielen auf der Welt ist die Schweiz bekannt für ihre niedrigen Steuern, weshalb einige u.a wohlhabende prominente Persönlichkeiten ihren Wohnsitz in die Schweiz verlagert haben.

Steuerdoppelbelastung. Die Schweiz ist ein Land, das für einen sehr freien Markt und geringe Steuern steht. In der Schweiz liegt die durchschnittliche Steuer für Unternehmen bei nur 14 % (Deutschland: 30 %). Denn in der Schweiz sind die Kursgewinne steuerfrei. Dividenden müssen jedoch besteuert werden.

Für deutsche Investoren sind es 35 % Steuer, von denen 15 % auf die deutsche Kapitalertragsteuer anrechenbar sind. Dadurch ergibt sich eine hohe, unschöne Doppelbesteuerung. Über einen Tax Voucher, den man bei seinem Broker erhält (teilweise kostenpflichtig), kann man die Steuer jedoch einfach wieder zurückfordern.

Eine Besonderheit in der Schweiz sind außerdem Sachdividenden, sogenannte Bhaltis. Der vielleicht bekannteste ist der Lindt Schokoladen Koffer im Wert von 200 CHF, den man als Aktionär einmal im Jahr bekommt.

Hier dominieren die Value Werte. Der weltweit größte Nahrungsmittelhersteller Nestlé, das Pharma- und Diagnostikunternehmen Roche und das Pharmaunternehmen Novartis sind bei Aktionären bekannt. Die drei Unternehmen gehören zu den Top 10 der größten Unternehmen in Europa und haben alle ihren Sitz in der Schweiz. Sie sind weltweit führend und produzieren gefragte Produkte in den Bereichen Konsum und Gesundheit.

Aber auch die Finanzbranche hat einen großen Einfluss auf die Schweizer Wirtschaft. Zürich ist ein Finanzzentrum in Europa und ein beliebter Standort für Banken. Bekannte Finanzunternehmen aus der Schweiz sind UBS (Bank & Vermögensverwalter), Julius Bär (Bank) und Partners Group (Private Equity).

Die bekannten Unternehmen Novartis und Roche haben ihren Hauptsitz in Basel, Nestle in Vevey und Lindt & Sprüngli in Kilchberg.

Zugang ist für ausländische Investoren nicht leicht. Schweizer Aktien können nicht mehr an europäischen Börsen gehandelt werden. Deshalb muss man den Umweg über eine Auslandsorder gehen, um sich Aktien der Schweizer Unternehmen in sein Depot zu legen.

Die wichtigsten Handelsplätze in der Schweiz sind SIX Swiss Exchange, die 1995 durch den Zusammenschluss der drei Börsen Genf, Basel und Zürich entstand, sowie die BX Swiss in Bern. Die erste Börse der Schweiz war die im Jahre 1850 gegründete Börse in Genf.

Der Swiss Market Index (SMI) hat einen Handelsumsatz von 1,2 Billionen CHF. Fünf Unternehmen vollzogen 2021 einen erfolgreichen Börsengang.

Der Leitindex der Schweiz ist der Swiss Market Index 20 (SMI 20), der die Rendite der 20 größten Schweizer Unternehmen zusammenfasst. Dabei ist die maximale Gewichtung einzelner Firmen im Index auf 18 % begrenzt, da es große Unterschiede in der Marktkapitalisierung der SMI-Firmen gibt.

Der SMI wurde am 30. Juni 1988 eingeführt. Sein Basiswert wurde zu dieser Zeit mit 1.500 Punkten festgelegt. Zur Zeit liegt der Index über 12.300 Punkten.

Ein Börsentag an der Schweizer Börse dauert von 06.00 Uhr bis 22.00 Uhr (MEZ).

Leider ist es jedoch für EU-Bürger wie oben aufgeführt aktuell recht kompliziert, Schweizer Aktien zu kaufen.