Frankreich Aktien

Die Wirtschaft in Frankreich ist nach BIP die drittgrößte in Europa. Eulerpool hat für euch eine Liste der Aktien aus Frankreich zusammengestellt

Frankreich erreichte in 2020 ein BIP von 2.599 Mrd. US-Dollar und ist damit nur knapp hinter dem Vereinigten Königreich. Die Währung in Frankreich ist der Euro. Der Leitindex der Franzosen ist der CAC 40. Er fasst die Rendite der 40 größten Unternehmen in Frankreich zusammen.

Die französische Wirtschaft ist ähnlich wie die deutsche Wirtschaft abhängig von der Konjunktur. Der größte Sektor in Frankreich ist der zyklische Konsum, der besonders durch Unternehmen aus der Luxusbranche wie LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy), Kering und Hermès sowie Unternehmen aus der Automobilindustrie wie z.B. Renault definiert wird.

Der Industriesektor ist allerdings auch sehr wichtig für Frankreich. Unternehmen wie Schneider Electric, Airbus und Vinci sind Global Player mit großem internationalen Einfluss.

Alle weiteren Sektoren wie der nichtzyklische Konsum oder Finanzen spielen mittlerweile keine allzu große Rolle mehr bei den Marktkapitalisierungen der französischen Unternehmen.

Frankreich ist ein zentral regiertes Land mit einer engen Verbundenheit zwischen Wirtschaft und Staat. Der französische Staat setzt sich für Arbeitnehmerrechte und einen kontrollierten Kapitalismus ein. Bei vielen wichtigen Entscheidungen haben die Politik und Mitarbeiter ein Mitspracherecht. Zum Beispiel bei Übernahmen und Fusionen können Mitarbeiter aktiv widersprechen und die Übernahme so verhindern. Genauso hat der französische Staat beispielsweise auch das Unternehmen Hermès vor feindlichen Übernahmen geschützt.

Der Finanzmarkt in Frankreich ist ebenfalls reguliert. Auf jeden Aktienkauf müssen Anleger 0,3 % des Kaufpreises als Finanztransaktionssteuer zahlen. Das gilt auch für deutsche Anleger, die ihre Aktien an einer deutschen Börse kaufen. Außerdem ist die Steuer auf Dividenden höher als 25 %. 2021 müssen Anleger 26,5 % Quellensteuer auf Dividenden aus Frankreich bezahlen, davon sind nur 12,8 %-Punkte anrechenbar auf die deutsche Kapitalertragssteuer. Es entsteht eine Doppelbelastung für Privatanleger aus Deutschland. Statt rund 26,4 % Steuersatz wie bei deutschen Dividenden, muss man auf französische Dividenden 39,4 % an Steuern zahlen. In 2022 wird die Quellensteuer zumindest auf 25 % gesenkt. Es gibt jedoch Wege, die Steuer zu umgehen. Eine Rückerstattung ist leider aufgrund der hohen Kosten nur bei sehr großen Summen empfehlenswert.

Dort lässt sich vor allem LVMH hervorheben. Nach Marktkapitalisierung gehört es zu den größten Unternehmen Europas mit einer Marktkapitalisierung von über 300 Mrd. Euro. Laut Börsenwert war es zeitweise in 2021 sogar das wertvollste Unternehmen Europas. Weitere große Unternehmen sind Total (Öl&Gas), Sanofi (Pharma), Airbus (Luftfahrtindustrie) , Air Liquide (Industrie) oder AXA im Bereich der Finanzen. Auch die Bank BNP Paribas ist bei vielen Aktionären aufgrund der in Deutschland gelisteten Consorsbank sehr bekannt.

Die BNP hat ihren Sitz in der Hauptstadt Paris. Ebenfalls in Paris ansässig sind AXA, Sanofi, Air Liquide und auch L’Oréal. Ebenfalls die Luxusmarken LVMH und Hermès haben ihren Sitz in Paris. Man erkennt die Macht und das Prestige, welche Paris über Frankreich hinaus ausstrahlt.

Euronext ist in Frankreich ein bekannter Handelsplatz. Euronext ist jedoch auch eine internationale Börse bzw. ein Börsenverbund mit weiteren Handelsplätzen in Amsterdam, Brüssel, Dublin, Lissabon, Mailand und Oslo.

Der CAC 40 umfasst die 40 umsatzstärksten französischen Aktiengesellschaften, die an der Euronext Paris gehandelt werden. Der Indexstand wird ausschließlich auf Grund der Aktienkurse ermittelt. Die drei größten Unternehmen im CAC 40 sind LVMH, Sanofi und L’Oréal.

Der CAC 40 wurde am 31. Dezember 1987 mit einem Basiswert von 1.000 Punkten zum ersten Mal veröffentlicht. Aktuell steht der Leitindex bei knapp über 6.900 Punkten.

Die Handelszeiten der Euronext in Paris sind von 09:00 – 17:30 Uhr (MEZ).