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7.5.2024, 18:01

Infineon senkt erneut Chip-Prognose: Automarkt bremst

Deutscher Chiphersteller prognostiziert Umsatzrückgang: Ziel sind etwa 15,1 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr bis September.

Infineon Technologies, ein führender deutscher Halbleiterhersteller, hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2024 erneut gesenkt und rechnet nun mit einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die Firma erwartet nun Einnahmen von etwa 15,1 Milliarden Euro, plus oder minus 400 Millionen Euro, gegenüber 16,31 Milliarden Euro im Fiskaljahr 2023. Die erwartete Gewinnmarge vor Segmentergebnissen wird auf rund 20% prognostiziert, ein deutlicher Rückgang von 27% im Vorjahr.

Diese Korrektur erfolgt vor dem Hintergrund einer verlangsamten Wachstumsdynamik im Automobilsektor, der als einer der Hauptmärkte von Infineon gilt. Ursprünglich hatte das Unternehmen einen Umsatz von etwa 16 Milliarden Euro und eine Segmentergebnismarge im niedrigen bis mittleren 20-Prozent-Bereich angepeilt.

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres, das Ende März abgeschlossen wurde, meldete Infineon einen Umsatzrückgang auf 3,63 Milliarden Euro von 4,12 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn fiel auf 394 Millionen Euro von 826 Millionen Euro, während das Segmentergebnis von 1,18 Milliarden Euro auf 707 Millionen Euro zurückging, was einer Marge von 19,5% entspricht.

Die aktuellen Zahlen liegen nahe an den Analystenschätzungen, die von einem Umsatz von knapp 3,60 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 397,34 Millionen Euro ausgingen. Das Segmentergebnis wurde leicht besser als die erwarteten 647,67 Millionen Euro erzielt.

Diese Ergebnisse spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen Infineon in einem sich wandelnden Marktumfeld konfrontiert ist, und verdeutlichen die Notwendigkeit für das Unternehmen, seine Strategien kontinuierlich anzupassen, um seine Marktstellung zu behaupten und langfristiges Wachstum zu sichern.

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