Sterbekassen Definition

Das Eulerpool Wirtschaftslexikon definiert den Begriff Sterbekassen für Deutschland.

Sterbekassen Definition

Die besten Investoren haben Eulerpool

Für 2 € sichern

Sterbekassen

Sterbekassen sind besondere Formen der Versorgungseinrichtungen in Deutschland, die hauptsächlich von Berufsständen wie Ärzten, Apothekern und Rechtsanwälten genutzt werden.

Diese Einrichtungen dienen der finanziellen Absicherung der Mitglieder im Todesfall und bieten ihnen und ihren Hinterbliebenen einen umfassenden Schutz. Sterbekassen unterscheiden sich von anderen Versorgungseinrichtungen durch ihre spezifische Zielsetzung und die Art der Leistungen, die sie erbringen. Eine Sterbekasse funktioniert auf der Grundlage eines Solidaritätsprinzips, bei dem die Mitglieder regelmäßige Beiträge einzahlen, um im Ernstfall eine finanzielle Unterstützung zu erhalten. Diese Beiträge werden von der Sterbekasse verwaltet und gemeinschaftlich genutzt, um die Risiken des Todesfalls abzudecken. Die Höhe der Beiträge hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter und dem Geschlecht der Mitglieder sowie der gewünschten Versorgungsleistung. Im Todesfall zahlt die Sterbekasse an die Hinterbliebenen eine vorher festgelegte Summe, die als Sterbegeld bezeichnet wird. Dieses Sterbegeld dient dazu, die Kosten für die Bestattung und andere mit dem Tod zusammenhängende Ausgaben zu decken. Die genaue Höhe des Sterbegeldes variiert je nach Sterbekasse und kann auch von individuellen Vereinbarungen abhängen. Zusätzlich zum Sterbegeld bieten viele Sterbekassen auch weitere Leistungen an, wie zum Beispiel eine finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen in Form von Witwengeld oder Waisengeld. Diese Leistungen können je nach der konkreten Satzung der Sterbekasse stark variieren. Sterbekassen werden in Deutschland von verschiedenen Verbänden und Organisationen verwaltet, die spezielle Anforderungen erfüllen müssen, um als Versorgungseinrichtung anerkannt zu werden. Diese Einrichtungen unterliegen der umfassenden Aufsicht durch die zuständigen Behörden und müssen bestimmte rechtliche und finanzielle Anforderungen erfüllen, um eine nachhaltige und sichere Versorgung der Mitglieder zu gewährleisten. In Zusammenfassung bieten Sterbekassen eine wichtige Form der finanziellen Absicherung für bestimmte Berufsstände in Deutschland. Durch ihre solidarische Struktur und die angebotenen Leistungen tragen sie zur finanziellen Stabilität und dem Schutz der Hinterbliebenen im Todesfall bei. Die Nutzung einer Sterbekasse ist für die Mitglieder mit einer Verantwortung verbunden, regelmäßige Beiträge zu leisten, um den Kassenbetrieb aufrechtzuerhalten und den gemeinschaftlichen Nutzen zu gewährleisten.
Diese Artikel könnte Sie auch interessieren

Ertragspotenzial

Ertragspotenzial ist ein wichtiges Konzept für Anleger in den Kapitalmärkten, insbesondere im Bereich der Aktien, Kredite, Anleihen, Geldmärkte und Kryptowährungen. Es bezieht sich auf die Fähigkeit eines Wertpapiers, langfristig Erträge...

fixer Verbrauch

Definition: Fixer Verbrauch Der Begriff "Fixer Verbrauch" bezieht sich auf eine spezielle Form des Verbrauchs, bei der die Ausgaben für einen bestimmten Zeitraum fest eingeplant und nicht flexibel verändert werden können....

Abtretungsverbot

Abtretungsverbot ist ein juristischer Begriff, der insbesondere im Zusammenhang mit Kreditverträgen, Schuldscheindarlehen und Anleihen von großer Bedeutung ist. Das Abtretungsverbot, auch als "Non-Assignment Clause" bekannt, ist eine vertragliche Vereinbarung, die...

Payment Guarantee

Zahlungsgarantie - Definition und Erklärung Eine Zahlungsgarantie ist ein Vertrag, der von einer Bank oder einem Finanzinstitut ausgestellt wird, um die Zahlung einer Schuld zu garantieren. Sie wird häufig im Rahmen...

Reiseveranstalter

Titel: Reiseveranstalter - Definition, Funktionen und Bedeutung für Investoren Ein Reiseveranstalter ist ein Unternehmen, das sich auf die Organisation und Durchführung von Reisen und touristischen Dienstleistungen spezialisiert hat. In der Welt...

Absatzkommunikationspolitik

Die Absatzkommunikationspolitik ist eine wesentliche Komponente des Marketing-Mix und bezieht sich auf die Planung, Entwicklung und Umsetzung von Kommunikationsstrategien und -instrumenten, um die Ziele eines Unternehmens im Bereich des Absatzes...

Neukeynesianisches Grundmodell mit begrenzter Rationalität

Neukeynesianisches Grundmodell mit begrenzter Rationalität ist ein ökonomisches Modell, das auf den neuesten Erkenntnissen der Neukeynesianischen Theorie basiert und die begrenzte Rationalität der Akteure berücksichtigt. Dieses Modell bietet eine umfassende...

Hauspflege

"Hauspflege" bezieht sich auf eine weitreichende Investitionsstrategie, bei der Anleger kontinuierliche Bemühungen unternehmen, um den Wert und die Performance ihres Portfolios zu erhalten und zu steigern. Der Begriff kann wörtlich...

Einheitswertzuschlag

Der Einheitswertzuschlag ist eine Abgabe, die in Deutschland im Rahmen der Bewertung von Grundstücken und Immobilien erhoben wird. Er dient dazu, den Einheitswert anzupassen und somit eine gerechtere Grundlage für...

Aufbewahrungspflicht

Aufbewahrungspflicht beschreibt die rechtliche Verpflichtung einer Person oder einer Organisation, bestimmte Dokumente und Aufzeichnungen für eine festgelegte Zeitspanne aufzubewahren. Diese Pflicht gilt insbesondere für Unternehmen und Finanzinstitute, in denen sensible...