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Carnival warnt: Brückeneinsturz drückt Gewinn!

Ein Kreuzfahrtschiff des Betreibers stach ganzjährig in See aus dem Hafen von Baltimore.

30. März 2024, 13:00

Die Carnival Corporation, ein Betreiber von Kreuzfahrtschiffen, warnt vor negativen Auswirkungen auf das Jahresergebnis aufgrund des Einsturzes einer Schlüsselbrücke in Baltimore, der den Schiffsverkehr in einem von Carnival genutzten Hafen zum Erliegen gebracht hat. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die Störung mit bis zu 10 Millionen Dollar auf den jährlichen bereinigten Gewinn auswirken wird. Ein Schiff der Carnival Cruise Line sei ganzjährig von Baltimore aus in See gestochen, teilte Chief Executive Josh Weinstein in einer Telefonkonferenz mit Investoren mit. Das Unternehmen habe jedoch einen vorübergehenden Liegeplatz für dieses Schiff in Norfolk, Virginia, sichern können, "was helfen sollte, betriebliche Änderungen zu minimieren."

Die Aktien von Carnival blieben im späten Vormittagshandel nahezu unverändert. Im vergangenen Jahr hat die Aktie um mehr als 90% zugelegt. Der Gewinneinbruch in Baltimore sei in der Jahresprognose des Unternehmens noch nicht berücksichtigt. Carnival hat seine Prognose für den bereinigten Jahresgewinn um fünf Cent pro Aktie auf 98 Cent pro Aktie angehoben.

Für das am 29. Februar endende erste Geschäftsquartal meldete Carnival einen Verlust von 214 Millionen Dollar oder 17 Cent pro Aktie, eine Verbesserung gegenüber dem Verlust von 693 Millionen Dollar oder 55 Cent pro Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Bereinigung um einmalige Posten, einschließlich Kosten für die Tilgung und Modifikation von Schulden, betrug der bereinigte Verlust 14 Cent pro Aktie. Analysten hatten laut FactSet mit einem bereinigten Verlust von 18 Cent pro Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg um fast 22% auf 5,41 Milliarden Dollar, lag aber unter den von Analysten erwarteten 5,42 Milliarden Dollar.

Weinstein erklärte, dass es dem Unternehmen gelingt, höhere Preise an die Kunden weiterzugeben, ohne die Nachfrage zu beeinträchtigen. Die Kunden buchten zudem früher als historisch üblich, was Carnival das Vertrauen gibt, seine Schiffe diesen Sommer ohne Last-Minute-Rabatte füllen zu können. Chief Financial Officer David Bernstein erklärte, dass höhere Preise, höhere Ausgaben an Bord und eine steigende Belegung helfen, die finanziellen Auswirkungen der Unterbrechungen der Kreuzfahrten, die durch den Konflikt im Roten Meer verursacht wurden, mehr als auszugleichen.

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