Neuer Wind in der Führungsetage: Cavaliers setzen auf Stabilität und Langfristigkeit

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In der NBA wird gerne von Dynastien und gestandenen Teams gesprochen, doch es sind die strukturellen Veränderungen hinter den Kulissen, die oft den Grundstein für Erfolg legen. Die Cleveland Cavaliers, aktuell auf dem sechsten Platz in der Eastern Conference, demonstrieren dies eindrucksvoll. Nach dem deutlichen 111-91 Sieg gegen die Utah Jazz ist offensichtlich, dass sie mehr als nur ein Playoff-Kandidat sind. Dieser Aufschwung ist nicht nur auf das Spielfeld und die Entwicklung von Darius Garland, Jarrett Allen und dem Neuling Evan Mobley zurückzuführen, sondern auch auf die neu gewonnene Stabilität im Klub. Kürzlich hat der Präsident des Teams, Koby Altman, eine Vertragsverlängerung bis zur Saison 2027-28 erhalten und somit ein deutliches Zeichen von Vertrauen und Kontinuität erfahren. Diese Entwicklung folgt auf die Vertragsverlängerung von Coach J.B. Bickerstaff, die ihn möglicherweise bis zur Saison 2026-27 an die Cavaliers binden könnte. Bezeichnend ist hierbei, dass beide Persönlichkeiten von Bret Just vertreten werden, einem der einflussreichsten Agenten im Basketballgeschäft. Die Geschicke des Teams wurden in der Vergangenheit häufig von Inhaber Dan Gilbert geleitet. Seit seinem Schlaganfall im Mai 2019 scheinen jedoch Zeichen der Veränderung spürbar. Gilbert zeigt sich seltener öffentlich und hat sich etwa von seinem Anteil am Cleveland Casino zurückgezogen. Auch die Öffnung von Quicken Loans für die Öffentlichkeit, ein Schritt, den Gilbert einst ausgeschlossen hatte, manifestiert diesen Wandel. Sein Sohn Grant tritt zunehmend in Erscheinung und ist nach seinem Abschluss in Michigan als Direktor für Content und Markenstrategie Teil des Klubmanagements geworden, was Spekulationen über eine mögliche Nachfolge anheizt. Die Entscheidung für mehr beständige Führung wirkt sich positiv auf die Cavaliers aus. So zeigt sich, dass langfristiges Denken, das bei den Cleveland Guardians unter der Ägide der Dolan-Familie praktiziert wird, nun auch bei den Cavs Einzug hält. Dies steht im Kontrast zu der bisher oft zu beobachtenden Fluktuation an Schlüsselpositionen innerhalb des Teams, worunter auch die Nachhaltigkeit litt. Die Zukunft mag ungewiss sein, und es bleibt abzuwarten, ob Bickerstaff und Altman ihre Vertragslaufzeiten vollständig erfüllen. Sollte dies der Fall sein, könnten sie zu den dienstältesten Cavaliers-Vertretern seit den Zeiten von Lenny Wilkens und Wayne Embry avancieren, die einst die goldenen Zeiten des Klubs einläuteten. Altman hat sich die Verlängerung unter anderem durch geschickte Züge in der Offseason verdient, wie die Verpflichtungen von Ricky Rubio und Lauri Markkanen, die wesentliche Lücken im Kader schlossen. Die Cavaliers profitierten zudem von der gelungenen Implementierung dreier 7-Fuß-Spieler in die Startaufstellung, was sie zu einem der besten defensiven Teams der Liga macht. Auch Veteran Kevin Love blüht in einer Rolle als Einwechselspieler wieder auf und erinnert an die Zeiten, als er mit den Cavaliers Geschichte schrieb. Das überraschende Comeback der Kavaliere ist nicht zuletzt das Produkt einer bisher ungewohnten Geduld der Eigentümer, die nun mit einer jungen und aufstrebenden Mannschaft belohnt wird. Für die Cavaliers scheint eine neue Ära anzubrechen – eine Ära, in der sie etwas erleben, das ihnen zuvor oft fehlte: Zeit.
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