Bitkom: Mehr Cyberangriffe aus China und Russland

13.5.2024, 19:00

Cyberangriffe steigen: Digitalverband meldet jährlichen Schaden von 148 Milliarden Euro, Tendenz zunehmend.

Die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen hat neue Aufmerksamkeit erregt. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom, berichtete von einer besorgniserregenden Zunahme der Angriffe, insbesondere aus Russland und China. „Im letzten Jahr haben wir eine Verdopplung der Angriffe aus Russland und eine Steigerung um 50 Prozent bei den Vorfällen aus China verzeichnet“, erklärte Rohleder im ZDF-Morgenmagazin. Etwa 80 Prozent der betroffenen Unternehmen seien durch russische Cyberaktivitäten geschädigt worden.

Die wachsenden Cyberbedrohungen betreffen nicht nur die Privatwirtschaft, sondern auch kritische Infrastrukturen, wie die Energieversorgung und Krankenhäuser. Der jährliche Gesamtschaden durch Cyberangriffe in Deutschland beläuft sich auf schätzungsweise 148 Milliarden Euro. Laut Rohleder stehen hinter diesen Angriffen oft organisierte Kriminelle und ausländische Geheimdienste, die entweder finanzielle Gewinne erzielen oder erheblichen Schaden anrichten wollen.

Zur gleichen Thematik wird Bundesinnenministerin Nancy Faeser zusammen mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, das aktuelle „Bundeslagebild Cybercrime 2023“ in Wiesbaden vorstellen. Dieser Bericht bestätigt den Trend einer steigenden Anzahl von Cyberdelikten, die von außerhalb Deutschlands verübt werden, und einen Anstieg der damit verbundenen Schadenssummen.

Die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität betont die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und sich auf den Schutz ihrer digitalen und physischen Ressourcen zu konzentrieren.

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