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1.5.2024, 15:00

Lufthansa kürzt die Kapazitäten

Rückgang der Stückumsätze im zweiten Quartal erwartet, Kunden zögern bei kurzfristigen Buchungen.

Deutsche Lufthansa AG sieht sich trotz eines gestiegenen Verlusts im ersten Quartal und eines gesenkten Kapazitätsausblicks für 2024 optimistisch für die zweite Jahreshälfte. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal einen Nettoverlust von 734 Millionen Euro, gegenüber einem Verlust von 467 Millionen Euro im Vorjahr, bei einem Umsatzanstieg um 5% auf 7,39 Milliarden Euro.

Die Fluggesellschaft rechnet für das laufende Jahr nun mit einer Kapazität von etwa 92% des Niveaus von 2019, im Vergleich zu zuvor prognostizierten 94%. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund von Verzögerungen bei der Flugzeugauslieferung und Streiks, die das Ergebnis des ersten Quartals beeinträchtigten.

Für das zweite Quartal erwartet Lufthansa einen Rückgang der Stückerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich, was teilweise durch die Zurückhaltung der Kunden bei kurzfristigen Buchungen für April und Mai bedingt ist. Die Stückkosten sollen im gleichen Zeitraum ebenfalls leicht steigen.

Trotz dieser Herausforderungen im ersten Halbjahr bleibt die Gruppe zuversichtlich, dass das Betriebsergebnis im zweiten Halbjahr über dem Vorjahresniveau liegen wird. Für das dritte Quartal wird eine Kapazität von mehr als 95% des Vorkrisenniveaus erwartet, wobei die Stückerlöse im Jahresvergleich ebenfalls steigen sollen.

Die Gruppe, zu der neben Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings gehören, meldete zudem, dass die Sommerbuchungen um 16% über dem Vorjahresniveau liegen und die globale Nachfrage, insbesondere von Privatreisenden, weiterhin stark sei.

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