Powell zögert: Zinssenkung erst nach Datenanalyse

4.4.2024, 10:00

Powell zögert: Fed-Chef wartet auf mehr Wirtschaftsdaten, bevor er über Zinssenkungen entscheidet.

4. Apr. 2024, 10:00

Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), signalisierte Zurückhaltung hinsichtlich einer baldigen Leitzinssenkung. Er betonte bei einem Auftritt an der Standford University in Palo Alto die Notwendigkeit, weitere Wirtschaftsdaten zu beobachten, bevor Maßnahmen ergriffen werden.

Powell unterstrich, dass die Zinssätze erst gesenkt würden, wenn die Inflation nachhaltig in Richtung des 2-Prozent-Ziels tendiere. "Wir haben die Zeit, uns von den kommenden Daten leiten zu lassen", so Powell.

Trotz eines Anstiegs der Inflationsrate im Februar sieht der Fed-Vorsitzende das Gesamtbild durch die jüngsten Daten nicht grundlegend verändert. Die Notenbank hielt ihre Leitzinsen zuletzt stabil, mit Markterwartungen, die eine erste Zinssenkung im Sommer vorhersagen.

Powells Aussagen führten zu einer Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, der auf ein Tageshoch von 1,0836 Dollar stieg. Gleichzeitig gaben die Renditen am US-Anleihemarkt nach, während die US-Aktienmärkte leichte Zuwächse verzeichneten.

Dennoch blieben größere Kursbewegungen aus. Diese vorsichtige Haltung reflektiert die Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung und die Inflationsdynamik, während die Fed auf ein ausgewogenes Maß zwischen Wachstumsförderung und Inflationskontrolle abzielt.

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