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6.5.2024, 12:01

Aktivisten gegen Tesla: Neue Proteste in Grünheide

Protestcamp in Grünheide mobilisiert: Aktivisten kündigen Aktionen gegen Teslas Werkserweiterung nächste Woche an.

In Grünheide brodelt es weiter: Aktivisten des Protestcamps gegen die Tesla-Werkserweiterung kündigen für die nächste Woche verstärkte Protestaktionen an. Die Initiative "Tesla stoppen" plant zusammen mit der Bündnisinitiative "Tesla den Hahn abdrehen" und dem Zusammenschluss antikapitalistischer Klimaschutzbewegungen "Disrupt" eine Serie von Veranstaltungen. Dazu zählen Proteste direkt in Grünheide und eine Demonstration in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam.

Die Aktionen sollen neben klassischen Demonstrationen auch "dezentrale Proteste und zivilen Ungehorsam" umfassen, erläutert eine Sprecherin von "Disrupt". Workshops sind ebenfalls Teil des Programms, um die Teilnehmer in Sachen Klimaschutz weiterzubilden und für den Widerstand gegen die Erweiterung der Tesla-Autofabrik zu mobilisieren.

Im Zentrum der Kritik steht die geplante Rodung eines Waldstücks für die Erweiterung der Fabrik, die bereits in einer lokalen Befragung auf Ablehnung der Mehrheit der Grünheider Bürger stieß. Die Gemeinde hat vorgeschlagen, die Rodung auf etwa die Hälfte zu reduzieren.

Im Wald nahe der Fabrik leben zwischen 20 und 100 Menschen im Protestcamp. Sie schlafen in Baumkonstruktionen oder Zelten und halten das Gebiet seit Ende Februar besetzt. Versuche der Polizei, strenge Auflagen durchzusetzen, scheiterten zuletzt am Verwaltungsgericht in Potsdam, obwohl das Brandenburger Innenministerium die Waldbesetzer als potenzielle Brandgefahr einstuft. Derzeit herrscht in Brandenburg mittlere Waldbrandgefahr, die laut Deutschem Wetterdienst in den nächsten Tagen abnehmen soll.

Diese Protestaktionen symbolisieren einen weiteren Höhepunkt in der Auseinandersetzung um die umwelt- und klimapolitischen Implikationen der industriellen Expansion von Tesla in Deutschland.

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