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thyssenkrupp: Stahlsparte baut Jobs ab

Thyssenkrupp Steel plant Einschnitt: In Duisburg sollen Produktionskapazitäten massiv gekürzt werden – Deutschlands Stahlriese im Umbruch.

12. Apr. 2024, 08:00

thyssenkrupp Steel, Deutschlands führender Stahlproduzent, kündigt an, die Produktionskapazitäten am Standort Duisburg erheblich zu reduzieren. Diese Entscheidung wird zwangsläufig den Abbau von Arbeitsplätzen nach sich ziehen, wobei die genaue Zahl noch ungewiss ist. Die Kürzungen betreffen sowohl die Produktion als auch nachgelagerte Weiterverarbeitungsstufen sowie Verwaltungs- und Dienstleistungsbereiche. Die Stahlsparte beschäftigt derzeit etwa 27.000 Mitarbeiter, davon 13.000 in Duisburg. Bis Ende März 2026 besteht eine Beschäftigungsgarantie, und das Unternehmen strebt an, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

Die Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhalten und die Zukunft der Stahlproduktion in Duisburg sichern, indem hochwertige Arbeitsplätze langfristig gesichert und die Grundversorgung mit Stahl für die industrielle Wertschöpfung in Deutschland widerstandsfähig gemacht werden. Um Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu steigern, sind tiefgreifende Optimierungen im Produktionsverbund geplant. Ziel ist es, die installierten Produktionskapazitäten auf etwa 9 bis 9,5 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren, was etwa dem Produktionsniveau der letzten drei Jahre entspricht. Die derzeitige Kapazität liegt bei rund 11,5 Millionen Tonnen jährlich.

Die Neuaufstellung des Unternehmens erfolgt in Reaktion auf die anhaltend schwache Konjunktur und strukturelle Veränderungen im europäischen Stahlmarkt, darunter hohe Energiekosten und zunehmenden Importdruck, hauptsächlich aus Asien. Die Pläne werden nun weiter ausgearbeitet und anschließend mit den Mitbestimmungsorganen sowie den zuständigen Gremien des Stahlbereichs diskutiert.

thyssenkrupp Steel hält an seinem Ziel fest, die Produktion in Richtung klimaneutraler Stahlerzeugung umzubauen. Der Bau der ersten Direktreduktionsanlage in Duisburg wird mit staatlicher Förderung fortgesetzt, und das Unternehmen verpflichtet sich, bis spätestens 2045 vollständig klimaneutral zu produzieren.

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