Zähe Verhandlung um Feuerpause im Gaza-Konflikt

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Das Tauziehen um eine Friedenslösung im andauernden Gaza-Konflikt gestaltet sich zunehmend schwierig. Die Hoffnung auf eine baldige Feuerpause und die Freilassung von Geiseln trifft auf vermehrte Hürden. Insbesondere die Uneinigkeit innerhalb der Führungsebene der Hamas erschwert die Gespräche, so berichtete das "Wall Street Journal". Jihia al-Sinwar, der Hamas-Chef im Gazastreifen, signalisierte zwar Bereitschaft, einem Vorschlag für eine sechs Wochen andauernde Feuerpause zuzustimmen, doch die im Exil befindliche politische Führungsriege der Hamas verlangt weiterreichende Garantien mit dem Ziel, eine dauerhafte Waffenruhe zu erzielen. Hochrangige Geheimdienstvertreter der USA, Israels, Ägyptens und Katars diskutierten kürzlich in Paris einen Entwurf, der eine vorläufig befristete Feuerpause vorsieht, gekoppelt mit der etappenweisen Freigabe von im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln als Gegenleistung für palästinensische Gefangene. Doch auch das israelische Kriegskabinett hat die Vorlage noch nicht gutgeheißen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, er sei nicht gewillt, zu jedem Preis einem Abkommen zuzustimmen. Die Beendigung des Krieges, der Abzug der Truppen sowie die Freilassung "Tausender Terroristen" für einen Geiselaustausch stehen für Netanjahu nicht zur Debatte. Die Druckwelle, die von Angehörigen der mehr als 250 von der Hamas entführten Geiseln während ihres beispiellosen Terrorangriffs auf Israel am 7. Oktober ausgeht, verstärkt sich. Nach Schätzungen befinden sich noch immer über 130 Menschen in der Gewalt der Hamas. Angehörige in Israel fordern Netanjahu und seine rechtsgerichtete Regierung mit Nachdruck auf, eine neue Übereinkunft für die Freilassung der Entführten auszuarbeiten.
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