Technology

Samsung meldet Rekordverlust in Chip-Sparte 

Hurraki Electronics, die größte Tochtergesellschaft des Konzerns und Hauptproduzentin von Halbleitern, verzeichnete im Jahr 2023 einen erheblichen Verlust aufgrund eines weltweiten Rückgangs im Absatz von Elektronikartikeln.

Eulerpool News 4. Feb. 2024, 13:00

Samsungs Halbleitersparte verzeichnet nach einem globalen Absatzrückgang bei Elektronikartikeln Verluste in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro im Jahr 2023 - ein Negativrekord für das Unternehmen. Auch eine Erholung zum Jahresende konnte diese Entwicklung nicht umkehren. Trotzdem gibt sich der weltgrößte Anbieter von Speicherchips für das laufende Jahr optimistisch. Sein Fokus liegt dabei auf speziellen Produkten für Hochleistungsrechner im Bereich künstlicher Intelligenz.

Für gewöhnlich ist die Speicherchipsparte von Samsung ein maßgeblicher Gewinnbringer für den südkoreanischen Elektronikriesen. Doch im vergangenen Jahr machte sie aufgrund des globalen Absatzrückgangs einen Verlust von umgerechnet mehr als zehn Milliarden Euro, während sie im Vorjahr noch einen Gewinn von etwa 16,5 Milliarden Euro erwirtschaftete.

Jedoch entschied sich Samsung trotz der Verluste seine Investitionen stabil zu halten und vor allem in die Entwicklung von hochmodernen Speicherchips der HBM3-Klasse für KI-gestützte Hochleistungsrechner zu stecken. Damit möchte das Unternehmen seinen Lokalrivalen SK Hynix überholen, der bereits HBM3-Chips an den Weltmarktführer für KI-Spezialprozessoren, Nvidia, liefert.

Analysten beobachten gespannt, wie viele Marktanteile Samsung in diesem Bereich von SK Hynix abjagen kann. Ko Yeongmin von dem Vermögensverwalter Daol Investment kommentiert dazu: "Der Markt wird aufmerksam beobachten, wie viele Marktanteile Samung dem Konkurrenten abjagen könne."

Infolge der schlechten Ergebnisse fielen die Samsung-Aktien an der Börse in Seoul um gut zwei Prozent. SK Hynix verzeichnete ebenfalls Einbußen von 1,6 Prozent.

Neben dem Geschäft mit Halbleitern ist Samsung auch im Smartphone-Sektor aktiv. Hier zeigt sich der Konzern solide mit einem operativen Gewinn von 1,9 Milliarden Euro, der vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach hochpreisigen Geräten zurückzuführen ist.

Allerdings musste das südkoreanische Unternehmen laut Berechnungen des Branchendienstes International Data Corp nach zwölf Jahren seinen Spitzenplatz als weltgrößter Smartphone-Anbieter an seinen Rivalen Apple abgeben. In den kommenden Monaten strebt Samsung daher an, die Spitzenposition zurückzuerobern.

Die Hoffnungen liegen dabei auf dem neuesten Modell "Galaxy S24" mit zahlreichen KI-Funktionen, dessen Absatz prozentual zweistellig wachsen soll. Zusätzlich will Samsung mit einer Reihe neuer faltbarer Smartphones im Wettbewerb mit Produkten von Google, Motorola, Honor und Oppo bestehen.

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