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Immobilienriese LEG strebt maximale Mietsteigerungen an

LEG hat im zweiten Quartal einen Milliardenverlust gemacht, weshalb man nun massive Mietsteigerungen plant

Eulerpool News 8. Okt. 2023, 13:00

Deutschlands führender Immobilienkonzern LEG hat im zweiten Quartal einen Milliardenverlust verzeichnet. Währenddessen kündigt das Unternehmen schlechte Nachrichten für seine Mieter an: Die Mieten werden in Zukunft "so stark wie regulatorisch möglich" steigen.

Laut Unternehmenschef Lars von Lackum werden die Mieten deutlich anziehen, da in den letzten drei Jahren die Materialkosten um 30 Prozent gestiegen sind und das Unternehmen auch Gehaltserhöhungen zu verzeichnen hatte. Aufgrund dieser Faktoren ist es nicht möglich, für günstige 6,52 Euro pro Quadratmeter ein nachhaltiges und klimafreundliches Produkt anzubieten.

Deshalb sieht sich LEG gezwungen, die Mieten so stark wie erlaubt zu erhöhen.

Allerdings ist fraglich, in welchem Umfang das Unternehmen diese Erhöhungen umsetzen kann. Aufgrund staatlicher Regulierungen können Wohnungsimmobilienkonzerne in vielen deutschen Städten die Mieten nur begrenzt anpassen. Innerhalb von drei Jahren darf die Miete beispielsweise nicht um mehr als 20 Prozent steigen. In Städten mit besonders angespanntem Wohnungsmarkt gilt sogar eine Kappungsgrenze von 15 Prozent.

Doch LEG-Chef von Lackum kritisiert die aktuelle Gesetzeslage und betont, dass diese sowohl die Mieter mit geringem Einkommen als auch die Besserverdienenden schützt. Dies führe letztendlich zu einem viel zu niedrigen Gesamtpreis für das Produkt "Miete". Um eine Lösung für dieses Problem zu finden, fordert er eine Flexibilisierung der Mietpreise.

"Eine Mietpreisflexibilisierung würde dazu führen, dass auch wieder zu den für Investoren rentablen Preisen gebaut werden kann", so von Lackum. Natürlich müsse dies auch durch eine Förderung für Bedürftige ergänzt werden.

Derzeit vermietet LEG rund 167.000 Wohnungen in Deutschland, hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen, aber auch in anderen Bundesländern.

Trotz des Milliardenverlusts im zweiten Quartal bleibt LEG eines der führenden Unternehmen auf dem deutschen Immobilienmarkt und ist bestrebt, in Zukunft weiter zu wachsen.

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