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China erhöht Druck auf wankende Bau-Riesen: Droht jetzt der große Crash?

Immobilienkrise belastet Chinas Wirtschaft: Minister Ni Hong mit klaren Worten zu insolventen Firmen – sucht nach Lösungen.

Eulerpool News 11. März 2024, 12:00

Chinas Wirtschaft bleibt weiterhin von der anhaltenden Krise auf dem Immobilienmarkt betroffen. In diesem Zusammenhang hat Chinas zuständiger Minister für Wohnungsbau und ländliche Entwicklung, Ni Hong, klare Vorstellungen für zahlungsunfähige Unternehmen verkündet. Während einer Pressekonferenz mit Ministern anderer Ressorts, die am Rande des Volkskongresses stattfand, erklärte Ni Hong am Samstag, dass Unternehmen, die ihre Zahlungsunfähigkeit nicht mehr bewältigen können, in die Insolvenz gehen und sich neu organisieren sollten. Zudem betonte er, dass Verhalten, das den Interessen der Öffentlichkeit schadet, entsprechend des Gesetzes untersucht und bestraft werde.

Die Verschärfung im Ton gegenüber angeschlagenen Bauträgern kommt inmitten der anhaltenden Immobilienkrise in China. Einige Gläubiger haben bereits Gerichtsverfahren gegen Bauträger wie China Evergrande angestrengt. Der weltweit am höchsten verschuldete Entwickler mit einem Schuldenstand von umgerechnet über 300 Milliarden US-Dollar steht vor der Liquidation. Im vergangenen Herbst haben die Behörden Ermittlungen gegen den Unternehmenschef des südchinesischen Konzerns eingeleitet, jedoch ist der genaue Vorwurf nicht bekannt. Auch ein weiterer großer Konzern, Country Garden, steht vor einer möglichen Zwangsliquidation durch ein Gericht in Hongkong, wo das Unternehmen an der Börse notiert ist.

Der Immobiliensektor macht etwa ein Fünftel der chinesischen Wirtschaftsleistung aus. Durch den Rückgang der Preise und Nachfrage auf dem Markt haben Unternehmen jedoch Schwierigkeiten, ihre Gläubiger zu bedienen oder bereits zugesagte Projekte fertigzustellen - was auch viele Käufer verärgert. Minister Ni wies darauf hin, dass die Regierung bereits Maßnahmen ergriffen hat, wie beispielsweise Zinssenkungen, um den Markt zu stabilisieren und den angeschlagenen Unternehmen zu helfen. Darüber hinaus sollen auch Maßnahmen ergriffen werden, um den Kauf von besseren Wohnungen für Verbraucher zu erleichtern.

Laut Minister Ni befindet sich der Wohnungsmarkt in einem Wandel und die Angebots- und Nachfragesituation variiert von Stadt zu Stadt. Die Regierung werde daher mit den lokalen Regierungen zusammenarbeiten, um die Finanzierung von Wohnungsprojekten zu koordinieren. Mit diesen Maßnahmen will Peking den Markt stabilisieren und den angeschlagenen Bauträgern unter die Arme greifen.

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