Solarbranche sucht über 100.000 Arbeitskräfte

Die Bundesregierung will die Solarenergie massiv ausbauen, doch es mangelt dafür an Handwerkern, weshalb der Branchenverband warnt

19.6.2023, 15:30
Eulerpool News 19. Juni 2023, 15:30

Solarwirtschaft und Politik streben ein großes Ausbauziel an: Der jährliche Zubau der Photovoltaik-Leistung soll bis 2026 auf 26 Gigawatt erhöht werden - mehr als dreimal soviel wie im Jahr 2022.

Doch für den geplanten Sonnenenergiewechsel braucht es vor allem: erfahrenes Fachpersonal in Form von hunderttausenden Arbeitskräften. Lawinenartig steigt die Nachfrage nach Anbietern. Der Bundesverband Solarwirtschaft schätzt, dass am Jahresende 2022 beispielsweise knapp 65.000 Menschen in der Branche tätig waren. Doch damit wird es nicht getan sein. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Verbands, warnt: "Wir werden auf eine Größenordnung von 165.000 kommen müssen, um unser Ziel zu erreichen."

Zusätzlich zur mobilisierung der Bevölkerung macht vor allem die Knappheit des Fachpersonals den Solarbranchenvertretern Sorgen. David Wedepohl, Vizevorsitzender des BSW, erklärt dazu: "Es fehlt vor allem an Handwerkern. Neun von zehn Unternehmen suchen derzeit Mitarbeiter.

"Um das ambitionierte Ziel der Regierung und Solarwirtschaft zu erreichen, ist ein rasanter Ausbau der Solarinstallationen nötig. Zahlen des Solarverbands belegen, dass 2020 die Nachfrage nach Anbietern im privaten und gewerblichen Bereich um ein Drittel anstieg. Im vergangenen Jahr wurden 7,4 Gigawatt an Solaranlagen installiert.

Dem Verband zufolge wird sich diese Zahl in 2021 auf 9 bis 11 Gigawatt erhöhen. Um eine Zahlenordnung von 165.000 Arbeitskräften zu erreichen, muss diese Entwicklung weiter beschleunigt werden. "Wenn die zubaustarken Jahre kommen, wird es knapp", so Wedepohl.

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