Inflation fällt auf niedrigsten Wert seit 2021

31.10.2023, 15:00

In Deutschland sinkt die Inflationsrate auf 3,8 Prozent, angetrieben durch fallende Energiepreise

Eulerpool News 31. Okt. 2023, 15:00

Die Inflation in Deutschland befindet sich weiter im Rückzug, dank gesunkener Energiepreise. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts, basierend auf vorläufigen Zahlen, lag die Jahresteuerungsrate im Oktober bei 3,8 Prozent, der niedrigste Wert seit August 2021. Im September war die Teuerungsrate noch bei 4,5 Prozent und im August sogar bei 6,1 Prozent gelegen.

Zu Jahresbeginn hatte die Inflation sogar eine Acht vor dem Komma erreicht. Energiepreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent gesunken. Allerdings stiegen Nahrungsmittelpreise überdurchschnittlich an, laut den vorläufigen Daten um 6,1 Prozent. Dies stellt eine Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher dar, da sich diese für ihr Geld weniger leisten können.

Eine bremsende Wirkung auf den privaten Konsum, der als wichtige Stütze der deutschen Konjunktur gilt, ist somit zu erwarten. Im Zuge dessen sahen sich viele Menschen zuletzt gezwungen, aufgrund hoher Preise, auf Konsum zu verzichten. Laut einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands gaben im Sommer 71 Prozent der über 4800 befragten Personen an, aufgrund der gestiegenen Preise im kleineren oder größeren Umfang auf Konsum verzichten zu müssen. Dies sind 6 Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2022.

Im Vergleich zum Vormonat September blieben die Verbraucherpreise im Oktober unverändert. Ökonomen gehen davon aus, dass die Inflation bis zum Jahresende weiter abflacht. Laut führender Wirtschaftsforschungsinstitute wird die Teuerungsrate im kommenden Jahr voraussichtlich auf 2,6 Prozent zurückgehen, nach erwarteten 6,1 Prozent im Durchschnitt des laufenden Jahres.

Auch der für europäische Zwecke erhobene Verbraucherpreisindex HVPI fiel deutlich - von 4,3 Prozent im Vormonat auf 3 Prozent im Oktober. Ökonomen hatten hier mit einer Rate von 3,3 Prozent gerechnet.

Um der erhöhten Inflation im Euroraum und in Deutschland entgegenzuwirken, hat die Europäische Zentralbank (EZB) bereits zehnmal die Zinsen angehoben. Diese Maßnahme verteuert Kredite und kann somit die Nachfrage bremsen und hohen Teuerungsraten entgegenwirken. Die EZB sieht ihr Ziel stabiler Preise bei einer mittelfristigen Inflationsrate von2,0 Prozent im Euroraum als erfüllt an.

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