Alarm in China: Industrie und Handel stottern!

15.8.2023, 18:00

Die Zentralbank reagiert auf die Schwäche der Wirtschaft mit niedrigeren Zinsen, die asiatischen Aktienmärkte fallen dennoch

Eulerpool News 15. Aug. 2023, 18:00

Die chinesische Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise.

Enttäuschende Zahlen über Industrie-Produktion, Einzelhandelsumsätze und Immobiliensektor lassen an Stärke vermissen. Die chinesische Zentralbank reagierte darauf mit niedrigeren Zinsen, aber auch diese Maßnahme konnte die asiatischen Aktienmärkte nicht stützen. Gemäß des Nationalen Statistikamtes (NBS) stieg die Industrieproduktion im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich um 3,7 Prozent, weniger als im Juni mit 4,4 Prozent. Die Einzelhandelsumsätze kletterten um 2,5 Prozent, nach einem Plus von 3,1 Prozent im Juni und damit deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Auch der Immobiliensektor erlebte ein Minus mit einer Investitionsabnahme um 8,5 Prozent.

US-Präsident Joe Biden hatte China wegen der Konjunkturkrise zuletzt sogar als "tickende Zeitbombe" bezeichnet. Die Währungshüter der Zentralbank senkten vor Veröffentlichung der Daten zum zweiten Mal in drei Monaten die Leitzinsen als Maßnahme zur Stützung der schwächelnden Wirtschaft um 15 Basispunkte auf 2,5 Prozent.

Der Glaube, dass niedrigere Zinsen die Wirtschaft ankurbeln, scheint wenig verbreitet, zumal die Regierung in Peking bereits im vergangenen Monat eine Reihe von Konjunkturmaßnahmen ergriffen hatte. Der Yuan notiert auf dem niedrigsten Stand seit neuneinhalb Monaten, was deutlich auf eine weitere Schwächung der chinesischen Wirtschaft schließen lässt.

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres wuchs das Bruttoinlandsprodukt des Landes nur noch um 6,3 Prozent und auch das BIP stagnierte zwischen dem ersten und zweiten Quartal lediglich bei 0,8 Prozent.

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