WeWork im freien Fall an der NYSE! Massive Probleme lassen Aktie um 38% abstürzen!

Der Büro-Anbieter WeWork, der einst zum Paradebeispiel für maßlos überbewertete US-Start-ups wurde, steckt wieder in Schwierigkeiten

10.8.2023, 11:00
Eulerpool News 10. Aug. 2023, 11:00

WeWork, bekannt als Paradebeispiel einst maßlos überbewerteter US-Start-ups, ist wieder in Schwierigkeiten.

Am Dienstag gab das Unternehmen als Reaktion auf die Verluste und den erwarteten Geldbedarf an, dass "erhebliche Zweifel" bezüglich des Fortbestehens bestehen. WeWork plant deshalb, in den kommenden zwölf Monaten günstigere Mieten auszuhandeln, die Kosten zu senken und neues Kapital aufzunehmen.

WeWorks Idee besteht darin, Büroräume mit Gemeinschaftsinfratruktur an Start-ups und Unternehmer zu vermieten. Als das Start-up aufgrund des geschickten Marketings seiner Gründer eine Gesamtbewertung von bis zu 47 Milliarden Dollar erreichte, beschloss es 2019 an die Börse zu gehen - doch statt eines Triumphes scheiterte es. Investoren stellten wegen des tieferen Einblicks ins Geschäft, den der Börsenprospekt bot, das Interesse an dem verlustreichen Unternehmen ein.

Diejenigen, die am meisten in WeWork investierten, waren der japanische Konzern Softbank des Milliardärs Masayoshi Son und dessen Vision-Investitionsfonds, gefördert mit saudi-arabischen Geldern. Mit neun Milliarden Dollar sicherten sie sich einen Anteil von 29 Prozent. Als der Börsengang dann 2019 nicht klappte, erhöhte Softbank seine Investition auf 9,5 Milliarden Dollar, um auf 80 Prozent aufzustocken und den umstrittenen Mitgründer Adam Neumann aus dem Spiel zu nehmen.

Auch unter Softbanks Regie blieb WeWork leider glücklos. Die Corona-Pandemie machte es schwer, sich gegen Büroflächen leer zu machen und auch nach der Pandemie war es schwer, die Räume zu füllen. Dazu kam noch das Bezahlen von Mietkosten und Schuldenrückzahlungen. Erst durch Gespräche mit Geldgebern gelang es, die Schuldenlast etwas zu senken. Doch schließlich gelang es 2021 WeWork doch noch, dank der Fusion mit einer Blankoscheckfirma an die Börse zu kommen. Eine Aktie kostete zu dem Zeitpunkt etwa 13 Dollar.

Am Mittwochabend brach der WeWork-Kurs an der Wall Street im NYSE-Handel um 38,56 Prozent auf 0,1289 US-Dollar ein.

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