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Warnstreiks am Berliner und Hamburger Flughafen

Verdi forderte den Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen auf, am 27. und 28. April ein faires Angebot vorzulegen

Eulerpool News 24. Apr. 2023, 13:00

Verdi hat am Montagmorgen zahlreiche Beschäftigte an den Flughäfen Berlin und Hamburg aufgerufen, die Arbeit bis Mitternacht niederzulegen.

Der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) ließ daraufhin sämtliche Starts von Passagierflügen ausfallen, rund 70 Ankünfte wurden ebenfalls gestrichen. Auch der Hamburg Airport meldete Flugausfälle und Verzögerungen.

Der Grund für den Warnstreik sind Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern über Zuschläge, Entlohnung und Arbeitszeiten. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen kritisierte, dass Flughäfen als Hauptbetroffene auch keine Tarifpartei sind. Mit ihrer Aktion reiht sich der BER ein in eine inzwischen lange Liste an Streiks im Verkehr in den vergangenen Wochen.

An den Flughäfen Berlin und Hamburg ging am Montag der Warnstreik in die nächste Runde: In der großen Halle des Terminals 1 herrschte ungewöhnliche Ruhe. Zahlreiche Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich, in der Fluggastkontrolle und der Personal- und Warenkontrolle legten ihre Arbeit nieder.

Verdi forderte den Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen auf, am 27. und 28. April ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, um weitere Streiks im Luftverkehr zu vermeiden.

Die Airlines nehmen in Kauf, Leerflüge zu starten, damit die jeweiligen Flugzeuge wieder an für sie passenderen Standorten für die nächsten Flüge sind.

Flugpassagiere waren zum wiederholten Male die Leidtragenden der Auseinandersetzung zwischen Gewerkschaften und Unternehmen.

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