US-Gewerkschaft intensiviert Streiks und erfasst mehr Werke von Ford und GM

30.9.2023, 17:00

Die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) vergrößert ihre Streiks bei den US-Autoherstellern um zwei zusätzliche Werke

Eulerpool News 30. Sept. 2023, 17:00

Die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) hat ihren Arbeitskampf bei den drei US-Autoherstellern GM, Ford und Stellantis auf zwei zusätzliche Werke ausgeweitet.

Ab Freitagmittag, Ortszeit, würden in den Fabriken von Ford in Chicago sowie in dem Werk von General Motors im US-Bundesstaat Michigan insgesamt rund 7000 Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen.

Damit steigt die Gesamtzahl der Streikenden auf rund 25.000 - einem Anteil von rund 17 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder, die bei den jeweiligen Konzernen beschäftigt sind. UAW-Chef Shawn Fain kündigte an, dass ein Arbeitskampf bei Chrysler nicht ausgeweitet werde, da der Mutterkonzern Stellantis vor Ablauf der Frist sein Angebot deutlich geändert habe.

Hingegen gebe es bei GM und Ford trotz der UAW-Verhandlungsbereitschaft keine nennenswerten Fortschritte. Inzwischen ist die erste simultane Streikaktion aller drei US-Autokonzerne in dessen dritten Woche.

Die Gewerkschaft hat bislang den Anspruch über einen Zeitraum von vier Jahren nach einer Lohnerhöhung um 40 Prozent oder mehr erhoben, als Konsequenz auf den Kaufkraftverlust der Arbeitnehmer, die hohen Gewinne der Konzernen und den Gehältern der Konzernbosse.

Die Arbeitgeber liegen mit einem Angebot von rund 20 Prozent Vergütungssteigerung über eine Dauer von viereinhalb Jahren deutlich darunter.

Fain betonte, dass die Verhandlungen nicht gescheitert seien und er sehr zuversichtlich sei, dass eine Einigung erzielt werden könne. Eine mit den Plänen der Gewerkschaft vertraute Person machte klar, dass die UAW die Streiks fortsetzen wird, solange ein neuer Vertrag nicht ratifiziert ist.

Die Aktienkurse der drei betroffenen Unternehmen blieben wenig beeinträchtigt. Die GM-Aktie notierte im NYSE-Handel bei 33,20 US-Dollar und damit 0,11 Prozent höher. Das Ford-Wertpapier verharrte bei 12,56 US-Dollar, 0,04 Prozent niedriger als zuvor. Die Stellantis-Aktie stieg in Paris derweil um 0,23 Prozent auf 18,202 Euro.

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