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Unerwartet hoher Gewinn gibt Knorr-Bremse Anlegern Grund zur Freude

Im Q3 verzeichnete Knorr-Bremse eine überdurchschnittliche Steigerung des operativen Gewinns im Vergleich zum Umsatz

Eulerpool News 1. Nov. 2023, 10:00

Der Bremsenhersteller Knorr-Bremse konnte im dritten Quartal eine überproportionale Steigerung des operativen Gewinns im Vergleich zum Umsatz verzeichnen und überraschte zudem mit einem kräftigen Anstieg beim Auftragseingang. Dies gab das im MDAX notierte Unternehmen in einer Mitteilung bekannt. Der Auftragseingang stieg von 1,879 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,980 Milliarden Euro. Diese starke Entwicklung überraschte Analysten, die im Konsens lediglich mit 1,912 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Auch der Umsatz konnte deutlich gesteigert werden und stieg von 1,792 Milliarden Euro auf knapp 1,939 Milliarden Euro. Der operative Gewinn, gemessen anhand des EBIT, konnte um gut ein Fünftel auf 222,7 Millionen Euro gesteigert werden. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 11,3 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nun 11,5 Prozent, was im Einklang mit den Erwartungen der Analysten steht. Allerdings sank das Ergebnis je Aktie von 0,90 Euro auf 0,79 Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr bekräftigte Knorr-Bremse seine Prognose eines Umsatzes von 7,5 bis 7,8 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge soll weiterhin zwischen 10,5 und 12,0 Prozent liegen. JPMorgan-Analyst Akash Gupta kommentierte die Ergebnisse des dritten Quartals positiv und hob hervor, dass es keine negativen Überraschungen gab. Diese Ergebnisse dürften vor allem nach der jüngsten Cashflow-Warnung des französischen Bahnkonzerns Alstom für Erleichterung sorgen. Alstom ist einer der bedeutendsten Kunden von Knorr-Bremse.

Die positive Entwicklung des operativen Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) im dritten Quartal, der um gut elf Prozent auf 223 Millionen Euro stieg, wurde hauptsächlich durch die konsequente Umsetzung von Kostenmaßnahmen und erfolgreichen Preisverhandlungen mit Kunden erreicht. Dadurch konnte Knorr-Bremse auch Preiserhöhungen durchsetzen. Allerdings verringerte sich der Gewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 147,3 Millionen Euro auf 137,2 Millionen Euro aufgrund eines deutlich negativeren Finanzergebnisses.

Für das Gesamtjahr plant das Unternehmen weiterhin einen freien Mittelzufluss von 350 bis 550 Millionen Euro und einen Konzernerlös von 7,5 bis 7,8 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge soll zwischen 10,5 und 12,0 Prozent liegen. Knorr-Bremse bleibt trotz des weltweiten Anstiegs der Nachfrage nach Nutzfahrzeugteilen und anderen Komponenten wachsam bei den Kosten.

CEO Marc Llistosella erläuterte, dass das Unternehmen nun seine Beteiligungen genau prüfen werde und gezielte Sparmaßnahmen ergreifen werde. Die Entwicklung der Margen und des Cashflows seien dabei die oberste Priorität. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres konnte Knorr-Bremse seine operative Gewinnmarge stabil auf 10,9 Prozent halten, während der Betriebsgewinn (EBIT) um 71 Millionen Euro auf 639 Millionen Euro gesteigert werden konnte.

Finanzchef Frank Markus Weber betonte, dass diese positive Entwicklung auf Kostenmaßnahmen und erfolgreichen Preisverhandlungen mit den Kunden zurückzuführen sei. Der Umsatz des Unternehmens stieg insgesamt um 12,7 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, sowohl im Nutzfahrzeug- als auch im Bahngeschäft.

Die Knorr-Bremse-Aktie reagierte positiv auf die aktuellen Entwicklungen und stieg im Dienstagshandel auf XETRA zeitweise um 1,65 Prozent auf 55,38 Euro an.

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