Nimmsta: Smartwatch soll zukünftig Ungelernte einarbeiten

Das Hilfsmittel soll Ungelernte sicher durch die Hallen führen und die Prozesse beschleunigen

3.5.2023, 16:00
Eulerpool News 3. Mai 2023, 16:00

Wearables, digitales Hilfsmittel, die Angestellte am Körper tragen, machen auch vor der deutschen Industrie nicht Halt.

Sie könnten gegen den Fachkräftemangel helfen, indem sie auch Ungelernte sicher durch die Hallen führen und die Prozesse beschleunigen.

Ein Player in diesem Markt ist Nimmsta, das eine Smartwatch für Lagerarbeiter entwickelt hat.

Mit dem Gerät können die Mitarbeiter nicht nur Barcodes scannen, das Gerät zeigt dem Träger auch an, was er als Nächstes machen soll.

Laut Nimmsta könnten Unternehmen ihre Lagerlogistik mit diesem „High-Performance-Picking“ um bis zu 50 Prozent beschleunigen und die Fehlerquote deutlich senken. Die tragbaren Barcode-Scanner sind nicht nur eine Erleichterung für die Mitarbeiter, die mit ihrer Hilfe gewonnenen Daten ließen sich auch analysieren, um die Prozesse weiter zu optimieren.

Nimmsta, das knapp fünf Millionen Euro aus einer mehrschrittigen Finanzierungsrunde erhalten hat, will in die Umstellung des eigenen Vertriebsmodells investieren. Zudem bietet der Anbieter sogenannte Lighttags an, die den Weg zum nächsten Teil anzeigen - ähnlich zu klassischen „Pick-by-Light“-Systemen.

Wegen des Touchdisplays sei der Akku des Scanners aber schnellererschöpft als bei Konkurrenzprodukten, die auch mehrere Schichten durchhalten. Zudem müsse Nimmsta in größeren Finanzierungsrunden weitere Investoren überzeugen, um den Vertrieb ausbauen und größere Stückzahlen liefern zu können.

Künftig sollen die Nimmsta-Smartwatches samt Software für 50 bis 100 Euro im Monat vermietet werden. Mitgründer Ruhland sagt, die Zusatzkosten könnten die Unternehmen „binnen Wochen“ wieder reinholen.

Nimmsta will im laufenden Jahr einen siebenstelligen Umsatz machen und 2026 könnten es laut Businessplan mehrere Hundert Millionen Euro sein, wenn sich die Technologie durchsetzt.

Die nächste Finanzierungsrunde soll Mitte 2024 fünf bis zehn Millionen Euro einbringen.

Danach sind die Gründer nach eigener Aussage dann auch offen für eine Übernahme durch einen strategischen Investor wie Honeywell oder den Handscanner-Spezialisten Zebra - denn Nimmsta könnte ein Unicorn werden, also ein Start-up mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro.

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