Kühle Sache: Heizen mit Klimaanlage - ist das die Geld-Spar-Methode des Jahres?

21.7.2023, 12:00

Viele Klimaanlagen können als Wärmepumpen sogar herkömmliche Heizsysteme ablösen

Eulerpool News 21. Juli 2023, 12:00

Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Nachfrage nach Klimaanlagen. Laut einer aktuellen Umfrage von Verivox haben 13 Prozent der Befragten bereits eine Klimaanlage zu Hause, weitere 16 Prozent planen eine anzuschaffen. Auch die Verbraucherzentrale NRW bemerkt ein deutliches Interesse an Klimageräten. Vor allem aufgrund des warmen Sommers, aber auch aus Blick auf den nächsten Winter.

In der Regel sind fest installierte Klimaanlagen zugleich Luft-Luft-Wärmepumpen, also Heizungen, die direkt für warme Luft sorgen. Reinhard Loch, Verbraucherschützer, meint: „Für Luft-Luft-Wärmepumpen wird sich zunehmend ein Markt entwickeln, da man damit auch die Anforderungen des Heizungsgesetzes erfüllen kann“. Laut diesem Gesetz müssen klimafreundliche Heizungen, mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Split-Klimageräte sind die häufigste Lösung. Bestehend aus einem Innen- und einem Außengerät, verbindet eine Kühlmittelleitung beide Einheiten miteinander. Claus Händel, Geschäftsführer Technik des Fachverbands Gebäude-Klima, sagt: "In 95 Prozent der Fälle können Split-Klimaanlagen auch als Wärmepumpen genutzt werden." Monoblocks, die nur aus einer Einheit bestehen, sind meist mobil und daher nicht für Heizungen geeignet.

Da Split-Klimageräte wie Wärmepumpen arbeiten, haben sie einen energetischen Hebel. Das bedeutet, sie sind keine Stromfresser, sondern machen aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunde Wärme. Zusätzlich bieten sie Funktionen wie Frischluftversorgung, Pollen- und Staubfilterung sowie Vermeidung von Schimmelbildung. Allerdings sind sie weniger behaglich als Luft-Wasser-Wärmepumpen. Aufgrund großer Luftströme kann man sie manchmal spüren und hören. In bestimmten Fällen kann eine Split-Klimaanlage das ganze Haus heizen und günstiger sein als eine Gasheizung.

Split-Klimageräte sind in der Anschaffung günstiger als Luft-Wasser-Wärmepumpen. Laut ZVSHK kosten Anschaffung und Installation je nach Größe der Wohnung zwischen 12.000 und 25.000 Euro, zusätzlich können Kosten für Luftauslässe, Pollenfilter und Befeuchter anfallen. Für ein einzelnes Gerät als Kühlung eines Raumes fallen weniger Kosten an. Die Bundesregierung fördert übrigens den Einbau von Wärmepumpen, so können 25 Prozent, oder mehr, der Kosten übernommen werden.

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