Ex-Coinbase Produktmanager muss für 2 Jahre ins Gefängnis

18.5.2023, 08:00

Damit ist das erste Urteil rund um Cryptoinsiderhandel in den USA gefällt worden

Eulerpool News 18. Mai 2023, 08:00

Ein spannendes Kapitel im Fall des Insiderhandels mit Kryptowährungen ist nun geschrieben: Ishan Wahi, ehemaliger Produktmanager bei der Coinbase-Kryptobörse, muss für zwei Jahre ins Gefängnis.

Schuldig hatte er sich bekannt, nachdem er gemeinsam mit seinem Bruder und einem Freund illegale Geschäfte mit mindestens 25 verschiedenen Krypto-Assets getätigt und dabei Gewinne in Höhe von rund 1,5 Millionen US-Dollar erzielt hatte. Und das, obwohl Coinbase seine Angestellten ausdrücklich dazu ermahnt hatte, über bevorstehende Token-Listings nicht zu sprechen oder gar Tipps zu geben, auf deren Grundlage gehandelt werden könne. Doch Ishan Wahi wollte seine Chance nutzen und reich werden.

Er hatte nämlich als Produktmanager bei Coinbase Zugriff auf alle relevanten Informationen rund um die Listung neuer Krypto-Assets. Kaum war er im Bilde, informierte er seinen Bruder Nikhil Wahi und seinen Freund Sameer Ramani über bevorstehende Coin- und Token-Listings. Diese erwarteten Kursgewinne wollten die drei ausnutzen und investierten zwischen Juni 2021 und April 2022 bei mindestens 14 Gelegenheiten in Token, deren Listing bei Coinbase kurz darauf öffentlich angekündigt wurde.

Um die Käufe zu verschleiern, nutzten sie verschiedene anonyme Ethereum-Blockchain-Wallets und Konten, die im Namen anderer geführt wurden.

Der Insiderhandel wurde aber schließlich aufgedeckt, als ein Krypto-Influencer auf Twitter auf eine ETH-Adresse hinwies, die rund 24 Stunden vor einer Listing-Ankündigung durch Coinbase für mehrere hunderttausend US-Dollar exakt die dort genannten Token gekauft hatte. Coinbase untersuchte den Vorfall und Ishan Wahi und sein Bruder wurden im Juli verhaftet. Ishan Wahi wurde schließlich für seine Machenschaften am 9. Mai zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt.

Damit hat die Staatsanwaltschaft des Southern District of New York ein Zeichen gesetzt: Insiderhandel, gleich ob auf den Aktienmärkten oder dem Markt für Krypto-Assets, wird nicht toleriert. Die US-Staatsanwaltschaft hätte Ishan Wahi laut eigener Pressemitteilung sogar bis zu 80 Jahre Haft aufbrummen können - doch nun muss er "nur" zwei Jahre ins Gefängnis und einen Teil seiner unrechtmäßig erworbenen Krypto-Assets abgeben.

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