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Douglas plant mit CVC im Rücken einen Börsengang von über 1,2 Milliarden Dollar

Börsengang in Sicht: Douglas lockt Investoren – CVC setzt nach Kauf für €2,8 Mrd. 2015 auf Europas steigende Aktienlust.

Eulerpool News 4. März 2024, 18:00

Der Börsengang erfolgt inmitten eines gesteigerten Appetits für neue Aktien in Europa. Der Parfüm-Einzelhändler wurde 2015 von CVC für rund 2,8 Milliarden Euro erworben. Nun strebt das Unternehmen Douglas über eine Notierung in Frankfurt eine Kapitalerhöhung von bis zu 1,1 Milliarden Euro (1,2 Milliarden US-Dollar) an, während Private-Equity-Eigentümer CVC Capital Partners auf eine Erholung des europäischen IPO-Marktes setzt.

Douglas, eine bekannte Marke auf den Einkaufsstraßen Europas, plant eine Kapitalerhöhung von etwa 800 Millionen Euro durch den Verkauf neuer Aktien im Zuge des Börsengangs sowie eine zusätzliche Eigenkapitalspritze von 300 Millionen Euro von Bestandsaktionären, wie aus einer Erklärung am Montag hervorgeht. CVC strebt dabei eine Bewertung von über 7 Milliarden Euro für Douglas an, wie Bloomberg News im August berichtete. Die in Düsseldorf ansässige Gruppe hat weltweit ein Netzwerk von über 1.800 Filialen in 22 Ländern aufgebaut und ihr E-Commerce-Angebot in ganz Europa ausgeweitet. Mit ihrem Fokus auf hochwertige Beauty-Produkte hofft sie, Anleger für sich zu gewinnen, da ihr größter Konkurrent Sephora vom französischen Luxusgiganten LVMH betrieben wird, der auch Marken von Hennessy Cognac bis hin zu Dior-Mode führt.

Die Emission wird ein großer Test für die Investitionsbereitschaft in neue Aktien sein und im Erfolgsfall weitere Unternehmen anlocken können. In den letzten beiden Jahren hat sich der Anstieg der Zinsen gedämpft, was zu einer Verlangsamung der Börsengänge führte. Doch nun gibt es ein anfangsartiges Aufkommen, da die Zentralbanken ihre Zinserhöhungen beenden und die Aktienmärkte neue Höchststände erreichen. Berichten zufolge plant EQT AB, den Börsengang des Hautpflegeunternehmens Galderma in der Schweiz noch in diesem Monat einzuleiten.

CVC hat keine Pläne, Anteile im Zuge des Börsengangs zu verkaufen und wird weiterhin eine indirekte Mehrheitsbeteiligung an Douglas halten. Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen verwendet werden, um Schulden abzubauen. Das Unternehmen plant dabei, die verbleibenden Kredite im Zusammenhang mit dem Börsengang zu refinanzieren. Um die Chancen für einen erfolgreichen Börsengang zu erhöhen, erwägt CVC, neue Aktien zu kaufen, falls das Unternehmen diese nicht an externe Investoren verkaufen kann. Dies könnte mit einem Darlehen gesichert werden, das durch CVCs Douglas-Aktien gedeckt ist.

CVC erwarb Douglas, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1821 zurückreichen, im Jahr 2015 von Advent International und der Gründerfamilie Kreke für etwa 2,8 Milliarden Euro. An der Emission arbeiten Citigroup Inc., Deutsche Bank AG, Goldman Sachs Group Inc., UniCredit SpA und UBS Group AG.

Diese Entwicklung zeigt, dass die Erwartungen für den europäischen IPO-Markt wieder steigen, und die Branche hofft, von dieser Erholung zu profitieren.

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