Maersk wagt sich zurück: Rote-Meer-Passage wieder geöffnet, trotz Containerverlust vor Dänemark

Nach einer Unterbrechung aufgrund erhöhter Angriffsrisiken plant die dänische Reederei Maersk, ihre Schifffahrtsroute durch das Rote Meer in naher Zukunft wieder aufzunehmen.

27.12.2023, 16:34
Eulerpool News 27. Dez. 2023, 16:34

Die dänische Reederei Maersk hat bestätigt, dass sie sich darauf vorbereitet, Schiffe wieder durch das Rote Meer, den Golf von Aden und den Suezkanal fahren zu lassen, nachdem sie zuvor aufgrund vermehrter Angriffe von Huthi-Rebellen aus dem Jemen eine Pause eingelegt hatte. Die angekündigte Sicherheitsinitiative "Operation Prosperity Guardian" ist nun laut Aussage des Unternehmens implementiert, um den Handelsschiffen die sichere Durchfahrt zu ermöglichen.

Dies sei eine erfreuliche Nachricht für die gesamte Branche und die Funktionsfähigkeit des Welthandels, so Maersk am Sonntagabend. Die Sicherheit ihrer Mitarbeiter habe oberste Priorität und sie arbeiteten an Plänen, um den ersten Schiffen so schnell wie möglich wieder den Weg durch das Gebiet zu ermöglichen. Ein Zeitplan wurde jedoch nicht genannt und das Unternehmen befinde sich noch in einem frühen Stadium.

Seit Beginn des Konflikts im Gazastreifen hat es vermehrt Angriffe auf Schiffe im Roten Meer gegeben, die von Huthi-Rebellen aus dem Jemen unterstützt werden, wie von US-Geheimdiensten berichtet wird. Um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten, hatte Maersk Mitte Dezember angeordnet, vorübergehend die Route zu meiden und stattdessen Frachter über Südafrika umzuleiten.

Auch andere Reedereien folgten diesem Beispiel. Im Gegenzug kündigten die USA an, ihre Zusammenarbeit mit Streitkräften anderer Länder in der Region zu verstärken. An der "Operation Prosperity Guardian" beteiligen sich unter anderem das Vereinigte Königreich, Bahrain, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, die Seychellen und Spanien, um den Schutz von Handelsschiffen zu verbessern.

Ein Frachtschiff der dänischen Reederei Maersk hat bei Sturmböen in der Nordsee mehr als 40 Container verloren. Das Schiff "Mayview Maersk", welches auf dem Weg von Bremerhaven nach Polen war, gab am frühen Freitagmorgen den Verlust von Containern bekannt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und das Schiff konnte weiter operative sein, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigte.

Eine erste Schätzung geht von mehr als 40 über Bord gegangenen Containern aus, von denen bisher nur vier an Land gespült wurden. Die Behörden wurden über den Vorfall informiert und einzelne Container sowie Ladung wurden an der Küste angespült.

Die örtlichen Fischerverbände warnen vor dem Risiko für Fischerboote durch die schweren und kantigen Container. Einige haben bereits Angst, in See zu stechen, obwohl sie noch Fangquoten für dieses Jahr offen haben. Zusätzlich könnte der Inhalt der Container die Umwelt verschmutzen.

Auch die Tourismusindustrie zeigt sich besorgt über die Aufräumarbeiten, die laut Aussage der Küstenwache lange dauern werden. Die Polizei in Nordjütland warnt, dass es sich um Diebstahl handele, wenn die Gegenstände einfach mitgenommen werden. Die Reederei hat bereits Unterstützung bei den Aufräumarbeiten zugesagt und eine Firma engagiert, die Expertise bei der Bergung und Ortung von verlorenen Containern hat.

Am Sonntagabend gab Maersk bekannt, dass das Bergungsschiff in der Gegend Jammerbugten angekommen sei, um die verlorenen Container zu bergen. Das Unternehmen ist auch in Kontakt mit den Behörden bezüglich der Aufräumarbeiten an den Stränden. Sie kündigten an, den Vorfall genauestens zu untersuchen und die nötigen Schritte zu unternehmen, um das Risiko ähnlicher Vorfälle in Zukunft zu minimieren. Betroffene Kunden werden über ihre Sendungen informiert.

Der Aktienkurs von Maersk sank nach Bekanntgabe des Vorfalls um 4,54 Prozent an der NASDAQ Nordic in Kopenhagen. Die Börse schließt jedoch um 17 Uhr.

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