Deutsche Post: Neuer Chef vor Veröffentlichung der Quartalsbilanz 

Am Mittwoch (3. Mai) tritt Tobias Meyer erstmals an, um die Präsentation der Zahlen für das erste Quartal vorzulegen

2.5.2023, 16:00
Eulerpool News 2. Mai 2023, 16:00

Am Mittwoch (3. Mai) erhält Tobias Meyer seinen Einstand als designierter Chef der Deutschen Post.

Nach 15 Jahren unter der Führung von Frank Appel tritt er an, um die Präsentation der Zahlen für das erste Quartal vorzulegen.

Ein Tag später wird er auf der Hauptversammlung als neuer Konzernchef ernannt.

Sein Wechsel wurde schon vor anderthalb Jahren angekündigt, der Vollzug ging schrittweise vonstatten.

Meyer nahm bereits im vergangenen Sommer die Konzernverwaltung von Appel an sich und übernahm die operative und strategische Verantwortung. Sein Vorgänger wies immer wieder darauf hin, wie wichtig es war, dass er in einer Krise wie dem Ukraine-Krieg an der Spitze des Konzerns stand. Er hofft, dass sein Nachfolger "besser oder anders" als er selbst sei - Meyer sei beides.

Appel hat die Bonner vom deutschen Briefdienstleister zu einem globalen Logistikkonzern gewandelt, der insbesondere in Europa und in Teilen Asiens den US-Konkurrenten FedEx und UPS das Wasser reichen kann.

Meyers Hauptaufgabe wird es sein, das Geschäft im Heimatmarkt (Post&Paket Deutschland) wieder auf die Füße zu stellen.

Eine Ertragsperle des Konzerns ist das Geschäft mit zeitkritischen Sendungen (DHL Express). 2022 erwirtschaftete es mit mehr als vier Milliarden Euro fast die Hälfte des operativen Konzerngewinns.

John Pearson, verantwortliches Vorstandsmitglied, prognostizierte im März für das Segment einen starken Schlussspurt im ersten Quartal, UBS-Analyst Sebastian Vogel erwartet eine Erholung der Profitabilität. Samuel Bland von der US-Bank JPMorgan hingegen rechnet damit, dass die Preise im Express-Geschäft zu einem recht skeptischen Ausblick des Konzerns führen werden.

Gemäß den von der Post zur Verfügung gestellten Daten erwarten Analysten für das erste Quartal im Schnitt einen Rückgang des Konzernumsatzes um gut neun Prozent auf 20,5 Milliarden Euro, der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund ein Drittel.

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