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Deutsche Bank steigert Gewinn mit Russlandgeschäft

Der Gewinn der russischen Tochter stieg auf 5,4 Milliarden Rubel, obwohl die Bilanzsumme um 36,3 Prozent schrumpfte

Eulerpool News 23. Apr. 2023, 17:00

Trotz des Ukrainekriegs und des Rückzugs anderer Unternehmen aus ihren Russlandgeschäften, konnte die Deutsche Bank ihren Gewinn aus dem Russlandgeschäft im vergangenen Jahr um 480 Prozent steigern.

Laut einem Bericht, den das Institut am Donnerstag veröffentlichte, stieg der Gewinn der russischen Tochter auf 5,4 Milliarden Rubel, obwohl die Bilanzsumme der Tochter um 36,3 Prozent schrumpfte.

Die starken Zinseinnahmen von über sieben Milliarden Rubel ließen die Gewinne steigen.

Henkel musste im Gegenzug eine Vereinbarung schließen, um sich von seinem Russlandgeschäft zu trennen und ging dabei laut eines Sprechers mit einem finanziellen Verlust ein.

Die Deutsche Bank hingegen kann es sich noch nicht leisten, vollständig aus dem Land zurückzuziehen. Ende 2022 machte das Engagement des Geldhauses in Russland noch 806 Millionen Euro aus. Wie viel Kreditpositionen die Deutsche Bank zukünftig noch in Russland halten wird, will das Institut am 27. April vorlegen, wenn es seine Quartalszahlen präsentiert.

Am Ende wird die Deutsche Bank wohl ein ähnlich spannendes Ende wie bei einem Thriller erleben, denn trotz anhaltender Kostensenkungen muss Vorstandschef Christian Sewing weiterhin Stellenstreichungen nicht ausschließen.

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