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General Motors startet Aktienrückkauf und kündigt signifikante Dividendenerhöhung an

General Motors plant, die gestiegenen Kosten durch eine 25-prozentige Einkommenserhöhung im nächsten Jahr vollständig mit Sparmaßnahmen zu kompensieren.

Eulerpool News 30. Nov. 2023, 09:00

Der US-amerikanische Automobilgigant General Motors (GM) kündigte an, die zusätzlichen Kosten durch eine voraussichtliche25-prozentige Erhöhung der Löhne im kommenden Jahr durch strukturelle Maßnahmen auszugleichen. Dabei wird auch die finanzielle Unterstützung für die Tochtergesellschaft Cruise, die sich auf den Bereich der Robotaxis spezialisiert hat, stark reduziert im Vergleich zu den Plänen für das Jahr 2023.

Die selbstfahrenden Fahrzeuge von Cruise wurden aufgrund eines Unfalls in San Francisco größtenteils stillgelegt, wodurch geplante Expansionspläne für das Geschäft zurückgestellt werden mussten.

Die Tarifverhandlungen mit der US-Gewerkschaft United Automobile Workers (UAW), die zu signifikanten Lohnerhöhungen führten, werden laut GM bis 2028 voraussichtlich Kosten in Höhe von 9,3 Milliarden Dollar verursachen und die durchschnittlichen Produktionskosten pro Fahrzeug um etwa 575 Dollar erhöhen. Für das kommende Jahr rechnet der Konzern mit zusätzlichen Ausgaben von 1,5 Milliarden Dollar. Der sechswöchige Streik der UAW hat GM bereits eine beträchtliche Summe an Geld gekostet.

Die aktualisierte Prognose des Unternehmens für das laufende Jahr fällt deutlich niedriger aus als die vor dem Streik veröffentlichte, zeigt aber dennoch einen beachtlichen Milliardengewinn. Die Schätzungen reichen nun von 9,1 bis 9,7 Milliarden Dollar (8,3 bis 8,8 Mrd Euro), während die ursprüngliche Prognose für den Zeitraum von 9,3 bis 10,7 Milliarden Dollar lag.

Für Investoren hat GM außerdem einen Aktienrückkauf in Höhe von zehn Milliarden Dollar sowie eine geplante Erhöhung der Dividende um etwa ein Drittel angekündigt. Geschäftsführerin Mary Barra äußerte sich "enttäuscht" über die Produktionsprobleme bei Batterien für die neue Elektroauto-Reihe des Unternehmens und versprach für das nächste Jahr eine Steigerung der Produktion sowie eine bessere Profitabilität im Bereich der Elektrofahrzeuge.

Derzeit erzielt GM weiterhin hohe Gewinne mit konventionellen und Hybrid-Fahrzeugen, doch die Elektroautos verursachen Milliardenverluste. Barra betonte jedoch, dass das Unternehmen auf höhere Wachstumsraten im Elektro-Geschäft setzt und seit Jahren auf eine vollständige Elektrifizierung der Zukunft vorbereitet ist.

Neben der Google-Tochter Waymo galt Cruise als eines der führenden Unternehmen im Bereich des autonomen Fahrens. Allerdings führte der Unfall in San Francisco, bei dem eine Frau unter einem Robotaxi eingeklemmt wurde und mehrere Meter mitgeschleift wurde, zu einer Krise in der Firma. Der Gründer und Geschäftsführer Kyle Vogt trat zurück und es wurden Untersuchungen zu dem Unfall sowie der Kommunikation von Cruise in Bezug darauf eingeleitet. GM hat bisher bereits Milliarden in Cruise investiert und plante eine schnelle Expansion in weitere US-Städte sowie in Tokio bis zum Jahr 2026.

An der New Yorker Börse stieg der Aktienkurs von GM zwischenzeitlich um 9,22 Prozent auf 31,56 US-Dollar.

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