BMW-Erben erklimmen den Gipfel: Als reichste Deutsche im Fokus des Wohlstands

Dieter Schwarz hat den Titel als reichester Deutscher an die BMW-Großaktionäre Susanne Klatten und Stefan Quandt verloren

6.10.2023, 15:00
Eulerpool News 6. Okt. 2023, 15:00

Trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise verzeichnete das Vermögen einiger der 500 reichsten Deutschen in den letzten zwölf Monaten beeindruckendes Wachstum. Unter ihnen sind auch Susanne Klatten und Stefan Quandt, Großaktionäre von BMW.

Laut dem aktuellen Ranking des manager magazins konnten sie sich mit einem geschätzten Vermögen von 40,5 Milliarden Euro (2022: 33,3 Milliarden) den ersten Platz zurückerobern.

Die 62-jährige Klatten und der 57-jährige Quandt gelten nun wieder als die reichsten Deutschen, nachdem sie im letzten Jahr vom Lidl-Gründer Dieter Schwarz vom Thron gestoßen wurden. Schwarz belegt nun mit einem Vermögen von 39,5 Milliarden Euro (2022: 36 Milliarden) den zweiten Platz.

Auf dem vierten Platz der Reichenliste befindet sich die Familie Reimann, die über ihre JAB Holding Anteile an mehreren Konsumgüterherstellern hält. Ihr Vermögen wird auf 30,5 Milliarden Euro geschätzt, ein Rückgang von 3,5 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr. Dafür konnte die Familie Merck, bekannt für ihr Pharmageschäft, ihren Vermögen von 32 Milliarden Euro (2022: 28,5 Milliarden) deutlich steigern und sich somit den dritten Platz sichern.

Auf dem fünften Platz liegt Klaus Michael Kühne, der hauptsächlich in Logistik, Hotels und Lufthansa investiert ist und ein Vermögen von 28,5 Milliarden Euro vorweisen kann.

Die Familien Albrecht und Heister, Eigentümer von Aldi Süd, teilen sich mit einem Gesamtvermögen von 26,5 Milliarden Euro den sechsten Platz.

Die Familie Porsche, bekannt für ihre Automobilbeteiligungen, belegt den siebten Platz mit einem Vermögen von 23,8 Milliarden Euro.

Die Familien Theo Albrecht junior und Babette Albrecht, Eigentümer von Aldi Nord, erreichen mit einem kombinierten Vermögen von 18,4 Milliarden Euro den achten Platz.

Auf dem neunten Platz befindet sich die Familie Henkel mit einem Vermögen von 15,2 Milliarden Euro, gefolgt von der Familie Otto, Eigentümer eines Versandhandels, auf dem zehnten Platz mit einem Vermögen von 13,7 Milliarden Euro.

Das Manager Magazin veröffentlichte die Reichenliste nun zum 23. Mal. Die zugrunde liegenden Schätzungen basieren auf Aktienbewertungen, intensiven Recherchen in Registern und Archiven sowie Gesprächen mit Wirtschaftsprüfern und Banken. Auch nicht börsennotierte Unternehmen werden berücksichtigt, sowie Einschätzungen der Betroffenen selbst.

Insgesamt gibt es laut der Liste derzeit 226 Milliardäre in Deutschland, ein Zuwachs von 14 im Vergleich zum Vorjahr. Die Vermögen der Top 500 stiegen insgesamt um 82 Milliarden Euro auf knapp 1,1 Billionen Euro an.

Es ist jedoch zu beachten, dass dieser Zuwachs von 8,1 Prozent auch durch die Inflation beeinflusst wurde.

Zahl der Milliardäre steigt dank guter BörsenentwicklungHinter den Namen in der Liste verbergen sich entweder Individuen, Großfamilien oder Familienstiftungen, die gemeinsam ein entsprechendes Vermögen besitzen.

Im Jahr 2001, als die erste Liste der reichsten Deutschen veröffentlicht wurde, gab es 69 Milliardäre. Der Großteil des jetzigen Zuwachses ist auf die gute Entwicklung an der Börse zurückzuführen. Trotz des Ukrainekrieges, hoher Energiepreise und steigender Zinsen, wuchsen die Dax-Konzerne im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 Prozent.

Auch das Vermögen der BMW-Aktionäre Klatten und Quandt profitierte von einer gestiegenen Börsenbewertung des Unternehmens.

Strüngmann-Zwillinge erleiden Verlust - Viessmann-Familie auf dem VormarschWährend einige der reichsten Deutschen ihr Vermögen steigern konnten, erlitten andere große Verluste. Die Zwillinge Thomas und Andreas Strüngmann, die im Vorjahr noch auf dem neunten Platz lagen, mussten Verluste hinnehmen, da sie in großem Stil in den Impfstoffhersteller Biontech investiert hatten.

Doch seitdem die Pandemie unter Kontrolle scheint, ist der Börsenwert von Biontech stark gesunken. Dagegen schoss das Vermögen der Familie Viessmann in die Höhe.

Das Unternehmen aus Hessen verkaufte im April einen Teil seines Konzerns für zwölf Milliarden Euro an ein US-Unternehmen und konnte somit einen unerwarteten Finanzgewinn von geschätzten 13,5 Milliarden Euro erzielen. Somit stehen sie kurz davor, in die Top Ten der reichsten Deutschen aufzusteigen.

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