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Bayer-Konkurrent Syngenta strebt Börsengang an

Zuvor war der IPO an der Shanghaier Technologiebörse geplant- jetzt will das Unternehmen an den Hauptbörsenplatz

Eulerpool News 21. Mai 2023, 09:00

Es könnte der größte Börsengang des Jahres werden: Der Agrarchemie-Riese Syngenta, der von chinesischen Eigentümern kontrolliert wird, hat die Zulassung für eine Notierung am Haupthandelsplatz der Börse Shanghai bekommen. Mit dem Börsengang sollen mehr als neun Milliarden Dollar eingenommen werden, die Bewertung des Unternehmens wird auf rund 60 Milliarden Dollar geschätzt. Und es sieht so aus, als würde der Plan aufgehen: Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Börsennotierung im Herbst 2023 erfolgen - und wird wahrscheinlich der größte Deal des Jahres.

Syngenta hatte zunächst den Antrag für eine Notierung an der Shanghaier Technologiebörse Star Market gestellt. Allerdings gab es Verzögerungen im Zulassungsprozess, auch, weil der Konzern eigentlich zu groß für diesen Handelsplatz ist. Nach Reformen der regulatorischen Bedingungen haben sie nun beschlossen, den Schwerpunkt zu ändern. „Diese Börsennotierung wird der Syngenta Group den Zugang zu diversifizierteren Investoren ermöglichen und sich positiv auf den langfristigen Wert des Unternehmens auswirken“, sagte der Konzern.

Mit einem Umsatz von 33 Milliarden Dollar ist Syngenta der größte Agrarzulieferer der Welt - und hat in den letzten zwei Jahren seinen Umsatz um zehn Milliarden Dollar gesteigert. Der Konzern hat 2022 Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert, das erste Quartal 2023 verlief ebenfalls vielversprechend. Syngenta setzt bei der Modernisierung der heimischen Landwirtschaft in China auf seine sogenannten "Modern Agricultural Program"-Zentren, über die Saatgut, Pestizide und Futtermittel an Kleinbauern verkauft, aber auch Schulungen und Finanzierungen angeboten werden. Die Zahl der MAP-Zentren stieg im ersten Quartal 2023 um 124 auf landesweit 638 und hat bereits einen Umsatz von 1,1 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Selbst nach dem Börsengang will der chinesische Staatskonzern Chemchina einen großen Anteil an Syngenta halten.

Der chinesische Eigner von Syngenta steht beim IPO unter Druck, eine Bewertung zu erzielen, die über dem 2015 gezahlten Kaufpreis liegt. Doch Syngenta ist zuversichtlich, dass der Börsengang erfolgreich sein wird und sieht sich für die Herausforderung gewappnet. Ein Comeback im Aktienmarkt steht kurz bevor.

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