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Bayer-Aktionäre beunruhigt! 2023 sieht düsterer aus als erwartet!

Bayer wird für seine beiden größten Sparten CropScience und Pharma pessimistischer für das laufende Jahr

Eulerpool News 8. Aug. 2023, 13:00

Bayer wird auch 2023 für seine beiden größten Geschäftsbereiche CropScience und Pharma einen pessimistischeren Ausblick geben.

Der DAX 40-Konzern hatte den Jahresausblick durch den Preisverfall des Unkrautvernichters Glyphosat und schwächelndes Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten bereits im Juli gesenkt. Dies ist die erste größere Maßnahme des im Juni ernannten Vorsitzenden Bill Anderson. Investoren hoffen, dass Anderson damit erst einmal reinen Tisch gemacht hat. Er steht nun vor der Aufgabe, frischen Schwung zu bringen und ein Strategie-Update zur Zukunft des Konzerns zu liefern.

Um sich ein Bild über die wahre Entwicklung des Konzerns zu machen, werden die Prognosen wechselkursbereinigt angegeben.

Für das Agrarchemie- und Saatgutgeschäft CropScience rechnet Bayer 2023 bereinigt um Wechselkursveränderungen mit einem Umsatzrückgang von etwa 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, statt eines zuvor angestrebten Plus von 3 Prozent. Nach dem ersten Halbjahr ergibt sich ein Minus von nahezu 10 Prozent, vor allem durch ein drastisches Umfeld für Unkrautvernichter. Die Firma musste auch einige eher negative Entwicklungen bezüglich der Trägheit des Glyphosat-Geschäfts und Klagen wegen der verbotenen Chemikalie PCB in verschiedenen US-Bundesstaaten verkraften.

Bei der Pharmasparte machte sich vor allem die Umsatzschwäche des Blutgerinnungshemmer Xarelto bemerkbar. Durch den wachsenden Konkurrenzdruck für das umsatzstärkste Medikament und einen Preisdruck für das Augenmittel Eylea konnte Bayer auch mit 2023 nun kein Wachstum mehr erwarten. Stattdessen plant das Unternehmen eine bereinigte Operative Ergebnismarge von 28 Prozent bei Pharma und 21 Prozent bei CropScience. Der Konzern erwartet nun einen Umsatz von 48,5 bis 49,5 Milliarden Euro und ein um Sondereffekte bereinigter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 11,3 bis 11,8 Milliarden Euro.

Am Dienstag bestätigte Bayer auch die Eckdaten für das zweite Quartal: ein Umsatzeinbruch von knapp 14 Prozent auf 11 Milliarden Euro – ohne Währungseffekte noch gut 8 Prozent minus - und ein Verlust von 1,9 Milliarden Euro. Die Aktien des Konzerns notierten im frühen Handel zu 52,30 Euro und einem Plus von 0,13 Prozent.

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