Personengesellschaft
Definition und Erklärung
Die besten Investoren setzen auf Eulerpool
Trusted by leading companies and financial institutions
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Personengesellschaft: Personengesellschaft ist ein Rechtsbegriff, der im deutschen Wirtschaftsrecht Anwendung findet. Es bezieht sich auf eine Form der Unternehmensstruktur, bei der zwei oder mehr natürliche Personen eine Geschäftstätigkeit gemeinsam ausüben und dabei eine partnerschaftliche Vereinbarung eingehen. Im Vergleich zu Kapitalgesellschaften, wie beispielsweise GmbHs oder Aktiengesellschaften, zeichnet sich die Personengesellschaft durch ihre einfache und flexible Struktur aus. Die Personengesellschaft ist durch eine Vielzahl von Rechtsformen vertreten, wobei die bekanntesten die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die offene Handelsgesellschaft (OHG) und die Kommanditgesellschaft (KG) sind. Die Wahl der Rechtsform hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa der Art der Tätigkeit, der Haftung der Gesellschafter und den steuerlichen Aspekten. Eine Personengesellschaft entsteht in der Regel durch einen Gesellschaftsvertrag, in dem die genauen Bedingungen und Regelungen für die Partnerschaft festgelegt werden. Die Haftung der Gesellschafter einer Personengesellschaft ist ein wesentliches Merkmal. Im Falle einer GbR haften alle Gesellschafter unbeschränkt und persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Bei einer OHG haften auch alle Gesellschafter unbeschränkt, während bei einer KG zumindest ein Gesellschafter (Komplementär) unbeschränkt haftet und die anderen (Kommanditisten) lediglich in Höhe ihrer Einlage oder vereinbarten Haftungssumme. In Bezug auf die Besteuerung bietet eine Personengesellschaft zudem bestimmte Vorteile. Anders als bei Kapitalgesellschaften erfolgt die Besteuerung auf Ebene der Gesellschafter, wodurch eine doppelte Besteuerung vermieden wird. Dies kann insbesondere für kleinere Unternehmen von Interesse sein, da die Steuerbelastung reduziert werden kann. Mit der steigenden Popularität von Kryptowährungen haben Personengesellschaften auch in diesem Bereich an Bedeutung gewonnen. Bei der Gründung einer Kryptowährungsbörse oder einem Fonds zur Verwaltung von Kryptowährungen könnte eine Personengesellschaft die geeignete Rechtsform sein, um die Flexibilität und Partnerschaft zwischen den Gesellschaftern sicherzustellen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Personengesellschaft eine flexible und einfache Unternehmensstruktur darstellt, bei der zwei oder mehr natürliche Personen gemeinsam eine Geschäftstätigkeit ausüben. Die Wahl der Rechtsform hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Haftungsstruktur und steuerliche Überlegungen. Personengesellschaften sind insbesondere für kleinere Unternehmen und Start-ups attraktiv, da sie eine einfache Gründung und eine reduzierte Steuerbelastung bieten.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Personengesellschaft
Was bedeutet Personengesellschaft?
Personengesellschaft ist ein Rechtsbegriff, der im deutschen Wirtschaftsrecht Anwendung findet. Es bezieht sich auf eine Form der Unternehmensstruktur, bei der zwei oder mehr natürliche Personen eine Geschäftstätigkeit gemeinsam ausüben und dabei eine partnerschaftliche Vereinbarung eingehen.
Wie wird Personengesellschaft beim Investieren verwendet?
„Personengesellschaft“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Personengesellschaft in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Personengesellschaft“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Personengesellschaft?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Personengesellschaft“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Personengesellschaft?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Personengesellschaft“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Leserfavoriten im Eulerpool Börsenlexikon
Naturalgeld
Naturalgeld ist ein Begriff, der sich auf eine spezielle Art von Geld bezieht, das in einer Wirtschaft verwendet wird, die auf natürlichen Ressourcen basiert. Es kann als eine Alternative zu...
beschränkte persönliche Dienstbarkeit
Beschränkte Persönliche Dienstbarkeit is a legal concept in the field of real estate that grants a limited personal right to use or benefit from a property without actually owning it....
Inländerkonvertibilität
Inländerkonvertibilität ist ein Begriff, der sich auf die Fähigkeit einer Währung bezieht, frei in eine andere Währung umgetauscht zu werden, insbesondere für inländische Einwohner eines Landes. Diese Konvertibilität wird oft...
Kundenbefragung
Kundenbefragung – Definition und Bedeutung Eine Kundenbefragung ist ein wichtiges Instrument im Bereich des Investitionsmanagements, das darauf abzielt, Informationen und Rückmeldungen von potenziellen und bestehenden Kunden in den Bereichen Aktien, Kredite,...
Stackelberg-Führerschaft
Stackelberg-Führerschaft ist ein Konzept aus der Spieltheorie, das sich auf die Führungsposition einer Firma in einem Oligopol bezieht, in dem mehrere Unternehmen miteinander konkurrieren. Benannt nach Heinrich von Stackelberg, einem...
Wechseldomizil
Das Wechseldomizil ist eine Begrifflichkeit im Rahmen des Kapitalmarkts, die insbesondere im Zusammenhang mit spekulativen Investmentstrategien Verwendung findet. Es bezieht sich auf ein Finanzinstrument, mit dem Investoren ihre Positionen innerhalb...
Vergabeverordnung (VgV)
Die Vergabeverordnung (VgV) ist eine rechtliche Bestimmung in Deutschland, die die öffentliche Auftragsvergabe regelt. Sie wurde entwickelt, um ein transparentes und wettbewerbsorientiertes Verfahren für die Vergabe von Aufträgen im öffentlichen...
Latenzzeit
Latenzzeit ist ein technischer Begriff, der in den Kapitalmärkten eine große Rolle spielt, insbesondere wenn es um den Handel mit Wertpapieren, Darlehen, Anleihen, Geldmärkten und Kryptowährungen geht. Es bezieht sich...
Kalkulationsverfahren
Das Kalkulationsverfahren, auch bekannt als Bewertungsmethode, ist ein wesentlicher Bestandteil der Finanzanalyse und dient dazu, den fairen Wert von Anlageprodukten in den Kapitalmärkten zu bestimmen. Es ist ein mathematischer Prozess,...
Skontroführer
Der Skontroführer ist ein Begriff aus dem Börsenwesen und bezeichnet eine Person oder eine Institution, die als Markt- oder Teilnehmerbeobachter im Xetra-Handel fungiert. Der Skontroführer trägt dabei die Verantwortung dafür,...

