Gamma
Definition und Erklärung
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Gamma: Gamma ist eine der sogenannten griechischen Buchstaben, die in der Finanzanalyse verwendet werden, um die Sensitivität von Optionspreisveränderungen in Bezug auf Preisveränderungen des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu messen. Gamma gibt an, wie schnell sich Delta ändert, wenn der zugrunde liegende Vermögenswert um einen bestimmten Betrag steigt oder fällt. Um genauer zu sein, misst Gamma die Konvexität des Optionspreis-Profils im Verhältnis zum zugrunde liegenden Vermögenswert. Eine Option mit einem hohen Gamma wird eine stärkere Preisänderung erfahren, wenn der zugrunde liegende Vermögenswert steigt oder fällt, während eine Option mit einem niedrigeren Gamma weniger empfindlich auf diese Veränderungen reagieren wird. Ein höheres Gamma ist ein Vorteil für Käufer von Optionen, da dies bedeutet, dass ihr Delta schneller steigt, was bedeutet, dass sie mehr Geld verdienen können, wenn der zugrunde liegende Vermögenswert im Wert steigt. Für Verkäufer von Optionen ist ein höheres Gamma ein Nachteil, da es bedeutet, dass sie einem höheren Risiko ausgesetzt sind, da die Preisänderungen des zugrunde liegenden Vermögenswerts ihre Gewinne oder Verluste schneller beeinflussen können. Gamma wird auch häufig als Maß für das Risiko von Optionen betrachtet. Je höher das Gamma, desto höher das Risiko, da Optionspreisveränderungen schneller und stärker auftreten können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gamma ein wichtiger Aspekt bei der Bewertung und dem Risikomanagement von Optionen ist. Ein tieferes Verständnis von Gamma kann Investoren und Händlern helfen, bessere Entscheidungen bei der Auswahl, dem Kauf und dem Verkauf von Optionen zu treffen.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Gamma
Was bedeutet Gamma?
Gamma ist eine der sogenannten griechischen Buchstaben, die in der Finanzanalyse verwendet werden, um die Sensitivität von Optionspreisveränderungen in Bezug auf Preisveränderungen des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu messen. Gamma gibt an, wie schnell sich Delta ändert, wenn der zugrunde liegende Vermögenswert um einen bestimmten Betrag steigt oder fällt.
Wie wird Gamma beim Investieren verwendet?
„Gamma“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Gamma in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Gamma“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Gamma?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Gamma“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Gamma?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Gamma“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Leserfavoriten im Eulerpool Börsenlexikon
Handelsregister
Handelsregister – Definition und Bedeutung Das Handelsregister ist eine öffentlich zugängliche, amtliche Datenbank, die in Deutschland geführt wird und Informationen über sämtliche im Handelsregister eingetragenen Unternehmen enthält. Diese Datenbank dient als...
Residuen, rekursive
Residuen, rekursive (oder rekursives Residuum) ist ein fortgeschrittenes Konzept in der Finanzanalyse und bezieht sich auf den verbleibenden Restwert einer Investition nach Extraktion aller bekannten Einflussfaktoren und Bewertungen. Es handelt...
Gratisaktie
Eine Gratisaktie ist eine Aktie, die einem Aktionär als zusätzliche Belohnung für den Besitz bereits vorhandener Aktien eines bestimmten Unternehmens gewährt wird. Diese Art der Aktienzuteilung wird auch als Bonus-...
Koppelungsvorschriften
Koppelungsvorschriften sind Regelungen innerhalb der Kapitalmärkte, die die Verbindung verschiedener Finanzinstrumente vorschreiben. Diese Vorschriften dienen dazu, die Interaktionen zwischen den Finanzmärkten zu steuern und Risiken zu minimieren. Im Bereich der Aktienmärkte...
Back-to-Back Credit
Back-to-Back Credit (Kreditlinie) definiert eine spezielle Form der Kreditvergabe, bei der ein Kreditgeber einem Kreditnehmer eine Kreditlinie gewährt, basierend auf der Bereitstellung von Sicherheiten durch den Kreditnehmer. Diese Art von...
Geschäftsordnung
Die Geschäftsordnung ist ein entscheidendes Dokument, das die Regeln und Abläufe für die Durchführung von Geschäften in einer Organisation oder in der Finanzwelt festlegt. Sie dient als Leitfaden, um Geschäftsprozesse...
Betrauungsakte
Die Betrauungsakte bezieht sich auf ein Dokument, das im Bereich der Kapitalmärkte verwendet wird und eine rechtliche Vereinbarung zwischen einem Finanzinstitut und einem Kunden darstellt. Die Betrauungsakte wird häufig im...
kompetenzbasierte Theorie der Unternehmung
Die kompetenzbasierte Theorie der Unternehmung ist ein Ansatz, der sich mit der strategischen Ausrichtung von Unternehmen befasst und betont, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens auf seinen Kernkompetenzen basiert. Diese Theorie...
Bestbeschäftigung
Bestbeschäftigung ist ein rechtlicher Begriff, der im deutschen Arbeitsrecht Anwendung findet. Er bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer eine Tätigkeit anzubieten, die seinen Fähigkeiten, Qualifikationen und persönlichen...
finanzielles Eigeninteresse
Finanzielles Eigeninteresse bezieht sich auf das materielle Wohl oder den finanziellen Nutzen, den eine Person oder eine Organisation aus einer bestimmten Handlung oder Investition erzielen möchte. Im Bereich der Kapitalmärkte...

