Badwill
Definition und Erklärung
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Badwill: Badwill, auch bekannt als negativer Goodwill, ist ein Begriff aus der Unternehmensbewertung, speziell im Zusammenhang mit Fusionen und Übernahmen. Er entsteht, wenn der tatsächliche Marktwert eines erworbenen Unternehmens unter dem Buchwert liegt. Dies kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, wie zum Beispiel eine überbewertete Buchhaltung, eine rückläufige Geschäftsentwicklung oder ein geschädigter Ruf. Badwill ergibt sich insbesondere dann, wenn der Erwerber das erworbene Unternehmen zu einem Preis erwerben konnte, der niedriger ist als der Wert der individuellen Vermögenswerte des Unternehmens. Diese preisliche Diskrepanz resultiert aus einer Minderbewertung der Vermögenswerte, einer Überschuldung des erworbenen Unternehmens oder aus anderen nicht-wertgenerierenden Faktoren. In der Praxis wird Badwill als Vermögenswert von der Bilanz des erwerbenden Unternehmens abgezogen. Es stellt somit eine Kapitalquelle für die zukünftige Verwendung dar. Dieser Abzug wirkt sich möglicherweise positiv auf das Eigenkapital des erwerbenden Unternehmens aus, da der Buchwert der erworbenen Vermögenswerte niedriger ist als ihr tatsächlicher Marktwert. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein erworbenes Unternehmen einen Badwill aufweisen kann. Zum Beispiel könnte das Unternehmen von einem Skandal betroffen sein, negative Geschäftsrisiken bergen oder in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld tätig sein. In solchen Fällen wird der potenzielle Käufer das Unternehmen zu einem Preis erwerben, der den zugrunde liegenden Schwierigkeiten Rechnung trägt, was zu einem Badwill führen kann. Für den erwerbenden Investor kann Badwill auch steuerliche Vorteile bieten. In einigen Ländern können Badwill-Beträge steuerlich als Verlustvortrag eingesetzt werden, um zukünftige Steuerzahlungen zu reduzieren. Insgesamt ist Badwill ein Konzept, das die Differenz zwischen dem tatsächlichen Marktwert und dem Buchwert eines erworbenen Unternehmens beschreibt. Es kann verschiedene Gründe für das Auftreten von Badwill geben und hat Auswirkungen auf die Bilanz und die steuerlichen Aspekte des erwerbenden Unternehmens.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Badwill
Was bedeutet Badwill?
Badwill, auch bekannt als negativer Goodwill, ist ein Begriff aus der Unternehmensbewertung, speziell im Zusammenhang mit Fusionen und Übernahmen. Er entsteht, wenn der tatsächliche Marktwert eines erworbenen Unternehmens unter dem Buchwert liegt.
Wie wird Badwill beim Investieren verwendet?
„Badwill“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Badwill in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Badwill“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Badwill?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Badwill“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Badwill?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Badwill“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Preferințele cititorilor în dicționarul bursier Eulerpool
Elternrente
Elternrente ist ein Begriff, der in Zusammenhang mit dem deutschen Sozialversicherungssystem verwendet wird. Es handelt sich um eine Rentenleistung, die den Eltern gewährt wird, um die finanzielle Unterstützung bei der...
Vertrauensschaden
Der Vertrauensschaden ist ein Begriff aus dem Bereich des Schadensrechts und bezieht sich speziell auf das Vertrauen einer Partei in eine andere Partei mit Bezug auf geschäftliche Transaktionen, insbesondere im...
Exportdokumente
Exportdokumente sind eine wichtige Variante von Handelsdokumenten, die bei Exportgeschäften verwendet werden. Sie stellen eine unverzichtbare Voraussetzung für den internationalen Handel dar, da sie das rechtmäßige Versenden von Waren aus...
kurspflegende Stellen
"Kurspflegende Stellen" ist ein Begriff aus dem Finanzwesen, der sich auf bestimmte Akteure bezieht, die eine unterstützende Rolle beim Kursverhalten von Wertpapieren spielen. Diese Stellen können von verschiedenen Marktteilnehmern wahrgenommen...
Mehrwertsteuerbetrug
Mehrwertsteuerbetrug ist ein Begriff, der sich auf eine betrügerische Praxis im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer bezieht. Genauer gesagt handelt es sich um den Fall, in dem Unternehmen vorsätzlich falsche Angaben...
Auseinandersetzung
"Auseinandersetzung" ist ein Begriff aus dem Bereich der Finanzmärkte und bezieht sich auf den Prozess der Auflösung oder Beendigung einer Vermögensgemeinschaft. Dieser Begriff wird sowohl im Zusammenhang mit Aktieninvestitionen, Krediten,...
optische Täuschungen
Optische Täuschungen Optische Täuschungen, auch Visuelle Illusionen genannt, sind Phänomene, bei denen das menschliche Auge und Gehirn Informationen unterschiedlich wahrnehmen und interpretieren. Sie stellen eine faszinierende Herausforderung dar, da unsere visuelle...
Auslösungen
Auslösungen sind in der Finanzwelt der Prozess oder die Handlung, bei der eine Position geschlossen oder ausgeglichen wird. Dies kann sowohl bei Aktien, Anleihen, Kryptowährungen als auch in anderen Kapitalmärkten...
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Konzern-GuV)
Die "Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Konzern-GuV)" ist ein zentrales Instrument der finanziellen Berichterstattung in Kapitalmärkten. Sie bietet einen umfassenden Überblick über die finanzielle Leistung eines Unternehmens und bildet das Ergebnis von...
Anrechnungsprinzip
Das Anrechnungsprinzip ist ein Konzept in der Besteuerung von Kapitalerträgen, insbesondere im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Aktivitäten. Es bezieht sich auf die Methode, wie ausländische Steuern, die auf Einkommen oder Gewinne...

