Versagung
Definition und Erklärung
Reconnaître les actions sous-évaluées en un coup d'œil
Trusted by leading companies and financial institutions
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Versagung: Die Versagung ist ein rechtlicher Begriff, der im Insolvenzrecht verwendet wird und den Entzug einer bestimmten Rechtsfolge für den Insolvenzschuldner beschreibt. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens kann ein Insolvenzgericht die Versagung bestimmter Ansprüche oder Privilegien gegenüber dem schuldnerischen Vermögen anordnen, wenn sich der Schuldner bestimmten rechtlichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen ist. Die Versagung kann verschiedene Komponenten umfassen, darunter den Entzug oder die Aufhebung von Rechten, die Verweigerung von Privilegien oder den Ausschluss von Zahlungs- oder Haftungserleichterungen. Das Insolvenzgericht kann die Versagung eines Anspruchs anordnen, wenn der Insolvenzschuldner beispielsweise Vermögenswerte verschwendet, wichtige Informationen verschleiert oder betrügerische Handlungen begangen hat. Die Versagung hat das Ziel, die Vermögensmasse des Schuldners zu schützen und eine faire Verteilung der Mittel an die Gläubiger sicherzustellen. Im deutschen Insolvenzrecht sind verschiedene Voraussetzungen für die Versagung bestimmter Rechtsfolgen vorgesehen. Das Gericht kann die Versagung anordnen, wenn der Schuldner beispielsweise vorsätzlich falsche Angaben zur Insolvenz gemacht hat, Vermögenswerte beiseite geschafft hat oder seine Buchführung nicht ordnungsgemäß geführt hat. Auch eine strafbare Handlung gegenüber Gläubigern oder die Beeinträchtigung der Vermögensmasse können zur Versagung führen. Die Versagung hat erhebliche Auswirkungen auf den Insolvenzschuldner, da sie die Rechte anderer Parteien, insbesondere der Gläubiger, stärkt. Durch die Versagung können die Gläubiger ihre Ansprüche gegen das Vermögen des Schuldners effektiver durchsetzen und eine gerechtere Verteilung der Mittel erhalten. Daher ist die Versagung im Insolvenzverfahren ein wichtiger Mechanismus, um den Schutz der Gläubiger zu gewährleisten und eine möglichst umfassende Befriedigung der Forderungen zu ermöglichen. Auf Eulerpool.com, der führenden Website für Aktienforschung und Finanznachrichten, finden Investoren eine detaillierte Erklärung dieses Begriffs sowie ein umfassendes Glossar für Kapitalmärkte. Bei Eulerpool.com bieten wir Investoren eine erstklassige Ressource, um ihr Verständnis von Begriffen und Fachterminologie zu vertiefen und so fundierte Anlageentscheidungen zu treffen.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Versagung
Was bedeutet Versagung?
Die Versagung ist ein rechtlicher Begriff, der im Insolvenzrecht verwendet wird und den Entzug einer bestimmten Rechtsfolge für den Insolvenzschuldner beschreibt. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens kann ein Insolvenzgericht die Versagung bestimmter Ansprüche oder Privilegien gegenüber dem schuldnerischen Vermögen anordnen, wenn sich der Schuldner bestimmten rechtlichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen ist.
Wie wird Versagung beim Investieren verwendet?
„Versagung“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Versagung in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Versagung“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Versagung?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Versagung“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Versagung?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Versagung“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Favoris des lecteurs dans le lexique boursier Eulerpool
Sammelabschreibung
Sammelabschreibung, auch bekannt als Gruppenabschreibung, ist ein Begriff aus dem Bereich der Kapitalmärkte und bezieht sich auf eine bestimmte Methode, mit der Unternehmen den Wertverlust von Vermögenswerten in ihren Büchern...
Anrechnungssystem
Anrechnungssystem: Ein Anrechnungssystem ist ein strukturiertes Verfahren, das in verschiedenen Finanzmärkten implementiert wird, um Transaktionen abzuwickeln und die Berechnung von Zahlungen oder Verpflichtungen zwischen den Teilnehmern zu ermöglichen. Es handelt sich...
Versicherungsprüfer
Ein Versicherungsprüfer ist eine Person, die für Versicherungsunternehmen tätig ist und dafür verantwortlich ist, Risiken bei potenziellen Versicherungsnehmern zu bewerten und zu entscheiden, ob eine Versicherung abgeschlossen werden kann oder...
Wohn-Riester
Wohn-Riester ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge in Deutschland, die speziell auf den Erwerb oder die Modernisierung von Eigentumswohnungen oder Eigenheimen ausgerichtet ist. Dabei können Bürgerinnen und Bürger...
Schiffsbrief
Der Schiffsbrief ist ein historisches Finanzinstrument, das in der Schifffahrtsindustrie verwendet wurde, um Kapital für den Bau oder die Finanzierung von Schiffen zu beschaffen. Der Schiffsbrief ist eine Art Schuldverschreibung,...
Lohnherstellung
"Lohnherstellung" ist ein Begriff, der in der Kapitalmarktbranche verwendet wird, um einen Prozess zu beschreiben, bei dem ein Unternehmen die Produktion von Waren oder Dienstleistungen an einen externen Auftragnehmer auslagert....
Dokumentationspflicht bei Verrechnungspreisen
Die Dokumentationspflicht bei Verrechnungspreisen bezieht sich auf die rechtlichen Anforderungen, die Unternehmen bei der Festlegung und Überprüfung der Verrechnungspreise zwischen verbundenen Unternehmen erfüllen müssen. Verrechnungspreise sind die Preise, zu denen...
Union Douanière et Economique de l'Afrique Centrale
Union Douanière et Économique de l'Afrique Centrale (UDEAC) umfasst eine Zoll- und Wirtschaftsunion, die im Jahr 1964 gegründet wurde. Ziel der UDEAC ist es, die wirtschaftliche Integration der zentralafrikanischen Staaten...
Green Clause
Die "Green Clause" ist eine Klausel in einer Anleihevereinbarung (Schuldverschreibung), die darauf abzielt, Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele zu fördern. Diese Klausel ermöglicht es dem Emittenten, bestimmte Verpflichtungen einzugehen, die darauf abzielen,...
Linienverkehr
Linienverkehr ist ein Begriff, der in der Finanzbranche verwendet wird, insbesondere im Zusammenhang mit Anleihen und festverzinslichen Wertpapieren. Es bezieht sich auf den Handel von Anleihen an einer Börse oder...

