Retentionsrecht

Definition und Erklärung

TL;DR – Kurzdefinition

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Retentionsrecht: Retentionsrecht ist ein juristischer Begriff, der das Recht eines Gläubigers beschreibt, ein Teil des ihm verschuldeten Betrags als Sicherheit zurückzubehalten. Es dient dazu, einen Ausgleich zu schaffen, falls der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Retentionsrecht ist insbesondere im Bereich der Kreditmärkte und des Handels mit Waren und Dienstleistungen relevant. Ein Retentionsrecht kann beispielsweise in einem Kreditvertrag vereinbart werden, um sicherzustellen, dass der Kreditgeber im Falle eines Zahlungsausfalls des Schuldners zumindest einen Teil der offenen Forderungen abdecken kann. Das Retentionsrecht ermöglicht es dem Gläubiger, bestimmte Vermögenswerte des Schuldners einzufrieren oder den Zugriff darauf zu beschränken, bis seine Forderungen beglichen sind. Das Retentionsrecht spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Handel mit physischen Gütern. Ein Lieferant kann beispielsweise ein Retentionsrecht ausüben, um sicherzustellen, dass er bei Nichtzahlung des Käufers die gelieferte Ware zurückfordern und verkaufen kann, um die offenen Forderungen zu decken. In diesem Szenario hat der Lieferant das Recht, Eigentum an der Ware zu behalten, bis er vollständig entschädigt wurde. In Bezug auf den Handel mit Wertpapieren kann das Retentionsrecht auf ähnliche Weise angewendet werden. Ein Broker oder Kreditgeber kann einen Teil der Wertpapiere eines Kunden als Sicherheit zurückbehalten, um mögliche Verluste zu decken. Dies gewährleistet, dass der Broker oder Kreditgeber im Falle eines Margin Calls oder eines Zahlungsausfalls über genügend Vermögenswerte verfügt, um ausstehende Beträge zu begleichen. Insgesamt ist das Retentionsrecht ein wesentliches juristisches Instrument, das in verschiedenen Bereichen des Kapitalmarkts eingesetzt wird, um Gläubigern Schutz zu bieten und sicherzustellen, dass ihre Forderungen im Falle einer Zahlungsunfähigkeit erfolgreich eingetrieben werden können. Besuchen Sie Eulerpool.com für weitere Informationen und um das umfangreiche Glossar mit hochwertigen Definitionen zu allen relevanten Begriffen im Bereich der Kapitalmärkte einzusehen. Unser Ziel ist es, Investoren und Finanzexperten eine verlässliche Quelle für Informationen und Fachwissen zu bieten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und erfolgreich agieren zu können.

Ausführliche Definition

Retentionsrecht ist ein juristischer Begriff, der das Recht eines Gläubigers beschreibt, ein Teil des ihm verschuldeten Betrags als Sicherheit zurückzubehalten. Es dient dazu, einen Ausgleich zu schaffen, falls der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Retentionsrecht ist insbesondere im Bereich der Kreditmärkte und des Handels mit Waren und Dienstleistungen relevant. Ein Retentionsrecht kann beispielsweise in einem Kreditvertrag vereinbart werden, um sicherzustellen, dass der Kreditgeber im Falle eines Zahlungsausfalls des Schuldners zumindest einen Teil der offenen Forderungen abdecken kann. Das Retentionsrecht ermöglicht es dem Gläubiger, bestimmte Vermögenswerte des Schuldners einzufrieren oder den Zugriff darauf zu beschränken, bis seine Forderungen beglichen sind. Das Retentionsrecht spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Handel mit physischen Gütern. Ein Lieferant kann beispielsweise ein Retentionsrecht ausüben, um sicherzustellen, dass er bei Nichtzahlung des Käufers die gelieferte Ware zurückfordern und verkaufen kann, um die offenen Forderungen zu decken. In diesem Szenario hat der Lieferant das Recht, Eigentum an der Ware zu behalten, bis er vollständig entschädigt wurde. In Bezug auf den Handel mit Wertpapieren kann das Retentionsrecht auf ähnliche Weise angewendet werden. Ein Broker oder Kreditgeber kann einen Teil der Wertpapiere eines Kunden als Sicherheit zurückbehalten, um mögliche Verluste zu decken. Dies gewährleistet, dass der Broker oder Kreditgeber im Falle eines Margin Calls oder eines Zahlungsausfalls über genügend Vermögenswerte verfügt, um ausstehende Beträge zu begleichen. Insgesamt ist das Retentionsrecht ein wesentliches juristisches Instrument, das in verschiedenen Bereichen des Kapitalmarkts eingesetzt wird, um Gläubigern Schutz zu bieten und sicherzustellen, dass ihre Forderungen im Falle einer Zahlungsunfähigkeit erfolgreich eingetrieben werden können. Besuchen Sie Eulerpool.com für weitere Informationen und um das umfangreiche Glossar mit hochwertigen Definitionen zu allen relevanten Begriffen im Bereich der Kapitalmärkte einzusehen. Unser Ziel ist es, Investoren und Finanzexperten eine verlässliche Quelle für Informationen und Fachwissen zu bieten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und erfolgreich agieren zu können.

Häufig gestellte Fragen zu Retentionsrecht

Was bedeutet Retentionsrecht?

Retentionsrecht ist ein juristischer Begriff, der das Recht eines Gläubigers beschreibt, ein Teil des ihm verschuldeten Betrags als Sicherheit zurückzubehalten. Es dient dazu, einen Ausgleich zu schaffen, falls der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Wie wird Retentionsrecht beim Investieren verwendet?

„Retentionsrecht“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).

Woran erkenne ich Retentionsrecht in der Praxis?

Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Retentionsrecht“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.

Welche typischen Fehler gibt es bei Retentionsrecht?

Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Retentionsrecht“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.

Welche Begriffe sind eng verwandt mit Retentionsrecht?

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