Lassalle

Definition und Erklärung

TL;DR – Kurzdefinition

Zu den FAQs →

Lassalle: Lassalle (auch bekannt als Lassalle-Doktrin oder Lassalle-Heymann-Formel) ist ein Begriff aus der Welt der Finanzen und bezeichnet eine Methode zur Bewertung von Schulddienstleistungen, insbesondere von Anleihen. Die Lassalle-Doktrin basiert auf dem Konzept der erweiterten Sicherheit, bei dem der Wert einer Schuldverschreibung nicht nur von der Bonität des Schuldners abhängt, sondern auch von den damit verbundenen Vermögenswerten. Benannt nach dem deutschen Nationalökonomen Ferdinand Lassalle, der im 19. Jahrhundert zahlreiche wichtige Beiträge zur Wirtschaftstheorie geleistet hat, stellt die Lassalle-Doktrin eine wichtige Methode der Bewertung von Anleihen dar. Sie berücksichtigt nicht nur die finanzielle Stabilität des Emittenten einer Schuldverschreibung, sondern auch den Wert der Vermögenswerte, die als Sicherheit für die Rückzahlung der Schuld dienen. Die Lassalle-Doktrin wird oft auch als Lassalle-Heymann-Formel bezeichnet, da sie von Ferdinand Lassalle in Zusammenarbeit mit dem deutschen Juristen Johann Jacoby Heymann entwickelt wurde. Die Methode kombiniert wirtschaftliche und rechtliche Aspekte, um den Wert einer Anleihe zu bestimmen. Ein wichtiger Bestandteil der Lassalle-Doktrin ist die Unterscheidung zwischen dem "valutaobjektiven" und dem "valutarelativen" Wert einer Schuldverschreibung. Der valutaobjektive Wert bezieht sich auf den intrinsischen Wert der Schuldverschreibung aufgrund der mit ihr verbundenen Vermögenswerte. Der valutarelationale Wert hingegen berücksichtigt die Marktbedingungen, insbesondere das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Schulddienstleistungen. Die Lassalle-Doktrin bietet Investoren und Finanzanalytikern eine umfassende Methode, um den Wert von Anleihen zu bewerten. Durch die Berücksichtigung sowohl der Bonität des Schuldners als auch der Wertigkeit der verbundenen Vermögenswerte ermöglicht sie eine fundierte Entscheidungsfindung bei Investitionen in Schuldtitel. Da Anleihen eine bedeutende Rolle in den Kapitalmärkten spielen, ist die Kenntnis und Anwendung der Lassalle-Doktrin für Investoren und Finanzprofis unerlässlich. Auf Eulerpool.com, einer führenden Website für Finanznachrichten und Aktienanalyse, finden Sie eine umfassende Sammlung von Fachbegriffen und Definitionen wie der Lassalle-Doktrin, um Ihr Verständnis der Kapitalmärkte zu erweitern. Unsere Glossare und Lexika bieten Ihnen präzise und gut recherchierte Erklärungen von Finanzterminologien, die Ihnen bei der erfolgreichen Navigation durch die Welt der Investitionen helfen.

Ausführliche Definition

Lassalle (auch bekannt als Lassalle-Doktrin oder Lassalle-Heymann-Formel) ist ein Begriff aus der Welt der Finanzen und bezeichnet eine Methode zur Bewertung von Schulddienstleistungen, insbesondere von Anleihen. Die Lassalle-Doktrin basiert auf dem Konzept der erweiterten Sicherheit, bei dem der Wert einer Schuldverschreibung nicht nur von der Bonität des Schuldners abhängt, sondern auch von den damit verbundenen Vermögenswerten. Benannt nach dem deutschen Nationalökonomen Ferdinand Lassalle, der im 19. Jahrhundert zahlreiche wichtige Beiträge zur Wirtschaftstheorie geleistet hat, stellt die Lassalle-Doktrin eine wichtige Methode der Bewertung von Anleihen dar. Sie berücksichtigt nicht nur die finanzielle Stabilität des Emittenten einer Schuldverschreibung, sondern auch den Wert der Vermögenswerte, die als Sicherheit für die Rückzahlung der Schuld dienen. Die Lassalle-Doktrin wird oft auch als Lassalle-Heymann-Formel bezeichnet, da sie von Ferdinand Lassalle in Zusammenarbeit mit dem deutschen Juristen Johann Jacoby Heymann entwickelt wurde. Die Methode kombiniert wirtschaftliche und rechtliche Aspekte, um den Wert einer Anleihe zu bestimmen. Ein wichtiger Bestandteil der Lassalle-Doktrin ist die Unterscheidung zwischen dem "valutaobjektiven" und dem "valutarelativen" Wert einer Schuldverschreibung. Der valutaobjektive Wert bezieht sich auf den intrinsischen Wert der Schuldverschreibung aufgrund der mit ihr verbundenen Vermögenswerte. Der valutarelationale Wert hingegen berücksichtigt die Marktbedingungen, insbesondere das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Schulddienstleistungen. Die Lassalle-Doktrin bietet Investoren und Finanzanalytikern eine umfassende Methode, um den Wert von Anleihen zu bewerten. Durch die Berücksichtigung sowohl der Bonität des Schuldners als auch der Wertigkeit der verbundenen Vermögenswerte ermöglicht sie eine fundierte Entscheidungsfindung bei Investitionen in Schuldtitel. Da Anleihen eine bedeutende Rolle in den Kapitalmärkten spielen, ist die Kenntnis und Anwendung der Lassalle-Doktrin für Investoren und Finanzprofis unerlässlich. Auf Eulerpool.com, einer führenden Website für Finanznachrichten und Aktienanalyse, finden Sie eine umfassende Sammlung von Fachbegriffen und Definitionen wie der Lassalle-Doktrin, um Ihr Verständnis der Kapitalmärkte zu erweitern. Unsere Glossare und Lexika bieten Ihnen präzise und gut recherchierte Erklärungen von Finanzterminologien, die Ihnen bei der erfolgreichen Navigation durch die Welt der Investitionen helfen.

Häufig gestellte Fragen zu Lassalle

Was bedeutet Lassalle?

Lassalle (auch bekannt als Lassalle-Doktrin oder Lassalle-Heymann-Formel) ist ein Begriff aus der Welt der Finanzen und bezeichnet eine Methode zur Bewertung von Schulddienstleistungen, insbesondere von Anleihen. Die Lassalle-Doktrin basiert auf dem Konzept der erweiterten Sicherheit, bei dem der Wert einer Schuldverschreibung nicht nur von der Bonität des Schuldners abhängt, sondern auch von den damit verbundenen Vermögenswerten.

Wie wird Lassalle beim Investieren verwendet?

„Lassalle“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).

Woran erkenne ich Lassalle in der Praxis?

Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Lassalle“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.

Welche typischen Fehler gibt es bei Lassalle?

Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Lassalle“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.

Welche Begriffe sind eng verwandt mit Lassalle?

Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Lassalle“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.

Favoris des lecteurs dans le lexique boursier Eulerpool

Escalating Commitment

Escalating Commitment - Definition und Erklärung Escalating Commitment (zu Deutsch: Eskalierende Verpflichtung) ist ein Begriff aus der Verhaltensökonomie und bezieht sich auf das Phänomen, dass Investoren oder Finanzinstitutionen trotz negativer Auswirkungen...

Steuereinholung

Steuereinholung ist ein Begriff aus dem Bereich des Investmentsteuerrechts, der sich auf den Prozess der Rückerstattung von Steuern im Zusammenhang mit Kapitalanlagen bezieht. Es handelt sich um einen wichtigen Schritt,...

europäische Normen

"Europäische Normen" ist ein Begriff, der in Bezug auf Investitionen in den Kapitalmärkten verwendet wird und auf die Normen und Richtlinien verweist, die in Europa für verschiedene Finanzinstrumente gelten. Diese...

Bulexit

Bulexit in the German language is a term that combines "Bull" and "Exit," symbolizing the retreat or departure of bullish sentiment within the context of capital markets. In diesem Glossarartikel...

Wertschöpfungskette

Die Wertschöpfungskette ist ein wichtiger Begriff in der Finanzwelt, insbesondere in den Bereichen Aktien, Kredite, Anleihen, Geldmärkte und Kryptowährungen. Bei der Wertschöpfungskette handelt es sich um den Prozess, bei dem...

Coupontest

"Coupontest" Der Begriff "Coupontest" bezieht sich auf ein Verfahren zur Überprüfung von Zinszahlungen bei Anleihen oder festverzinslichen Wertpapieren. Diese Tests dienen der Gewährleistung der Integrität und Richtigkeit der Zinszahlungen gegenüber den...

horizontaler Finanzausgleich

Der horizontale Finanzausgleich ist ein zentraler Begriff im Bereich der Finanzpolitik und bezieht sich auf den Ausgleich von finanziellen Ressourcen zwischen verschiedenen Gebietskörperschaften eines Landes. In Deutschland ist der horizontale...

Donor Lifetime Value

Donor Lifetime Value (DLV) – Definition, Bedeutung und Kalkulation Im philanthropischen Bereich ist der Begriff "Donor Lifetime Value" von entscheidender Bedeutung, um das langfristige Engagement und den Wert eines Spenders für...

politische Partei

Eine politische Partei ist eine formale Organisation, die sich aus freiwilligen Mitgliedern zusammensetzt und politisches Handeln auf nationaler oder regionaler Ebene betreibt. Sie spielt eine entscheidende Rolle in modernen Demokratien,...

Aufwendungsersatz

"Aufwendungsersatz" ist ein rechtlicher Begriff, der im Bereich des deutschen Vertragsrechts Anwendung findet. Es bezieht sich auf die Entschädigung oder Erstattung von Auslagen, die einer Partei im Zusammenhang mit einem...