Coase-Theorem
Definition und Erklärung
Reconnaître les actions sous-évaluées en un coup d'œil
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TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Coase-Theorem: Das Coase-Theorem ist ein von dem britischen Ökonomen Ronald Coase entwickeltes Konzept aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Es handelt sich um eine theoretische Aussage, die besagt, dass unter bestimmten Annahmen effiziente Ergebnisse erreicht werden können, unabhängig von der Verteilung der Eigentumsrechte. Das Coase-Theorem basiert auf der Idee, dass individuelle Verhandlungen zwischen den beteiligten Parteien dazu führen können, dass Ressourcen optimal genutzt werden. In seiner ursprünglichen Formulierung geht das Theorem davon aus, dass es keine Transaktionskosten gibt und dass alle Betroffenen perfekt informiert sind. Diese Annahmen sind jedoch in der realen Welt selten erfüllt. Der Kern des Theorems liegt in der Erkenntnis, dass es meist mehrere Möglichkeiten gibt, eine Ressource zu nutzen und dass die Verteilung der Eigentumsrechte einen Einfluss darauf haben kann, wie die Ressource genutzt wird. Wenn die Eigentumsrechte klar definiert sind, können die beteiligten Parteien untereinander verhandeln und vereinbaren, wie sie die Ressource nutzen möchten. Dadurch kann eine effiziente Allokation der Ressource erreicht werden. Ein Beispiel zur Veranschaulichung des Coase-Theorems ist das Problem der externen Effekte, wie beispielsweise Umweltverschmutzung. Wenn die Eigentumsrechte an der Umwelt oder den natürlichen Ressourcen klar definiert sind, können die beteiligten Parteien Verträge abschließen, um die Verschmutzung zu reduzieren. Dies können beispielsweise Verträge über Emissionsreduktionen oder die Zahlung von Kompensationszahlungen sein. Das Coase-Theorem hat wichtige Implikationen für die Gestaltung von Politikmaßnahmen zur Lösung von Marktversagen. Es legt nahe, dass ein Marktanreizmechanismus durch die Zuweisung von Eigentumsrechten und die Förderung von Verhandlungen zwischen den beteiligten Parteien bevorzugt werden sollte, um effiziente Ergebnisse zu erzielen. In der Praxis sind jedoch häufig Transaktionskosten und Informationsasymmetrien vorhanden, die die Fähigkeit der beteiligten Parteien, effiziente Lösungen zu verhandeln, einschränken können. Daher muss die Regierung manchmal in Form von Gesetzen und regulatorischen Maßnahmen eingreifen, um Marktversagen zu korrigieren. Das Coase-Theorem ist eine wichtige theoretische Grundlage für die Analyse von externen Effekten und Marktversagen und bietet einen Rahmen für die Untersuchung von Verhandlungsprozessen und die Gestaltung von Politikmaßnahmen. Es ist ein unverzichtbares Konzept für Investoren und Finanzexperten, um die Funktionsweise der Kapitalmärkte besser zu verstehen.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Coase-Theorem
Was bedeutet Coase-Theorem?
Das Coase-Theorem ist ein von dem britischen Ökonomen Ronald Coase entwickeltes Konzept aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Es handelt sich um eine theoretische Aussage, die besagt, dass unter bestimmten Annahmen effiziente Ergebnisse erreicht werden können, unabhängig von der Verteilung der Eigentumsrechte.
Wie wird Coase-Theorem beim Investieren verwendet?
„Coase-Theorem“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Coase-Theorem in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Coase-Theorem“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Coase-Theorem?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Coase-Theorem“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Coase-Theorem?
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