Progressionsvorbehalt Definition

Das Eulerpool Wirtschaftslexikon definiert den Begriff Progressionsvorbehalt für Deutschland.

Progressionsvorbehalt Definition

Tee oma elu parimad investeeringud

Alates 2 eurost kindlustatud

Progressionsvorbehalt

Progressionsvorbehalt ist ein Begriff aus dem deutschen Steuerrecht, der die Regelung beschreibt, nach der bestimmte Einkünfte bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt, jedoch nicht besteuert werden.

Im Wesentlichen handelt es sich um eine Vorschrift, die in Deutschland angewendet wird, um sicherzustellen, dass bestimmte steuerlich nicht relevante Einkünfte bei der Berechnung des individuellen Steuersatzes nicht berücksichtigt werden. Der Progressionsvorbehalt wird insbesondere auf Einkommen angewendet, die zwar weltweit erzielt wurden, aber nicht in Deutschland steuerpflichtig sind oder nach einem Doppelbesteuerungsabkommen von der Besteuerung ausgenommen sind. Dazu gehören beispielsweise Einkünfte wie Renten, Unterstützungsleistungen, Arbeitsentgelt oder bestimmte Sozialleistungen, die von ausländischen Quellen stammen. Obwohl diese Einkünfte nicht in Deutschland besteuert werden, werden sie bei der Ermittlung des individuellen Steuersatzes berücksichtigt, um Steuervermeidung zu verhindern. Der Progressionsvorbehalt wird in der deutschen Einkommensteuererklärung angewendet. Die nicht besteuerten Einkünfte werden dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet und dienen als Grundlage für die Ermittlung des individuellen Steuersatzes. Dies bedeutet, dass das zu versteuernde Einkommen höher ist als das tatsächlich steuerpflichtige Einkommen. Dadurch kann der individuelle Steuersatz auf das tatsächlich zu versteuernde Einkommen angewendet werden, um eine rechtmäßige Steuererhebung sicherzustellen. Der Progressionsvorbehalt dient auch dazu, die Steuergerechtigkeit zu gewährleisten, indem er sicherstellt, dass Personen mit hohen, nicht in Deutschland steuerpflichtigen Einkünften nicht von niedrigeren Steuersätzen profitieren, als sie es bei vollständig in Deutschland besteuertem Einkommen tun würden. Durch die Anwendung des Progressionsvorbehalts wird also eine angemessene Verteilung der Steuerlasten gewährleistet. Auf Eulerpool.com finden Sie weitere detaillierte Informationen zum Progressionsvorbehalt sowie zu anderen steuerrechtlichen Begriffen und Konzepten im Zusammenhang mit der Investition in Kapitalmärkte. Wir bieten Ihnen eine umfassende und verständliche Erklärung der Steuerregelungen sowie aktuelle Nachrichten und Analysen aus dem Bereich der Kapitalmärkte, um Ihnen dabei zu helfen, fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Besuchen Sie Eulerpool.com noch heute, um von unserem umfangreichen Glossar und unseren Finanzinformationsdiensten zu profitieren.
Lugejate lemmikud Eulerpooli börsileksikonis

Wholesale Banking

In der Welt der Kapitalmärkte stellt das Großkundengeschäft eine wesentliche Komponente für den Erfolg von Finanzinstituten dar. Als zentraler Begriff beschreibt das Konzept des Großkundengeschäfts eine Sparte des Bankensektors, die...

Change Management

Change Management is an essential process in today's dynamic business environment, particularly when it comes to capital markets. "Change Management" denotes the systematic approach employed by organizations to effectively transition...

Steuerhoheit

Steuerhoheit ist ein grundlegender Begriff in der Finanzwelt und bezieht sich auf die Befugnis einer Regierung, Steuern zu erheben und zu verwalten. Im deutschen Steuersystem spielt die Steuerhoheit eine zentrale...

logisches Datenmodell

Als führende Website für Aktienforschung und Finanznachrichten, ähnlich wie Bloomberg Terminal, Thomson Reuters und FactSet Research Systems, haben wir bei Eulerpool.com das Ziel, das weltweit beste und umfangreichste Glossar/Lexikon für...

Vorwegabzug

Definition: Der Vorwegabzug ist ein steuerlicher Begriff, der sich auf den Abzug bestimmter Ausgaben oder Verluste vor der Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens bezieht. In Deutschland wird dieser Begriff im Zusammenhang mit...

Seed Capital

Seed Capital (englisch: Saatkapital) bezeichnet das anfängliche Investment, das ein Unternehmen erhält, um seine Geschäftsidee zu verwirklichen. Es handelt sich dabei um eine Form der Frühphasenfinanzierung, bei der Investoren Kapital...

EDV-Systemprüfung

Die EDV-Systemprüfung bezieht sich auf den Prozess der Bewertung und Überprüfung der Integrität, Sicherheit und Effizienz eines elektronischen Datenverarbeitungssystems. In der heutigen zunehmend digitalisierten Geschäftswelt, in der Unternehmen auf komplexe...

Nonprofit-Forschung

Nonprofit-Forschung, auch bekannt als gemeinnützige Forschung, bezieht sich auf wissenschaftliche Untersuchungen, die im Rahmen gemeinnütziger Organisationen durchgeführt werden. Diese Art der Forschung zielt darauf ab, das Wissen in verschiedenen Wissensbereichen...

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV)

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) ist eine verbindliche Gesetzesverordnung, die von der deutschen Regierung ins Leben gerufen wurde, um den Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Infektionen am Arbeitsplatz während der SARS-CoV-2-Pandemie...

Wicksell-Johnson-Theorem

Das Wicksell-Johnson-Theorem ist ein grundlegendes Konzept in der Kapitalmarkttheorie, das von den Ökonomen Knut Wicksell und Anker Johnson entwickelt wurde. Dieses Theorem beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Zinssätzen und...