STABEX

Definition und Erklärung

TL;DR – Kurzdefinition

Zu den FAQs →

STABEX: STABEX (Ständige Ausgleichsvereinbarung für verschobene Exporte) ist ein Finanzinstrument, das von der Europäischen Union entwickelt wurde, um die Einkommensschwankungen der AKP (Afrika, Karibik und Pazifik) Länder auszugleichen. Es wurde erstmals 1975 eingeführt und hat das Ziel, diese Länder vor den negativen Auswirkungen von Schwankungen in den Erlösen aus ihren exportierten Produkten zu schützen. Der Mechanismus von STABEX ist darauf ausgerichtet, den teilnehmenden Ländern finanzielle Unterstützung zu bieten, wenn ihre Exporteinnahmen unter einen bestimmten Schwellenwert fallen. Dadurch können sie ihre Entwicklungsbemühungen aufrechterhalten, auch wenn ihre wichtigen Exportindustrien temporäre Rückschläge erleiden. STABEX basiert auf einem gegenseitigen Vertrag zwischen der Europäischen Union und den teilnehmenden Ländern, der regelmäßig überprüft wird, um die Zahlungsfähigkeit des Instruments sicherzustellen. Es hat einen vorgeschriebenen Finanzierungsrahmen, der auf den Bedürfnissen der einzelnen Länder basiert und die Fähigkeit der EU berücksichtigt, Ressourcen bereitzustellen. Jedes teilnehmende Land erhält eine individuelle Zuweisung aus diesem Rahmen, abhängig von seinen spezifischen Bedingungen und Exportprodukten. Die Verteilung der STABEX-Gelder erfolgt auf der Grundlage eines von den teilnehmenden Ländern erstellten Investitionsprogramms, das darauf abzielt, die wirtschaftliche Entwicklung und Diversifizierung zu fördern. Die unterstützten Projekte können beispielsweise die Verbesserung der Infrastruktur, den Ausbau von landwirtschaftlichen Produktionskapazitäten oder den Aufbau von Exportindustrien umfassen. Die Effektivität von STABEX hängt von einer engen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und den teilnehmenden Ländern ab. Regelmäßige Überprüfungen und Evaluierungen des Instruments helfen dabei, die Wirksamkeit und Relevanz des Programms sicherzustellen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Insgesamt spielt STABEX eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit der AKP-Länder gegenüber externen wirtschaftlichen Schocks und trägt zu ihrer langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung bei. Durch die Bereitstellung von finanzieller Unterstützung in Zeiten sinkender Exporteinnahmen ermöglicht es den Ländern, ihre Wirtschaften aufrechtzuerhalten und sich auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten.

Ausführliche Definition

STABEX (Ständige Ausgleichsvereinbarung für verschobene Exporte) ist ein Finanzinstrument, das von der Europäischen Union entwickelt wurde, um die Einkommensschwankungen der AKP (Afrika, Karibik und Pazifik) Länder auszugleichen. Es wurde erstmals 1975 eingeführt und hat das Ziel, diese Länder vor den negativen Auswirkungen von Schwankungen in den Erlösen aus ihren exportierten Produkten zu schützen. Der Mechanismus von STABEX ist darauf ausgerichtet, den teilnehmenden Ländern finanzielle Unterstützung zu bieten, wenn ihre Exporteinnahmen unter einen bestimmten Schwellenwert fallen. Dadurch können sie ihre Entwicklungsbemühungen aufrechterhalten, auch wenn ihre wichtigen Exportindustrien temporäre Rückschläge erleiden. STABEX basiert auf einem gegenseitigen Vertrag zwischen der Europäischen Union und den teilnehmenden Ländern, der regelmäßig überprüft wird, um die Zahlungsfähigkeit des Instruments sicherzustellen. Es hat einen vorgeschriebenen Finanzierungsrahmen, der auf den Bedürfnissen der einzelnen Länder basiert und die Fähigkeit der EU berücksichtigt, Ressourcen bereitzustellen. Jedes teilnehmende Land erhält eine individuelle Zuweisung aus diesem Rahmen, abhängig von seinen spezifischen Bedingungen und Exportprodukten. Die Verteilung der STABEX-Gelder erfolgt auf der Grundlage eines von den teilnehmenden Ländern erstellten Investitionsprogramms, das darauf abzielt, die wirtschaftliche Entwicklung und Diversifizierung zu fördern. Die unterstützten Projekte können beispielsweise die Verbesserung der Infrastruktur, den Ausbau von landwirtschaftlichen Produktionskapazitäten oder den Aufbau von Exportindustrien umfassen. Die Effektivität von STABEX hängt von einer engen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und den teilnehmenden Ländern ab. Regelmäßige Überprüfungen und Evaluierungen des Instruments helfen dabei, die Wirksamkeit und Relevanz des Programms sicherzustellen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Insgesamt spielt STABEX eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit der AKP-Länder gegenüber externen wirtschaftlichen Schocks und trägt zu ihrer langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung bei. Durch die Bereitstellung von finanzieller Unterstützung in Zeiten sinkender Exporteinnahmen ermöglicht es den Ländern, ihre Wirtschaften aufrechtzuerhalten und sich auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten.

Häufig gestellte Fragen zu STABEX

Was bedeutet STABEX?

STABEX (Ständige Ausgleichsvereinbarung für verschobene Exporte) ist ein Finanzinstrument, das von der Europäischen Union entwickelt wurde, um die Einkommensschwankungen der AKP (Afrika, Karibik und Pazifik) Länder auszugleichen. Es wurde erstmals 1975 eingeführt und hat das Ziel, diese Länder vor den negativen Auswirkungen von Schwankungen in den Erlösen aus ihren exportierten Produkten zu schützen.

Wie wird STABEX beim Investieren verwendet?

„STABEX“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).

Woran erkenne ich STABEX in der Praxis?

Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „STABEX“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.

Welche typischen Fehler gibt es bei STABEX?

Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „STABEX“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.

Welche Begriffe sind eng verwandt mit STABEX?

Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „STABEX“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.

Favoritos de los lectores en el Börsenlexikon de Eulerpool

Untermieter

Ein Untermieter bezieht sich auf eine Person oder eine juristische Einheit, die berechtigt ist, eine Teilfläche von Gewerbeimmobilien zu mieten oder zu pachten. Diese Vereinbarung wird üblicherweise zwischen dem Hauptmieter...

Tendenzbefragung

Tendenzbefragung ist ein Begriff, der in den Kapitalmärkten verwendet wird, um eine Umfrage oder Befragung von Experten zu beschreiben, um die allgemeine Markttendenz oder Stimmung in Bezug auf zukünftige Entwicklungen...

Bestellersicherheit

Bestellersicherheit, ein Begriff aus dem Bereich des Kapitalmarkts, bezieht sich auf ein Sicherungsinstrument, das den Verkauf von Wertpapieren ermöglicht, auch wenn der Ursprungsinhaber die entsprechenden Wertpapiere nicht besitzt. Diese Sicherheit...

Nettoverteilungsquoten

Nettoverteilungsquoten sind ein wichtiger Begriff in den Capital Markets, insbesondere im Bereich der Investments und der Finanzmärkte. Diese Quoten helfen dabei, die relativen Gewichtungen von Vermögenswerten innerhalb eines Wertpapierportfolios zu...

Standardkosten

Standardkosten beziehen sich auf die geschätzten Kosten, die für die Produktion eines einzelnen Produkts oder einer Dienstleistung in einem bestimmten Zeitraum anfallen. Diese Kosten dienen als Benchmark oder Referenzwert für...

Güterstand

Güterstand ist ein wichtiger Begriff im deutschen Familienrecht, der sich auf das eheliche Vermögensrecht bezieht. Es beschreibt den rechtlichen Rahmen, innerhalb dessen Vermögen während einer Ehe gehalten wird. In Deutschland...

Subventionsbericht

Subventionsbericht - Definition im Kapitalmarkt Ein Subventionsbericht ist ein Bericht, der von Unternehmen oder staatlichen Institutionen erstellt wird, um Transparenz über subventionierte Aktivitäten und finanzielle Unterstützung zu schaffen. Dieser Bericht ist...

Entgeltfortzahlung

Entgeltfortzahlung ist ein Begriff, der im deutschen Arbeitsrecht verwendet wird und sich auf die Zahlung des Arbeitsentgelts an Arbeitnehmer während der Arbeitsunfähigkeit bezieht. Gemäß dem deutschen Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) sind Arbeitgeber...

Electronic Commerce

Elektronischer Handel (auch bekannt als E-Commerce) bezieht sich auf den Verkauf und Kauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet und andere computergestützte Netzwerke. Im heutigen digitalen Zeitalter hat sich...

Abteilungsleiter

Abteilungsleiter Definition: Eine umfangreiche Erläuterung für die Kapitalmarkt-Investoren auf Eulerpool.com Ein Abteilungsleiter ist eine wichtige Managementposition in Unternehmen, die eine bestimmte Abteilung oder einen Bereich leitet. In der Unternehmensstruktur nimmt der...