DTA
Definition und Erklärung
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →DTA: DTA steht für "Deferred Tax Assets" (Aufgeschobene Steuervermögenswerte) und bezieht sich auf Vermögenswerte in der Bilanz eines Unternehmens, die auf zukünftige Steuervorteile zurückzuführen sind. Diese Vermögenswerte entstehen, wenn das zu versteuernde Einkommen eines Unternehmens niedriger ist als das Einkommen, das für steuerliche Zwecke ausgewiesen wird. DTA entstehen, wenn ein Unternehmen Verlustvorträge oder überbewertete Vermögenswerte hat, die zu steuerlichen Vorteilen in Zukunft führen können. DTA werden häufig durch temporäre Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichen Einkommen eines Unternehmens verursacht. Diese Unterschiede können durch Abschreibungen, latenten Gewinn oder Verlust, ungeeignete Rückstellungen und andere steuerliche Vorschriften entstehen. Temporäre Unterschiede führen dazu, dass das zu versteuernde Einkommen höher ist als das handelsrechtliche Einkommen, was zu einer höheren steuerlichen Belastung führt. DTA stellen somit die zukünftigen steuerlichen Vorteile dar, die das Unternehmen ausgleichen und aus der negativen Differenz ziehen kann. DTA werden in der Bilanz eines Unternehmens als Aktiva ausgewiesen. Sie können jedoch nur dann realisiert werden, wenn das Unternehmen in Zukunft genügend steuerpflichtige Gewinne erzielt, um diese Vorteile zu nutzen. Falls das Unternehmen keine ausreichenden steuerpflichtigen Gewinne erzielt, kann es zu einer Wertminderung oder Rückstellung der DTA kommen. Es ist wichtig zu beachten, dass DTA von Unternehmen und Investoren als Indikator für das Potenzial zukünftiger steuerlicher Vorteile betrachtet werden. Sie können das Gesamtbild einer Unternehmensfinanzierung beeinflussen und darüber hinaus auch Auswirkungen auf die Bewertung und das Risikoprofil eines Unternehmens haben. Als Investor in den Kapitalmärkten ist es ratsam, die Bedeutung von DTA zu verstehen und in Betracht zu ziehen, wenn man die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens analysiert. Dies kann auch bei Investitionsentscheidungen, einschließlich Aktien, Anleihen und Kryptowährungen, von Bedeutung sein.+
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu DTA
Was bedeutet DTA?
DTA steht für "Deferred Tax Assets" (Aufgeschobene Steuervermögenswerte) und bezieht sich auf Vermögenswerte in der Bilanz eines Unternehmens, die auf zukünftige Steuervorteile zurückzuführen sind. Diese Vermögenswerte entstehen, wenn das zu versteuernde Einkommen eines Unternehmens niedriger ist als das Einkommen, das für steuerliche Zwecke ausgewiesen wird.
Wie wird DTA beim Investieren verwendet?
„DTA“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich DTA in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „DTA“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei DTA?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „DTA“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit DTA?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „DTA“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Favoritos de los lectores en el Börsenlexikon de Eulerpool
Bruttoergebnis
Das Bruttoergebnis ist eine wichtige Kennzahl für Investoren an den Kapitalmärkten und gibt Aufschluss über die Rentabilität eines Unternehmens. Es wird auch als Bruttogewinn oder Bruttomarge bezeichnet und bezieht sich...
Akzeptanzbarrieren
Akzeptanzbarrieren ist ein Begriff aus dem Bereich der Finanzmärkte, insbesondere beim Handel mit Aktien, Anleihen, Kryptowährungen und im Geldmarkt. Im Rahmen der Investitionen bezieht sich dieser Terminus auf die Hindernisse,...
Investitionsplanung
Investitionsplanung ist ein grundlegender Prozess für Investoren, um finanzielle Ziele zu erreichen und Kapital effizient und effektiv zu allozieren. Es bezieht sich auf die strategische Identifizierung, Bewertung und Auswahl von...
Miterfinder
"Miterfinder" ist ein Begriff, der in der Welt der Finanzmärkte häufig verwendet wird und sich auf eine bestimmte Art von Investor bezieht. Ein Miterfinder ist jemand, der in ein Unternehmen...
Effektivgeschäft
Das Effektivgeschäft, auch bekannt als Wertpapier- oder Effektenhandel, bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren auf dem Kapitalmarkt. Es umfasst Aktien, Anleihen, Fonds, Derivate, Geldmarktinstrumente und sogar Kryptowährungen. Das Effektivgeschäft...
Closed Shop
"Closed Shop" bezeichnet eine Beschäftigungspraxis, in der ausschließlich Gewerkschaftsmitglieder in einem Unternehmen eingestellt werden können. Es handelt sich um eine Arbeitsplatzpolitik, die darauf abzielt, die Rechte und Interessen der Gewerkschaften...
Drei-Säulen-Modell
Definition of "Drei-Säulen-Modell": Das Drei-Säulen-Modell ist ein fundamentales Prinzip der deutschen Bankenregulierung und -aufsicht, das dazu dient, ein stabiles und effizientes Bankensystem zu gewährleisten. Es wurde erstmals in den 1970er Jahren...
Layouter
Der Layouter ist ein unverzichtbares Werkzeug in der Welt der Finanzmärkte. Es handelt sich um eine Software oder eine Anwendung, die es den Investoren ermöglicht, Finanzdaten in einem übersichtlichen und...
Sicherungsvertrag
In der Welt der Kapitalmärkte spielt der Sicherungsvertrag eine entscheidende Rolle für Investoren. Ein Sicherungsvertrag ist ein rechtliches Instrument, das verwendet wird, um das Risiko von Verlusten bei Geldgeschäften zu...
Fernsehzuschauerforschung
Die Fernsehzuschauerforschung bezeichnet eine systematische Methode zur Analyse des Fernsehnutzungsverhaltens und der Präferenzen von Zuschauern. Diese Auswertungen dienen zur Erstellung aussagekräftiger Informationen über das Fernsehpublikum und unterstützen Entscheidungsträger in der...

