Going-Concern-Prinzip
Definition and Explanation
TL;DR – Brief Definition
Go to FAQs →Going-Concern-Prinzip: Das Going-Concern-Prinzip (auch Fortführungsprinzip genannt) ist ein wichtiger Grundsatz in der Rechnungslegung und bezieht sich auf die Annahme, dass ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit fortsetzen wird und daher als "fortgeführtes Unternehmen" betrachtet werden kann, solange keine gegenteiligen Anhaltspunkte vorliegen. Diese Annahme bildet die Grundlage für die Erstellung von Unternehmensabschlüssen und die Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Gemäß dem Going-Concern-Prinzip wird davon ausgegangen, dass ein Unternehmen über einen absehbaren Zeitraum hinweg handeln wird, normalerweise mindestens zwölf Monate. Dieser Grundsatz basiert auf der Annahme, dass Unternehmen dazu bestimmt sind, auf unbestimmte Zeit fortzubestehen, es sei denn, es gibt klare Beweise dafür, dass ihre Liquidität, Rentabilität oder andere Faktoren bedroht sind. Das Going-Concern-Prinzip ist von entscheidender Bedeutung, um Investoren, Kreditgebern und anderen Interessengruppen ein genaues Bild von der finanziellen Stabilität eines Unternehmens zu geben. Im Rahmen der Unternehmensberichterstattung bedeutet die Anwendung des Going-Concern-Prinzips, dass das Management bei der Erstellung der Finanzaussagen sicherstellen muss, dass alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu angemessenen Werten bewertet werden. Dies schließt auch die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit ein, dass das Unternehmen in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und seinen Betrieb fortzuführen. Das Going-Concern-Prinzip wird auch von Wirtschaftsprüfern während der Abschlussprüfung berücksichtigt. Sie müssen prüfen, ob es ausreichende Informationen oder Ereignisse gibt, die das Going-Concern-Prinzip in Frage stellen könnten. Falls solche Anhaltspunkte vorliegen, müssen sie dies in ihrem Prüfbericht über den Abschluss des Unternehmens darlegen. Insgesamt ist das Going-Concern-Prinzip von großer Bedeutung für Investoren, da es ihnen ermöglicht, die langfristige Tragfähigkeit eines Unternehmens zu bewerten. Es trägt zur Transparenz und Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung bei und stellt sicher, dass Anleger fundierte Entscheidungen treffen können.
Detailed Definition
Frequently Asked Questions about Going-Concern-Prinzip
What does Going-Concern-Prinzip mean?
Das Going-Concern-Prinzip (auch Fortführungsprinzip genannt) ist ein wichtiger Grundsatz in der Rechnungslegung und bezieht sich auf die Annahme, dass ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit fortsetzen wird und daher als "fortgeführtes Unternehmen" betrachtet werden kann, solange keine gegenteiligen Anhaltspunkte vorliegen. Diese Annahme bildet die Grundlage für die Erstellung von Unternehmensabschlüssen und die Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
How is Going-Concern-Prinzip used in investing?
"Going-Concern-Prinzip" helps categorize information and better understand decisions in the stock market. Context is always important (industry, market phase, comparables).
How do I recognize Going-Concern-Prinzip in practice?
Look for where the term appears in company reports, financial metrics, or news. Typically, "Going-Concern-Prinzip" is used to describe developments or make figures comparable.
What are common mistakes with Going-Concern-Prinzip?
Common mistakes include: wrong comparisons (apples to oranges), isolated analysis without context, and over-interpreting individual values. Use "Going-Concern-Prinzip" together with other metrics and information.
Which terms are closely related to Going-Concern-Prinzip?
You can find similar terms below under related entries. These help to better distinguish "Going-Concern-Prinzip" and understand it in the bigger picture.
Reader Favorites in the Eulerpool Stock Market Lexicon
SNA
SNA steht für System of National Accounts, zu Deutsch: System der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Es handelt sich dabei um ein international standardisiertes Rahmenwerk, das von der Vereinten Nationen (UN), dem Internationalen...
Zweidrittelwert
Zweidrittelwert (auch bekannt als Tiefpasswert) ist ein bedeutsamer Begriff in Bezug auf Investitionen in den Kapitalmärkten. Es handelt sich um einen technischen Indikator, der häufig in der Finanzanalyse und im...
Erfüllungsübernahme
Erfüllungsübernahme ist ein Begriff, der in den Kapitalmärkten, insbesondere im Bereich der Unternehmensfinanzierung und des Bankwesens, von großer Bedeutung ist. Diese rechtliche Konstruktion bezieht sich auf die Übernahme der Verpflichtungen...
Hyperbel
Die Hyperbel ist eine mathematische Kurve, die in verschiedenen Bereichen der Finanzanalyse und der statistischen Modellierung verwendet wird. Sie wird hauptsächlich verwendet, um das Verhalten von Variablen darzustellen, die exponentiell...
Reisegerät
Reisegerät ist ein technisches Instrument, das in der Welt der Kapitalmärkte oft verwendet wird. Es erfüllt eine wesentliche Funktion für Investoren, insbesondere wenn es um die Analyse von Aktien, Darlehen,...
Multinational Corporation (MNC)
Multinational Corporation (MNC) - Definition in Professional German: Die Multinational Corporation (MNC), auch als multinationales Unternehmen oder transnationales Unternehmen bekannt, ist eine Unternehmung, die in mehreren Ländern tätig ist und somit...
natürliche Wachstumsrate
Natürliche Wachstumsrate ist ein wirtschaftlicher Begriff, der das langfristige Wachstumspotenzial einer Volkswirtschaft oder eines Unternehmens beschreibt. Diese Rate gibt an, wie schnell eine Wirtschaft oder ein Unternehmen expandiert, ohne dabei...
Umbrella-Marke
Definition: "Umbrella-Marke" Die Umbrella-Marke ist ein Konzept im Investmentbereich, das eine Möglichkeit darstellt, ein diversifiziertes Anlageportfolio aufzubauen und zu verwalten. Diese spezielle Anlagestrategie ermöglicht es Anlegern, in verschiedene Vermögenswerte oder Investmentvehikel...
Mittelstandspolitik
Titel: Eine umfassende Erklärung der Mittelstandspolitik für Anleger in Kapitalmärkten Einleitung: Die Mittelstandspolitik ist eine spezielle politische und wirtschaftliche Strategie, die sich auf die Stärkung und Förderung des deutschen Mittelstands konzentriert. Mit...
angebotsinduzierte Nachfrage
Angebotsinduzierte Nachfrage ist ein Begriff, der in der Wirtschaft und insbesondere in den Kapitalmärkten verwendet wird, um die Art der Nachfrage zu beschreiben, die als Reaktion auf ein bestimmtes Angebot...
More tools & analysis
Free tools and market data from Eulerpool.
Screener
Screen 20,000+ stocks worldwide across 1,000,000+ data points.
Insider Tracker
Track insider buys and sells in real time.
Superinvestors
Track portfolios of the world's greatest investors
Dividend Calendar
Plan your passive income with dividend payout dates.
Earnings Calendar
Quarterly earnings dates and times at a glance.
Economic Calendar
Economic events and data releases from 200+ countries.
Macro Data
Detailed macroeconomic data and indicators by country.
Congress Tracker
STOCK Act disclosures from U.S. Congress members
Fear & Greed Index
Market Sentiment Indicator
Crypto Fear & Greed Index
Crypto Market Sentiment Indicator
Ideas
Curated stock lists by strategy, index, and country.
Sectors
Top stocks sorted by industry and sector.
Countries
Stock markets and top companies by country.
Strategy
Proven investment strategies with historical returns.
Index
Performance and composition of major stock indices.
ETFs
9,000+ ETFs by provider, asset class and index.
Crypto
Live prices and market caps for major coins.
Commodities
Gold, oil, gas, metals, agriculture and electricity prices.
FX
Live exchange rates for major currency pairs.
Blog
News, partnerships, and product announcements