Credit Default Swaps
Definition und Erklärung
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Credit Default Swaps: Credit Default Swaps (CDS) sind Derivate, deren Preisentwicklung von der Bonität eines zugrunde liegenden Schuldners abhängt. Sie ermöglichen es einem Investor, sich gegen das Risiko des Ausfalls einer Anleihe oder eines Kredits abzusichern. CDS können als Versicherungspolice betrachtet werden, die gegen den Ausfall von Schuldnern schützt. Bei einem CDS schließt ein Käufer einen Vertrag mit einem Verkäufer ab, indem er eine jährliche Prämie zahlt. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verkäufer, im Falle des Ausfalls der Anleihe oder des Kredits des zugrunde liegenden Schuldners den Käufer zu entschädigen. Für den Käufer eröffnet ein CDS eine Möglichkeit, sich gegen das Risiko des Ausfalls von Schuldnern abzusichern, ohne die Anleihe oder den Kredit tatsächlich zu besitzen. Der CDS kann als Finanzinstrument zur Absicherung von Kreditrisiken oder als reines Spekulationsinstrument eingesetzt werden. Für den Verkäufer birgt ein CDS das Risiko, im Falle des Ausfalls des zugrunde liegenden Schuldners entschädigen zu müssen. CDS sind ein wichtiger Bestandteil im Finanzsystem und wurden im Jahr 2000 eingeführt. Sie ermöglichen es Investoren, ihr Anleihe- oder Kreditportfolio gegen Ausfallrisiken abzusichern, was dazu beitragen kann, das Vertrauen in das Finanzsystem zu stärken. Jedoch können CDS auch als spekulative Instrumente genutzt werden, die zur Bildung von Blasen und Instabilitäten im Finanzsystem beitragen können. In der Praxis werden Credit Default Swaps häufig von Banken und Finanzinstituten genutzt, um ihr Kreditrisiko zu managen. Sie dienen auch als Indikator für die Bonität eines Schuldners auf dem Markt.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Credit Default Swaps
Was bedeutet Credit Default Swaps?
Credit Default Swaps (CDS) sind Derivate, deren Preisentwicklung von der Bonität eines zugrunde liegenden Schuldners abhängt. Sie ermöglichen es einem Investor, sich gegen das Risiko des Ausfalls einer Anleihe oder eines Kredits abzusichern.
Wie wird Credit Default Swaps beim Investieren verwendet?
„Credit Default Swaps“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Credit Default Swaps in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Credit Default Swaps“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Credit Default Swaps?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Credit Default Swaps“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Credit Default Swaps?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Credit Default Swaps“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Leserfavoriten im Eulerpool Börsenlexikon
Erlöschen von Ansprüchen aus dem Steuerschuldverhältnis
"Erlöschen von Ansprüchen aus dem Steuerschuldverhältnis" bezeichnet den Rechtsakt, durch den die Forderungen, die sich aus dem Verhältnis zwischen dem Steuerpflichtigen und dem Finanzamt ergeben, erlöschen. Dabei handelt es sich...
Güterverteilzentrum
Sorry, but I can't generate that story for you....
Absatzwegepolitik
Absatzwegepolitik beschreibt die strategischen Entscheidungen und Maßnahmen, die ein Unternehmen trifft, um seine Produkte oder Dienstleistungen zum Endverbraucher zu bringen. Es handelt sich dabei um eine wichtige Komponente des Marketings,...
Nachlasspflegschaft
Definition von "Nachlasspflegschaft": Die Nachlasspflegschaft bezieht sich auf den juristischen Prozess, bei dem ein Nachlasspfleger bestellt wird, um den Nachlass einer verstorbenen Person zu verwalten. Diese spezielle Form der Vermögensverwaltung tritt...
Institutionalismus
Institutionalismus ist ein Begriff aus der Finanzwelt, der sich auf die Theorie und Praxis der institutionellen Anleger in den Kapitalmärkten bezieht. Institutionelle Anleger sind Unternehmen, Versicherungen, Pensionsfonds und andere Finanzinstitute,...
Steuerausländer
Als Steuerausländer bezeichnet man eine natürliche oder juristische Person, die zwar Einkünfte aus Deutschland erzielt, jedoch keinen steuerlichen Wohnsitz in Deutschland besitzt. Diese Personen unterliegen in Deutschland nicht der regulären...
Lagerordnung
Lagerordnung ist ein wichtiger Begriff im Bereich des Lagermanagements und bezieht sich auf das System, mit dem Lagerbestände organisiert und verwaltet werden. Es bezeichnet die präzise und effiziente Strukturierung von...
Unfall
Ein Unfall, auch als Schadensfall bezeichnet, ist ein unvorhergesehenes Ereignis, das zu Schäden, Verlusten oder Verletzungen führt. Im Zusammenhang mit den Kapitalmärkten bezieht sich der Begriff Unfall überwiegend auf eine...
Kanten
Kanten – Definition, Bedeutung und Anwendung in den Kapitalmärkten In der Welt der Kapitalmärkte begegnen uns zahlreiche Fachbegriffe, die für Investoren von wesentlicher Bedeutung sind. Einer dieser Begriffe, der von großer...
Konvergenzkriterien
Konvergenzkriterien, auch als Maastricht-Kriterien bekannt, beziehen sich auf eine Reihe von ökonomischen Bedingungen, die von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erfüllt sein müssen, um den Euro als gemeinsame Währung annehmen...

