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Lufthansa-Überraschung: Der Gigant A380 bleibt länger in der Luft!

Der Konzern leidet unter Lieferengpässen bei neuen Flugzeugen, weshalb bereits erworbene Maschinen länger genutzt werden

Von Eulerpool News

Gute Nachrichten für alle Fans des Airbus A380: Lufthansa wird den Doppeldecker noch einige Jahre im Einsatz behalten – und er soll sogar eine neue Businessklasse bekommen.

Grund dafür ist die derzeitige Lieferkrise unter den großen Flugzeugherstellern wie Airbus und Boeing. „Das wird länger dauern, als manch einer denkt“, sagte Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr am Donnerstagabend. „Deshalb haben wir unsentschieden, auch den A380 mit einer neuen Businessclass auszurüsten.“ Wahrscheinlich wird der Großraumjet allerdings nicht die brandneue Kabine mit dem Namen Allegris bekommen, die aufgrund von Lieferproblemen noch nicht verfügbar ist.

Stattdessen erhält er die aktuell neueste Businessklasse der Konzern-Gruppe. Bisher wurden noch ältere Sitze verbaut.Die Reiseboom-Pause gab den A380-Flugzeugen der Lufthansa die Zukunft zurück. Im Januar hatten sie noch als endgültig ausgemustert gegolten, jetzt werden alle acht in Teruel stationierten Jets wieder Stück für Stück für den Betrieb fit gemacht. Der Großraumjet ist zwar bei Kunden sehr beliebt, er ist aber nicht sonderlich effizient. So hatte die Konzernführung schon vor der Pandemie begonnen, einige Jets im Frühjahr 2020 an den Hersteller Airbus zurückzugeben.

Die Knappheit schafft auch Probleme an anderen Stellen. Bis heute stehen etliche geplante Fluggeräte von Airbus und Boeing am Boden, weil die nötigen Komponenten wie zum Beispiel Triebwerke fehlen. Auch MTU Aero Engines, ein Dax-Konzern der an dem GFT (Gas Turbine)-Triebwerksprogramm bettelt, rechnet aufgrund der Inspektionen und Austauschteilen mit 600 bis 700 zusätzlichen Werkstattbesuchen.

Derzeit liege die Profitabilität pro Passagier bei 15 Euro, doch um alle geplanten Investitionen finanzieren zu können, brauche Lufthansa das Geld, so Spohr. Trotz der vielen Probleme läuft die Nachfrage noch immer gut, und der Sommer endet einfach nicht. Es gibt wieder mehr Geschäftsreisende, weil sich China geöffnet habe und Flüge in den Oktober und teilweise sogar in den November hinein ins Mittelmeer buchbar seien – ein Zeichen dafür, dass noch kein Ende des Reisebooms erkennbar ist.

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