Nokia reduziert Präsenz in Deutschland: Arbeitsplatzabbau und Schließung des Münchner Standorts geplant
Takeaways NEW
- Nokia plant Stellenabbau und Schließung des Standorts München bis 2030.
- Unternehmen konzentriert seine Investitionen auf strategisch wesentliche Standorte.
Der finnische Technologiekonzern Nokia plant, im kommenden Jahr rund 300 Stellen in Deutschland zu streichen und den Standort in München bis 2030 zu schließen. Diese Maßnahmen bestätigen sich in der jüngsten Mitteilung, die durch die IG Metall publik gemacht wurde und dort auf Widerstand stößt. Die Gewerkschaft kritisiert die Entscheidung als ein 'fatales Signal' in Zeiten globaler Unsicherheiten und verweist auf den Verlust von über 500 Arbeitsplätzen, der mit der Schließung des Münchner Standorts einhergeht. Derzeit beschäftigt Nokia hierzulande etwa 2.500 Menschen.
Nokia rechtfertigt den Schritt mit der Absicht, seine Investitionen auf strategisch wesentliche und nachhaltige Standorte zu konzentrieren. Nürnberg, Ulm, Stuttgart, Bonn und Düsseldorf bleiben Kernzentren des Unternehmens. Im Rahmen eines global angekündigten Kostensparprogramms 2023 sollen bis Ende nächsten Jahres die Arbeitsplätze verschwinden. Ein Sprecher betonte, dass Nokia die betroffenen Mitarbeiter in dieser Übergangszeit unterstützen werde, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.
Im Zuge eines weltweiten Stellenabbaus kündigte Nokia bereits an, bis 2023 etwa 14.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen, um Einsparungen von 800 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro zu realisieren. Der Münchner Standort, einst ein bedeutendes Zentrum der Technologie-Entwicklung aus der Zusammenarbeit mit Siemens hervorgegangen, hat im vergangenen Vierteljahrhundert an Bedeutung verloren. Heute gibt es keinen großen deutschen Hersteller von Netzwerktechnologie mehr.

